VII . Tie Grmidrechlr . 95
Die bestehenden können durch Familienbeschluß aufgehoben oder abgeändert werden .
8 33 .
Tie Strafe der Gütereinziehnng soll nicht stattfinden .
9
Artikel VIII .
§ 34 .
Alle Gerichtsbarkeit geht vom Staate aus .
Es sollen keine Patrimonialgerichte bestehen .
8 35 .
Es soll keinen privilegirten Gerichtsstand der Personen oder Güter geben .
8 36 .
Kein Richter darf außer durch Urtheil und Recht von seinem Amte entfernt werden .
Kein Richter darf wider feilten Willen versetzt werden .
Der Richter darf wider seinen Willen nur aus Grund eines ge - richtlichen Beschlusses in de» durch das Gesetz bestimmten Fällen und Formen in Ruhestand versetzt werden .
8 37 .
Das Gerichtsverfahren soll öffentlich und mündlich sein .
8 38 .
In Strafsache» gilt der Auklageproeeß .
Schwurgerichte solle» jede»salls i» schwerere» Strafsachen und bei allen politische» Vergehen nrtheilen .
§ 39 .
Die bürgerliche Rechtspflege soll i» Zache» besonderer Berufs - erfahrnng durch Männer aus dem Volke geübt oder mitgeübt werde» ( Handelsgerichte , Fabrikgerichte , Landwirthschastsgerichte » . s . w . ) .
8 40 .
Rechtspflege und Verwaltung sollen getrennt sein .
8 41 .
Die Verwaltuugsrechtspflege . hört auf ; über alle Rechtsverletzungen entscheiden die Gerichte .

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