V . Die Wahl Friedrich Hcckers .
81
Ich meine , die einzige Frage , welche über Heckers That worfen werden sollte , ist die , in welches Verhältniß Heckcr durch seilte That zu dieser Versammlung sich gestellt habe , iu die er aus deu Gruud der thieugener Wahl will anfgeuoiumen werde» . Und da scheint mir die Antwort unermeßlich einfach : wenn Heckers That ihm den Eintritt iu alle Ehre« - nud Ruhmeshallen der Welt öffnet haben sollte , iu diese Halleu hat sie ihm deu Eintritt verschloss eil !
Hören Sie seine eigene Dednction : sie liegt im Ausschußberichte vollständig vor Ihnen , und er wirb sich sicherlich nicht beschwere» könne» , wenn man ihn zum Ausleger seiner eigene» Thaten macht . Nach seiner Auffassung hat er sich freilich gerade durch seine That durch und durch mit diesem Hause identifieirt . „ Wir beide , " sagt er , „ ihr und ich , sind ans der Revolution hervorgegangen , wir sind die Revolution selbst , unsere gemeinschaftliche Aufgabe ist die Gründung , der Nationalsonveränetät . Wir unterscheide» »»s äußersten Falls in der Wahl der Mittel : ihr operirt mit Decreteu , und ich mit der Gewalt der Waffe» oder — de»» das läßt sich vollstä»dig umkehre» — mit de» Waffen der Gewalt . "
Was ist an diesen Ausführungen Wahres ?
Meine Herren ! Nach meiner vollsten Ueberzeugnng die beiden Vordersätze . Ja , wir sind ans der Revolution hervorgegangen , wenn damit gesagt sein soll , daß ohne die Stürme des Februar und März , welche die Luft wohlthätig gereinigt haben , wir »icht hier sitzen würde» oder wenigstens nicht mit der Gewalt »»d de» Attributionen hier sitzen würden , wie es glücklicherweise der Fall ist . Es ist auch ohne allen Zweifel unsere Aufgabe , die Natioualsouveräuetät unseres Volkes zu be - gründen , ihr das neue Hans zu baue» und die gesetzliche Stätte zu bereite» . We»» man aber demnächst nns selbst die Revolution nennt , — »»d diese Behauptung ist heute von dem greisen Abgeordnete» aus Baden >v . Jtzsteiu St . B . II 1484 } wiederholt worden — wie , meine Herren , darf man im Ernst behaupte» , der Arzt , der an das Kra»ke»bett tritt , das Heilverfahren , das er einschlägt , die Heilmittel , die er anwendet , seien die Krankheit , die Fortsetzung der Krankheit selber ? Wenn endlich die Gleichgiltigkeit der Mittel in Heckers' Deductiou hervorgehoben ist , bei der vermeintlichen Einheit unserer beiderseitigen Zwecke , so ist das eine Behauptung , die einen überaus widerwärtige» Beigeschmack hat , so daß ich sie schon deshalb uuerörtert lasse .
Aber das , glaube ich , dürfe» wir Hecker einräume« : sind wir die fortgesetzte Revolution und besteht — wie er wörtlich behauptet hat

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.