Full text: Friedrichs des Weisen Leben und Zeitgeschichte (Bd. 1)

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und zum Lehensempfangniß , s . Chr . G . Buder , Nachricht von der Belehnung Churf . Joh . Friedrich« z . S . geschehen v . d . Rö . Kö . Ferdinand I . zu Wien im I . 1535 , nebst Spalatin'S richte von dieser Handlung . Jena 1755 . 4 . Kaum von dort zurückgekehrt eilte er mit Joh . Friedrich nach Schmalkalden zu der wichtigen Bundesversammlung , wo die Annäherungsversuche von England und Frankreich abgewiesen und der Bund auf zehn Jahre erneuert wurde . Und dabei unternahm er noch häufige Reisen nach Wittenberg , wo die Bibliothek seit 1533 mit neuen Mitteln ausgestattet und durch neue Ankäufe , besonders zu nedig , vermehrt und eben deshalb der Obhut Spalatin'S von Neuem anempfohlen war . Eine besonders feierliche Veranlassung zu einer Reise nach demselben Orte hatte er im I . 1536 , als die Universität nach beendigter Visitation von neuem fundirt wurde . Im I . 1537 ging er wieder nach Schmalkalden , wo damals das Mantuanische Concil abgelehnt und in einer glänzenden Ver - sammlung von Theologen die Schmalkaldischen Artikel angenom - men wurden . In demselben Jahre fand eine neue Visitation im Gebiete Heinrichs des Frommen statt , und bald darauf , nach dem Tode Herzog Georgs , im 1 . 1539 eine Visitation in den übrigen herzoglich sächsischen Ländern , bei welcher Spa - latin neben Justus Jonas u . A . gleichfalls betheiligt war , so daß er also auch für diese Gegenden der Begründer einer neuen Ordnung wurde . Endlich seit dem 1 . 1540 wurde dem vielbewährten und schon alternden Manne mehr Ruhe gegönnt , so das» er fortan seiner Familie und seinen historischen Studien leben konnte , für welche letztere die Zeit unter Joh . Friedrich überhaupt die angelegteste und fruchtbarste gewesen ist . 
Denn dieser Fürst , dessen Andenken überhaupt unter den Folgen seines Unglücks gelitten hat , besaß bei allen seinen Schwächen doch weit mehr Lust und Liebe zu den Studien , als man gewöhnlich annimmt . Er suchte in dieser Hinsicht in die Fußstapfen seines Oheims und zweiten Vaters zu treten , nur daß er leider weder dessen Scharfblick , noch seine
	        
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