Full text: Friedrichs des Weisen Leben und Zeitgeschichte (Bd. 1)

von auf ein Sloß , heißt Füren , auf die Jagd . Dahin kam unser gnedigster Herre zu seinen Gnaden . Jagten etliche Tage und hatten einen guten fröhlichen Muth . Im Jnzoge zu Lo - ven hat man es mit Zurichtung mancherlei Spiel und ander Kierheit gehalten wie zu Mecheln und Antorf . 
Freitags nach Egidii ist die königlich Majestät , auch un - ser gnedigster Herre Herzog Friderich wieder gein Loven kom - men . Die von Loven schankten unserm g . Herrn Wein in Kannen . 
Am Sonntag vor Nativitatis Marie ist zu Loven Kirch - weihe und groß Ablaß gewesen . Da hat man ein große schön Procession und Spiel gehabt von der Geburt und Herkommen unser lieben Frauen , auch wie sie ihr Leben hie geführt und zu Himmel gefahren ist , damit ingezogen waren mancherlei Figuren und GleichnuS aus der Biblien , die sich daruf den - ten und geziehen . Au dem allen viel köstlichs Smucks und Aierheit gebraucht , und sunderlich was darunter zugericht ein großer Mann oder Ries , reit in seim Harnasch auf «im ßen Pferd , und was mit dem Pferd wol so hoch als das Rathhaus zu Wymar . 
Am Montag Nativitatis Marie sind die Fürsten alle aber mit dem König zur Kirchen gegangen , in vorgeschriebe - ner Ordnunge und Zierheit . 
Am Dinstag nach Nativitatis Marie ist der König mit Herzog Philippsen seim Sohne und allen Fürsten zu Loven vor die Stadt ins Feld geritten und hat denselben seinen Sohn wiederum mit großem Gepränge daselbst ingeführt , und ihme auf dem Markt öffentlich auf eim erhöheten Pallacien , in Bei - wesen aller Fürsten und der ganzen Landschaft von Brabant , dasselbe Land präsentirt und überantwurt . Hat Herzog Phi« lipps denselben Landen zuvor etlich Glübde thun müssen , dar - nach sie ihme auch wiederum als ihrem rechten natürlichen Prin - zen und Erbherrn ein rechte Erbholdung globt und gesworen haben .
	        
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