Full text: Newspaper volume (1934, Bd. 4)

Räteunion sowie der Ausbau der 
WŞM 
rafftiBt®, 
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àşM- 
vvcuoergepenöe Stzlietzung 
von Geschäften 
wegen Nichtbeachtung öer Preisverorönung. 
Dänische Zesestigung des Seresundes? 
„Dagens Nyheöer" wissen zu melden, daß 
Las dänische Küstenverteidigungskommando 
dem Marineministerium den Vorschlag ge 
macht hat, an dafür ausersehenen Punkten des 
Deresunds Befestigungen zu errichten und 
diese mit den 24-Zentimeter-Geschützen zu be 
stücken, die infolge des Abwrackens öer alten 
Küstenpanzerschiffe „Olfert Fischer" und „Her- 
luf Trolle" verfügbar werden. 
Vor dem Hûsfîtiïï 
der ägyptischen Regierung. 
DNB. London, 3. Nov. Wie Reuter aus 
Kairo meldet, erwartet man dort für Diens 
tag den Rücktritt des Kabinetts, öer vom Kö 
nig so gut wie sicher angenommen werden 
dürfte. Wie öer Reuterkorrespondent ans 
glaubwürdiger Quelle erfahren haben will, 
erklärt der Ministerpräsident in seinem Rück 
trittsschreiben, er sei zu seinem Entschluß ge 
zwungen durch die Einmischung des britischen 
Oberkommissars. 
Ein neuer Stavisky-Sknnhal 
in Frankreich? 
DNB. Paris, 4. Nov. Das rechtsstehende 
Abendblatt „La Presse" weiß zu berichten, daß 
eine gerichtliche Untersuchung über eine 
größere Unterschlagung im Departement Nord 
im Gange sei. Es handle sich um eine Finan 
zierungsgesellschaft, die sich ursprünglich nur 
mit der Zuckerindustrie und dem Zuckerhandel 
befassen sollte, sich aber später in größere 
Grundstücksangelegenheiten eingelassen habe. 
Die Leitung dieser Gesellschaft hatte ein ehe 
maliger Admiral. Stellvertretender Vorsitzen 
der und die eigentliche Seele des Unterneh 
mens sei ein gewisser Charles Levy, der Paris 
kürzlich unter besonderen Umständen verlassen 
und die Gesellschaft mit einem Fehlbetrag von 
etwa 200 Millionen Franken festgefahren habe. 
Die Gesellschaft stehe im Verdacht, sich ihre 
Mittel durch Ausgabe von falschen Abschnit 
ten der Bons für die „befreiten Gebiete" ver 
schafft zu haben. Es handelt sich um denselben 
Charles Levy, der zusammen mit dem früheren 
Kabinettschef von Chautemps, Dubois, eine 
Gesellschaft zur Finanzierung der „Nationalen 
Ausrüstung" gegründet habe, die im Zusam 
menhang mit den während des Staviskykrachs 
erhobenen Angriffen aufgelöst worden sei. 
Hamburger Hochverräter abgeurteilt. 
Vor dem Volksgerichtshof in Berlin hatten 
sich zwei Hamburger Kommunisten zu verant 
worten. Ihnen wurde vorgeworfen, geheime 
Beziehungen zu der berüchtigten Berliner 
Paßfälscherzentrale der KPD. aufrecht erhalten 
zu haben. Der 30jährige Hauptangeklagte 
leistete nicht nur gelegentlich Kurierdienste für 
diese Zentrale, sondern nahm auch den Auftrag 
an, in Hamburg eine Geschäftsstelle einzurich 
ten, damit die KPD. auch dort die Möglichkeit 
besaß, ihre Funktionäre mit falschen Papieren 
auszurüsten. So konnte ihm nachgewiesen wer 
den, daß mindestens fünf gefälschte Geburts 
urkunden durch seine Hände gegangen sind. Der 
Mitangeklagte, der 31jährige Alfred Zahn, dem 
eine direkte Beteiligung an den Fälschungen 
nicht nachzuweisen ist, hat sich dadurch strafbar 
gemacht, daß er seine Adresse dem Willisch als 
Deckadresse für dessen hochverräterische Tätig 
keit zur Verfügung stellte. Er unterhielt in 
Hamburg eine kommunistische Bücherstube. 
