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l ) Ber. d. D. chem. Ges. 29, 2729.
Bei Anwendung saurer Reduktionsmittel werden die unter
einander verbundenen Stickstoffatome der Isonitramingruppe
auseinander gespalten, während neutrale Reagentien, wie Alu
miniumamalgam oder Zinkstaub und Essigsäure, überhaupt nicht
einwirken. Auch die Reduktion mit Natriumamalgam verläuft
nicht ganz glatt, in dem als Hauptprodukt Diazosäuren ent
stehen, die nicht weiter reduziert werden:
HO . N-N-CH2. COOH+H2 = HO . N a . CH 2 . COOH;
HO . N = N . CH 2 . COOH - H ä O + || >CH . COOH,
N
während die gleichzeitig gebildeten, in der Flüssigkeit gelösten,
geringen Mengen der Hydrazinosäuren sich in Form ihrer
Benzalverbindung isolieren lassen. Durch Destillation der letzteren
mit überhitztem Wasserdampf gelingt es, die freien Säuren zu
gewinnen:
CHs
I
CH —NH—N = CH—C«H r» + bbO
I
COOH CH 3
I
= CH—NH—NH a 4- CgHs . CHO .
COOH.
Auf diesem Wege sind ausser Hydrazinopropionsäure auch
Hydrazinobutter- und -valeriansäure dargestellt worden.
In neuerer Zeit glückte es W. Traube und Hoffa 1 ) die
nach dem interessanten W. Traube’schen Reduktionsverfahren
aus der Isonitraminessigsäure gewonnene einfachste aller Hydra
zinosäuren, die Hydrazinoessigsäure, mit Hülfe ihrer Oxybenzalver-
bindung und nachherige Zersetzung durch Destillation mit Wasser
dampf zu isolieren.

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