Full text: Newspaper volume (1934, Bd. 4)

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127. Jahrgang. 
N,^lg«proke! Ausgabe ^ Reichsmark 1.75 monatlich; Ausgab« 8 einfchl. Illustrierte Wochenbeilage 
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schönste Spende. 
3um Führer geholt 
r ^iu Tage dor nationalen Solidarität ließ 
r Führer eiiiinc- Sammler und Sammlerin 
nen 
>ei Reichskanzlei bitten, um ihnen auch 
^ m Scherflein zu übergeben. 
ņizoollc Episode vom großen Sammel- 
ê ş" schreibt die „Deutsche Zeitung", ist das 
^lehnis einer Sängerin des „Deutschen 
Kernhauses", über das die Ueberschrift „Die 
! Inde^des Führers" gestellt werden könnte. 
h.Tske Sängerin war A n i t a G u r a. Auch sie 
.Zte sich, ebenso wie andere Mitglieder des 
Deutschen Opernhauses" für die Sammel- 
^işOn zur Verfügung gestellt und stand nun, 
st î?cr Sammelbüchse bewehrt, an der Ranke- 
d« Die Sammelzeit war beinahe vorüber, 
w,?at ein Herr auf sie zu, fragt sic nach „Nam' 
Art" und bat sie, mitzukommen, 
e bestiegen ein Auto und fuhren davon. 
Dyiiîn? Zunächst zu einer anderen Haltestelle, 
^ûrfir îvurde Hans Stüwe „eingeladen". 
Häş er, hielten sic noch zweimal, und Trude 
Şek.e.ļ i n und Lucie Englisch stiegen ein 
E sum Ziel. Vierfaches gewaltiges Er- 
sst^ņen, denn die Fahrt endete vor dem 
sth»^kanzlerpalais. Am Portal standen auch 
ì ŞS.-Oberfûhrer Schaub, und Adju- 
Ņ r ü ck n e r. Beide geleiteten die An- 
iltztz Uinge durch den Vorsaal in ein Zimmer 
kru ^er trat lächelnd ein Mann ans sie zu, 
der Führer. Da es ihm nicht möglich gewesen 
sei, selbst auf die Straße zu gehen, sei er darauf 
verfallen, einige seiner Herren auszuschicken, 
damit sie ihnr einige Sammler vom Tbeater 
und vom Film herbeiholten... 
Es ist inzwischen spät geworden, Zeit, die 
Sammelbüchsen abzuliefern. Der Führer ver 
abschiedet sich herzlich von seinen Gästen, ge 
leitet sie ins Vorzimmer und läßt sie im Auto 
zu ihren Ablieferungsstellen fahren. Anita 
Gura, die sich vor Freude kaum fassen kann, 
erzählt dort von ihrem Erlebnis. „Und sogar 
einen Hunderter hat er gespendet." — „Einen 
Hunderter?" meint spöttisch der Herr, der in 
zwischen ihre Sammelbüchse geöffnet hat, und 
halt ihr den gerade entnommenen Schein vor 
die Augen. Die dritte große Ueberraschung: Es 
ist ein regelrechter Tausend marks ch ein! 
* 
Auch die in letzter Zeit bekanntgewordene 
junge Schauspielerin Ellen Bang hatte 
das Glück, zum Führer gebeten zu werden. 
Nachstehend schildert sie ihren Eindruck: 
Pünktlich 3 Uhr waren wir alle in der Film 
kammer, wurden von Carl Auen eingeteilt, 
jede Schauspielerin erhielt einen „männlichen 
Schutz", der meinige war der Produktionslei 
ter der Rota-Filmgesellschaft, Fred Lyssa, 
dann ergriffen wir unsere Sammelbüchsen und 
begaben uns an unseren Platz. Ich hatte das 
Glück Unter den Linden postiert zu sein und 
begann mit ziemlichem Herzklopfen mekne Tä 
tigkeit. Plötzlich kamen zwei Reichswehroffi 
ziere, zückten jeder 2 Mark und da war der 
Bann gebrochen. So wie ich es früher bei un 
serer SA. gesehen hatte, schüttelte ich die 
Büchse, mein Begleiter rief dazu launige 
Sprüche in die immer stärker werdende Men 
schenmenge. 
Immer schwerer wurde die Büchse, immer 
mehr Menschen gaben mit lachenden Gesich 
tern, immer lahmer wurde mein Arm, da war 
auch die erste Büchse voll. Ein vorbeikommen 
der NSV.-Mann tauschte sie gegen eine neue 
um. 