Das Gericht verurteilte Willisch wegen Bei 
hilfe zur schweren Urkundenfälschung in Tat 
einheit mit Vorbereitung zum Hochverrat zu 
fünf Jahren Zuchthaus. Der Mitangeklagte 
Zahn wurde wegen Vorbereitung zum Hoch 
verrat mit zwei Jahren Gefängnis bestraft. 
Angarn, Oesterreich und Statten, 
DNB. Kassel, 5. Nov. Auf Grund des Er- 
lasies des Preußischen Ministerpräsidenten 
Letreffend Preissteigerung sind in Kassel a« 
Montag eine Anzahl von Fleischereibetriebe» 
und Kolonialwarengeschäfteu vorübergehend 
geschlossen worden, weil festgestellt wurde, daß 
sie die Preisverordnung nicht beachtet hatten. 
Nach Abstellung der Mängel werden die Ge 
schäfte wieder geöffnet. 
Auch in Fulda sind einige Metzgereien, bei 
denen unberechtigte Preissteigerungen fest 
gestellt wurden, bis auf weiteres geschloffen 
worden. 
Eine Reise nach Nom. 
Frankreich unsichtbar im Hintergrund. 
Wegen ungerechtfertigter Preissteigerung 
fünf Fleischergeschäste im oberschlesischen 
Industriegebiet polizeilich geschlossen. 
DNB. Gleiwitz, 5. Nov. Der Polizeipräsident 
gibt bekannt: Im Verfolg des Erlasses des 
Preußischen Minsterpräsidenten über unge 
rechtfertigte Preissteigerungen habe ich am 
5. November in Hindenburg einen Fleischerei 
betrieb und in Beuchen vier Fleischereibetriebe 
polizeilich geschlossen, weil die Geschäftsinha 
ber sich geweigert haben, den aufgrund der 
Verordnung des Reichskommissars für Preis 
überwachung getroffenen Anordnungen des 
Regierungspräsidenten vom 23. Oktober 1934, 
Preisverzeichnisse in den Schaufenstern auf 
zuhängen, nachzukommen. 
Der ungarische Ministerpräsident Gömbös 
hat sich abermals entschlossen, nach öer Ewigen 
Stadt zu reisen, um dort die Wünsche und 
Nöte seines Landes vorzubringen. Er ist im 
Palazzo Venezia nicht nur ein bekannter, 
sondern auch ein gerngesehener Gast. Schon 
seit einer Reihe von Jahren werden in Rom 
die ungarischen Belange in einem Maße ver 
treten, das sich merklich von der diplomatisch 
nüchternen Art unterscheidet, die zumeist das 
Verhältnis der einzelnen europäischen 
Staaten untereinander kennzeichnet. 
Es kann auch keinem Zweifel unterliegen, 
daß Mussolini sein Möglichstes tun wird, 
um dem hohen Gast soweit wie nur irgend 
möglich entgegenzukommen. Im Donaubecken 
herrscht noch immer politische Spannung und 
Unsicherheit. Auch öer Nachfolger des Bundes 
kanzlers Dollfuß ist noch nicht der Frage ent 
hoben, wie er der andrängenden Schwierig- 
keiten Herr werden und vor allem die Selb 
ständigkeit Oesterreichs, die sich immer mehr 
als eine Utopie erweist, sichern soll. Nicht 
umsonst hat Ministerpräsident Gömbös auf 
seinem Abstecher nach Rom für kurze Zeit in 
Wien geweilt. Es lag ihm daran, vor seiner 
Aussprache mit dem Duce Gewißheit über 
verschiedene Fragen, die nur Oesterreich be 
antworten kann, zu erhalten. Unter anderem 
wird er Herrn Schuschnigg um Auskunft ge 
beten haben, ob es zutreffe, daß die österreichi 
sche Regierung mit Paris in Unterhandlun 
gen wegen Abnahme größerer französischer 
Getreidemengen stehe. 
