Full text: Friedrichs des Weisen Leben und Zeitgeschichte (Bd. 1)

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Churf . G . zu Torgau in unser lieben Frauen Kirchen ausge - segnet von ihren beiden Brüdern Herzogen Ernsten Erzbischo - fen zu Maidburg und Herzog Johannsen Churfürsten , zusammt dem ganzen Stadtvolke procesfionsweise beleitt , und der erst Stein zum heiligen Kreuz vor Torgau gelegt worden . 
Darauf s . Churf . G . desselben Tags gin Eilenburg mit ihrer Churf . G . Brüdern , und des folgenden Tags gin Leipzig verruckt sind . 
Wie auch dieser Churfürst zu Sachsen zum heiligen Grab haben wollen reisen , haben sie ihren Weg zum Römischen Kai - ser Fridrich , des Namens dem Dritten , Herrn Kaiser Mari - milians Vater genommen , seine Kaiserl . Majestät unterthä» niglich zusegnen . Als hätten seine Kaiserl . Majestät diesen Churfürsten , wie ich Spalatinus von diesem Churfürsten selbs gehört , nicht gern lassen ziehen . Hat ihn vielleicht geahnt , er würde ihn nicht mehr sehen , wie denn geschehen , denn ehr dieser Churfürst wieder anHeim vom heiligen Land kommen , war Kaiser Friedrich gestorben . Und dieser Churfürst ist in der Galeen subtil zum heiligen Grab gefahren , darin Babst Pius , des Namens der Andere , wider dje Türken zu ziehen Willens gewest * ) . 
Von dieses Churfürsten Schicklichkeit . 
Was großer und wundersamer Schicklichkeit zu allen Sa - chen in Schimpf und Ernst dieser Churfürst von Jugend auf gewest , darf auch nicht viel Wort . Denn jeder männiglich weiß , daß nichts gewest ist das er in seine Hände genommen hat , das nicht Hände und Füße gehabt hätt , wie man pflegt zu sagen . 
Bon dieses Churfürsten Gottesfurcht . 
Von dieses Churfürsten Gottesfurcht hat man auch viel 
' ) Die Beschreibung der Wallfahrt f . in Beil . I .
	        
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