Full text: Gesammelte Märchen

Die Galoschen des Glücks. 
IJ. Ein Anfang. 
In einem Hause in Kopenhagen, nicht weit vom Königs⸗ 
Neumarkt, hatte man eine Gesellschaft, eine sehr große Ge⸗ 
sellschaft versammelt, um von den Eingeladenen wieder Einla⸗ 
dungen zu erhalten. Die eine Hälfte der Gesellschaft saß schon 
an den Spieltischen, die andere Hälfte erwartete das Resul⸗ 
tat von dem „Was wollen wir denn nun anfangen?“ der 
Wirthin. So aieit war man, und die Unterhaltung fing an, 
einigermaßen in Gang zu kommen. Unter Anderm fiel 
auch die Rede auf das Mittelalter; Einzelne hielten es für 
weit interessanter, als unsere Zeit; ja, Justizrath Knap 
vertheidigte diese Meinung so eifrig, daß die Frau vom Hause 
sogleich zu seiner Partei übertrat; und beide eiferten nun 
gegen Oersted's Abhandlung im Almanach über alte und 
neue Zeiten, worin unserm Zeitalter im Wesentlichen der 
Vorzug gegeben wird. Der Justizrath betrachtete die Zeit 
des Dänenkönigs Hans) als die edelste und glücklichste. 
Waͤhrend Dies der Stoff der Unterhaltung war und 
dieselbe nur augenblicklich durch die Ankunft einer Zeitung 
anterbrochen wurde, welche nichts enthielt, was zu lesen 
der Mühe werth gewesen wäre, wollen wir uns in das 
Vorzimmer hinaus begeben, wo die Maäntel, Stöcke und Galo⸗ 
schen Platz gefunden hatten. Hier saßen zwei Mädchen, ein 
) Gestorben 1513. Mit Christine, Tochter des Kur⸗ 
fürsten Ernst von Sachsen, vermählt.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.