Full text: Gesammelte Märchen

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Der Schatten. 
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genau darauf Acht gegeben hätte, so hätte er es deutlich 
sehen können, wie der Schatten gerades Weges durch die 
halbgeöffnete Altanthür des gegenüberliegenden Hauses in 
demselben Augenblicke hineinging, wo der Fremde in seine 
Stube zurückkehrte und den langen Vorhang herabfallen ließ. 
Am nächsten Morgen ging der gelehrte Mann aus, um 
saffee zu trinken und die Zeitungen zu lesen. „Was ist das?“ 
sagte er, als er in Sonnenschein kam. „Ich habe ja keinen 
Schatten mehr! So ist er also wirklich gestern Abend fortgegan⸗ 
gen und nicht zurückgekommen; das ist ja recht verdrießlich!“ 
Und das ärgerte ihn; aber nicht so sehr deswegen, weil 
der Schatten fort war, sondern weil er wußte, das es eine 
Geschichte gab von einem Manne ohne Schatten; — alle 
Leute zu Hause kannten ja diese Geschichte; und kam nun der 
gelehrte Mann nach Hause und erzählte seine eigene Geschichte, 
so würden sie sagen, daß das nur eine Nachäffung von ihm 
sei: und das hatte er nicht nöthig, von sich sagen zu lassen. 
Er wollte daher gar nicht davon sprechen, und das war 
vernuünftig von ihm gedacht. 
Am Abend ging er wieder auf seinen Altan hinaus; 
das Licht hatte er zwar hinter sich gesetzt, denn er 
wußte, daß der Schatten stets seinen Herrn zum Schirm 
haben will; aber er konnte ihn nicht herauslocken. Er 
machte sich klein, er machte sich lang; aber da war kein 
Schatten, da kam kein Schatten. Er sagte: „Hm, Hm!“ 
aber das half gar nichts. — 
Das war aͤrgerlich; aber in den warmen Ländern 
waͤchst Alles so geschwind, und nach Verlauf von acht 
Narchen. 31
	        
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