Full text: Friedrichs des Weisen Leben und Zeitgeschichte (Bd. 1)

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ein köstlicher Drechsler und je so gut , wo nicht besser , denn alle seine Drechsler , dero er doch zuweilen zween oder drei ehr - lich , gnädiglich und wol hielte . 
Wie große i'uft und Willen dieser Churfürst zu Sachsen zur Musica gehabt hat . 
Dieser Churfürst zu Sachsen , Herzog Fridrich , hat auch so große Lust und Willen zur Musica gehabt , daß er viel Zahre und lange Zeit ein ehrliche , große Singerei gehalten und dieselben oftmals auf die kaiserliche Reichstage mitgenom - men , gnädiglich und wol gehalten und besoldet , den Knaben einen eignen Schulmeister , sie zur Lehre und Zucht zu erziehen gehalten . Der Capellen Meister ist gewest Herr Conrad von Ruppisch . Hat auch sonderlich einen Altisten gehabt , einen Marter , dergleichen tönt . kais . Mat . und andre Fürsten und Herrn weit und breit nicht gehabt . Dieselbige Singerei hat er auch bis zu seinem tödtlichen Abgang behalten . 
Wie herzlich »vol dieser Churfürst sich hat an seinen Krblanden den «gen lassen . 
Dieser Churfürst hat sich auch an seinen Erblanden so herz - lich , fürstlich und wol lassen benügen , daß er auch nach der Grafschaften , etlichen Schlössern und andern Gebieten im Foriaul , ihm vom Herrn Kaiser Maximilian verschrieben und geeignet , nicht getrachtet , sondern hat fahren lassen . Daß ich Spalatinus auch ernsten aus seinem eigen Mund gehört habe , er hätt viel Fürstenthum und Lande gesehen , aber nie keins , das er für seines Brüdern und sein Fürstenthum Lande nehmen wollt . 
Wie gern dieser Churfürst viel Knaben erzogen hat . 
Dieser Churfürst , auch Herzog Fridrich zu Sachsen hat nur sehr viel Knaben , sammt seinem Brüdern , Herzog Iohannsen zu Sachsen , auch Churfürsten , ein sehr große
	        
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