Full text: (3/5.1878)

Der Improvisator. 181 
u allen 
Häuser 
Sternen 
nvon 
oberen 
suchte 
ichbars 
wilder 
porta 
Augen⸗ 
Die 
n ihre 
riefen 
ie ihr 
ien zu 
sleine 
it von 
ange⸗ 
id sie 
nmer 
ägt!“ 
naus⸗ 
ngen, 
die 
Halse 
ge⸗ 
·täu⸗ 
Die 
Luft wird dick und warm von der Menschenmasse und 
den brennenden Lichtern. 
Plötzlich, indem einige Wagen in die duntle Quer⸗ 
straße hineinbogen, gewahrte ich, gerade vor mir, meine 
heiden Masken. Die Lichter des Herrn im Schlaf—⸗ 
rocke waren ausgelöscht, aber das junge Blumen-— 
mädchen hielt einen Strauß von brennenden Lichtern 
an ein gewiß vier bis fünf Ellen langes Rohr ge— 
bunden, hoch in der Luft. Sie lachte laut vor Freude 
bei jedem vergeblichen Versuche, mit den an Stöcken 
gebundenen Taschentüchern hinaufzureichen, und der 
Herr im Schlafrocke überschüttete Jeden, der sich zu 
nahen wagte mit Confetti. Ich ließ mich nicht ab— 
schrecken; wie ein Blitz war ich schnell hinten auf 
dem Wagen und faßte, obgleich ich ein flehendes: „O 
nein, nein!“ hörte und von ihrem Begleiter mit den 
Gypskugeln, und zwar nicht schonend, überhäuft wurde, 
das Rohr fest an, um, es herabbiegend, die Lichter 
auszulöschen; allein es zerbrach in meinen Händen 
und der strahlende Strauß fiel, unter dem Jauchzen 
der Menge, zur Erde nieder. 
„Pfui, Antonio!“ rief das Blumenmädchen; es 
drang mir bis in das innerste Mark hinein, denn 
es war Annunziata's Stimme. Sie warf mir alle 
Confetti und den Korb dazu in's Gesicht. In meiner 
Ueberraschung sprang ich herab und der Wagen rollte 
vorwärts, allein ich gewahrte einen Blumenstrauß als 
ein Versöhnungszeichen auf mich zufliegen; ich ergriff 
ihn in der Luft und wollte ihnen nach; aber es war
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.