Weiter ging es langsam am Bristol vorbei 
zur Wilhelmstraße, auf einmal steht ein gro 
ßer SS.-Führer vor mir und bittet mich, um 
7.30 Uhr zur Reichskanzlei zu kommen. Gc»z 
benommen vor Freude wollte ich zusagen, als 
mir einfiel, daß ich ja um 7.30 Uhr im Thea 
ter am Schiffbauerdamm spielen sollte und 
traurig sagte ich meinen Kummer. Aber dann 
sollte ich eben um 7 Uhr kommen. Wer war 
glücklicher als ich! 
Punkt sieben Uhr betrat ich die Reichskanz 
lei, mein Begleiter mußte sich im Vorraum ge 
dulden, dann stand ich mntterseelenallein dem 
Führer gegenüber. Das Herz schlug mir bis 
zum Halse, aber sofort kam er aus mich zu, und 
mit der ihm eigenen gewinnenden Liebens 
würdigkeit lud er mich zum Nähertreten ein. 
Dann spendete er mir in die Büchse einen 
Schein, erkundigte sich nach meinem Sammler 
glück, erfuhr von der heldenmütigen Verteidi 
gung meines Sammelpartners und ließ diesen 
darauf auch zu sich bitten. 
Dann wurde uns ein kleiner Imbiß gereicht, 
der eine Wohltat nach dem Menschensturm 
war. Die ganze Zeit durfte ich mit dem 
Führer plaudern, dann ging die Tür auf und 
Ministerpräsident Göring kam voll strah 
lender Laune herein, rief, daß er schon zehn 
Sammelbüchse;, voll hätte und daß er gleich 
noch einmal loSgehc» wolle; dann wurde noch 
schnell photographiert und meine Zeit war lei 
der um. Der Führer stellte mir seinen Wagen 
zur Verfügung, worüber ich ganz fassungslos 
vor Stolz war, dann verabschiedete er mich mit 
herzlichen Worten und ich kam, von zwei ŞS-- 
Männern begleitet, ins Theater, während 
mein „Adjutant" ins Ministerium ging und 
meine Büchse leerte. 
Am Sonntag rief er mich an und teilte mir 
das Ergebnis mit: 1110,60 RM. 
Also hat mir der Führer 1000 Mark gespen 
det. 
Es kommt mir heute alles wie ein Märchen 
vor. 
* 
Die holländische Presse 
zum Tag der nationalen Solidarität. 
Die holländische Presse widmet dem Tag der 
nationalen Solidarität in Deutschland längere 
meist sehr anerkennend gehaltene Betrachtun 
gen. Der Berliner Berichterstatter des „Tele- 
graaf" spricht z. B. von einem „vorzüglichen 
Einfall von Dr. Goebbels", der dem großen 
Winterhilfswerk neuen Auftrieb gegeben habe. 
Der Tag der nationalen Solidarität sei zu 
einem eindrucksvollen Erfolg für die deutsche 
Volksgemeinschaft geworden. Die Nationalso 
zialisten verständen die Kunst, eine ernste An 
gelegenheit auf originelle und humorvolle 
Weise durchzuführen. 
Der ÄkiedenswMe des Führers. 
f! 
stlt àfem Tage zu begegnen sie gewiß 
"Ņ^^wartet hätten — der Führer... 
Eine spanische Artikelserie über Hitlers Kampf und Sieg. 
DNB. 
bine Damen" — sagte der Führer — „ich 
Vh i e öu mir gebeten..." Und erzählte 
>iî.? öaß er ursprünglich b e ab sich 
re re şi.tte, selb st zu sam m e ln. Aber 
swagung, daß in diesem Falle vielleicht 
zu starke Verkehrsstörung eintreten 
Habe ihn bewogen, die Absicht fallen zu 
Er greift in die Brusttasche und steckt 
der Sammelbüchsen einen Geldschein. 
^sK?bfangene Blick der noch immer Ueber- 
şritzģerkennt flüchtig auf dem Schein eine 
ÎJetff n & einige Nullen. Zeit zu größerer Auf- 
^e^ntkeit für die Spende läßt ihnen der 
^ Ir nicht. „Sie sind müde und durchfro- 
müssen sich stärken", sagt er und gehl 
^stzasîņ?en Eßsaal. Neue Ueberraschung. Im 
^ ritt ihnen Dr. Goebbels enrgegen 
Äfu Tisch sehen sie andere, ihnen bekannte 
Lein Riefenstahl ist da, Max 
ìng, Anny Onöra, Charlotte 
Karl Auen, Ida Wüst, Maria 
ler, von der Staatsoper ferner Erna 
■ Iji 1 usw., im ganzen etwa 30 Gäste. 
