Full text: Gesammelte Märchen

264 Die Galoschen des Glücks. 
Ploötzlich ertönten Trommeln und Pfeifen; Fackeln 
leuchteten hell. Der Justizrath stutzte und sah nun einen 
sonderbaren Zug vorbeiziehen. Zuerst kam ein ganzer Trupp 
Trommelschläger, die ihre Instrumente recht artig bearbei⸗ 
teten; ihnen folgten Trabanten mit Bogen und Armbrüsten. 
Der Vornehmste im Zuge war ein geistlicher Herr. Er⸗ 
staunt fragte der Justizrath, was das zu bedeuten habe, 
und wer der Mann sei. 
„Das ist der Bischof von Seeland!“ 
„Mein Gott, was fällt dem Bischof ein?“ seufzte der 
Justizrath und schüttelte mit dem Kopf. Der Bischof 
konnte es doch unwoalich sc Daeber grübelnd, und ohne 
zur Rechten ode— 4 der Justizrath durch 
die Oststraße r ickenplatz. Die Brücke, 
die nach dem Ciezα war nicht zu finden; er 
wurde das Ufer eines seichten Wassers gewahr, und stieß 
endlich hier auf zwei Leute, die in einem Boote waren. 
„Will der Herr nach dem Holm .uͤbergesetzt werden?“ 
fragten sie. 
„Nach dem Holm hinüber?“ sagte der Justizrath, der 
ja nicht wußte, in welchem Zeitalter er sich befand. „Ich 
will nach Christianshafen in die kleine Torfstraße!“ 
Die Leute sahen ihn an. 
„Sagt mir nur, wo die Brücke ist!“ sagte er. „Es 
ist schandlich, daß hier kerne Laternen angezündet sind; auch 
ist ein Schmutz, als ain-. man in einem Sumpf!“ 
Je laͤnger er mit den Bootsmaͤnnern sprach, desto un⸗ 
verständlicher waren sie ihm.
	        
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