^Ş'ltIebbels selbst weist den Ankommenden 
Nie* sttt ' öir Befangenheit verliert sich, die 
ì şşhg legt sich. Eine lebhafte Unterhal- 
^ginnt, herzlich und freundlich plaudert 
Madrid, 8. Dez. Tie Madrider Zei 
tung „ABC" bringt einen Artikel, der die Be 
hauptung der sogenannten Weltpresse, Hitler 
wolle den Krieg, ad absurdum führt. Hitler 
habe, so führt das Blatt aus, in den drei Fül 
len, die eine akute Kriegsgefahr in sich getra 
gen haben, nämlich der Korridor-Frage, den 
Vorgängen in Oesterreich und beim Saar 
problem seinen ehrlichen Friedenswillen voll 
auf bewiesen. Seiner Geschicklichkeit sei die 
Lösung der Spannungen mit Polen zu danken. 
Ebenso habe er ganz wesentlich dazu beigetra 
gen, die Ereignisse in Oesterreich in fried 
lichem Sinne zu lösen. Wenn das Schicksal 
dem deutschen Kanzler auch hinsichtlich der 
Saar wieder eine enorme Verantwortung 
aufgeladen habe, so habe er gezeigt, daß er als 
echter Frontsoldat sich nicht von den Draht 
ziehern lahmlegen lasse. Auch die schmutzigsten 
Schachzüge der durch den Vertrag mit Ver 
sailles geschaffenen Diplomatie „neuen Stils", 
die sich bemüht habe, Hitler als den Sünden 
bock hinzustellen, könnten ebenso wenig wie 
die marxistischen Verbrechen, die separatisti 
schen Machenschaften, das Bestechungsgelü und 
der üble Versuch, die Religion zur Verdeckung 
eines glatten Verrates zu benützen, verhin 
dern, daß Hitler auch dann, wenn sich noch 
irgendwelche unvorstellbaren Schwierigkeiten 
hinsichtlich der Rückkehr der Saar ergeben soll 
ten, nicht unr materiell, sondern auch moralisch 
das Spiel gewinnen werde. Der Krieg werde 
also auch dieses Mal nicht ausbrechen. Sollte 
es doch einmal zu blutigem Kampf kommen, 
dann könne dies nur in dem Sinne eines ge 
rechten Aufstandes aller unterdrückten und 
zerstückelten Völker Europas sein, eines Aus- 
standes aller jener Menschen, die heute Hunger 
litten und im Unglück der Arbeitslosigkeit 
lebten, weil ein Geheimverband in das In 
strument einer Lüge verwandelt worden sei. 
* 
Die Madrider Zeitung „Jnformaciones" 
kündigte in.ihrer Donnerstagausgabe auf der 
ersten Seite das Erscheinen einer Artikelserie 
ihres Mitarbeiters Frederico de Urrutia an 
über: „Hitlers Sinn und Recht. — Deutsch 
land, Europas Festung gegen die bolschewisti 
sche Invasion. — 14 Jahre Kampf für die 
Zivilisation". 
In der Freitagsnummer des Blattes wird 
nun der erste dieser angekündigten Aufsätze 
mit dem Untertitel „Arier und Juden" ge 
bracht, in dem der Journalist in glänzender 
Stilgewanötheit, der man die innere Ueber 
zeugung voll und ganz anmerkt, den heroischen 
Kampf des im Kriege besiegten und ausgehun 
gerten Deutschlands schildert, über das die bol 
schewistische Meute herfiel, um Europa zu ver 
nichten. 
Wörtlich wird ausgeführt: „Furchtbarer und 
entsetzlicher als in einem anderen Teile der 
Welt traf die bolschewistische Hydra auf 
Deutschland. Tie internationalen Marxisten 
und ihre Anhänger glaubten — nicht ohne 
Grund —, aus jedem Germanen, der auf dem 
Schnee des Berliner Tiergartens nahe daran 
war, Hungers zu sterben, und aus jedem Pro 
letarier, der im Hamburger Nebel dem quä 
lenden Elend anheimfiel, einen revolutionä 
ren Soldaten im Dienste Karl Marx machen 
zu können. Jeder notleidende Student sollte 
mit dem Versprechen auf ein paar Stückchen 
Brot, das ihm die Nachkommen Davids mach 
ten, zum Verräter am Vaterland werden. Und 
so begann der wildeste und erbittertste Kampf 
unserer Epoche. Aber in Hitler erwachte ein 
Mann, der diese rote Flut in ihre Grenzen 
zurückwies: Deutschland hat nicht für sich 
allein gekämpft, sondern fühlte sich als Ban 
nerträger sämtlicher christlicher Nationen des 
Okzidents im offenen Kampf gegen den Kom 
munismus. Die jüdische Marxisten-Jnter- 
nationale erlitt in Deutschland eine Nieder 
lage. Die Weltrevolution blieb vereitelt. 
Geist, Ehre, Moral hatten auf der einen Seite, 
Bestialität, Ehrlosigkeit auf der anderen Seite 
gekämpft. Hitler ist der Sieger. Jedes zivili 
sierte Wesen mutz ein „Hurra" auf diesen Sieg 
des Nationalsozialismus ausbringen". 
im
	        
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