Gömbös wird, falls diese Meldung zutreffen 
sollte, mit Recht Mussolini gegenüber darauf 
hinweisen können, daß eine solche Haltung nicht 
mit den römischen Protokollen im Einklang 
stehe, und daß auch die stärksten kulturellen 
Bindungen zwischen Budapest und Wien, die 
noch weiter ausgebaut werden sollen, nicht den 
Agrarüberschuß Ungarns zu beseitigen im 
stande seien. Vermutlich wird er in diesem 
Zusammenhang auf den Einfluß hinweisen, 
den Italien in sonstigen Fragen auf Wien 
schon auszuüben imstande ist, und den es noch 
zu verstärken sich ständig bemüht. Die italie 
nische Regierung sieht sich also in der nicht ge 
rade bequemen Lage, entweder einen sanften 
Druck ans ihre Wiener Freunde auszuüben 
oder aber zu weiteren wirtschaftlichen Zu 
geständnissen Ungarn gegenüber sich herabzu 
lassen. Bei öer gewiß nicht rosigen Lage der 
eigenen Landwirtschaft wird aber Italien kaum 
imstande sein, ungarischen Weizen oder sonstige 
Agrarprodukte über das bisherige Maß hin 
aus aufzunehmen. 
Der Ehrgeiz des faschistischen Italiens geht 
dahin, die volle qualitative und quantitative 
Gleichberechtigung mit Frankreich zu erlangen 
und gleichzeitig es zu zwingen, seinem Kolo 
nialdrang nicht ständig Hindernisse in den Weg 
zu stellen. Auf der anderen Seite hat sich Nom 
mit seiner Donau-Politik so festgelegt, daß es 
kaum im Sinne Frankreichs auf Ungarns Re 
visionswünsche einzuwirken vermag. Solange 
die chronische Spannung zwischen Italien und 
Südslawieu nicht beseitigt ist, die durch die letz- 
Englische Pläne in Skandinavien. 
Ak MM« Dil MM gm WM 
„Het Vaderlanö" veröffentlicht interessante 
Informationen über die Skandinavienreise 
des Lorösiegelbewahrers Eden. Das Blatt ist 
der Meinung, daß die Reise von weit größerer 
Bedeutung gewesen sei, als es die englische 
Presse dargestellt habe. Eden habe nicht mehr 
und nicht weniger versucht, als Dänemark, 
Schweden und Norwegen auf dem Umwege 
über eine Wirtschafts- und Baluta-BerstündU 
gung zum politischen Zusammengehen mit 
Großbritannien zu gewinnen und hierdurch 
diese drei Staaten in das englische Verteidi 
gungssystem einzubeziehen. 
Die Politik des Foreign Office gegenüber 
Dänemark, Schweden und Norwegen ergebe 
sich aus dem Scheitern der Abrüstungsver- 
hanölungen. In England müsse jetzt die pazi 
fistische Ideologie als Grundlage der Außen- 
und der Militärpolitik offiziell als endgültig 
erledigt gelten. Kennzeichnend hierfür sei der 
wachsende Einfluß öer Tories in der Regie 
rung. In den nordischen Staaten habe man je 
doch noch nicht auf die Ideen von Genf ver 
zichten wollen. Die Stellung des Völkerbun 
des sei durch den Zutritt Sowjetrußlands voll 
kommen verändert. Von diesen Gesichtspunk 
ten aus müsse die Reise Edens bewertet wer 
den. Die gegenwärtige britische Regierung sei 
fest entschlossen, ihre Militärpolitik im Inter 
esse der Verteidigung des Imperiums zu ak 
tivieren. Hierbei wolle sie sich die Mitarbeit 
der Nordstaaten sichern. In diesem Zusam 
menhang seien die Pläne zur Verstärkung der 
zu Finnland gehörenden Aaland-Jnseln im 
Bottnischen Meerbusen als Bollwerk gegen 
ten Ereignisse eher noch eine Verschärfung er 
fahren hat, braucht es Budapest als natürlichen 
Gegenspieler gegen Paris. 
* * * 
Las Mrseiller Attentat 
angeblich ansgektärt. 
Belgrad, 8. Nov. Die halbamtliche „Breme" 
hält das Marseiller Verbrechen für vollkom 
men geklärt. Dem Blatt zufolge soll die Un 
tersuchung einwandfrei festgestellt haben, daß 
Pawelitsch, der Chef der Terroristenorganisa 
tion, den Auftrag zur Ermordung des Königs 
Alexander gegeben habe. Ferner habe der in 
Wien verhaftete Oberstleutnant Pertschewitsch 
auf Janka-Puszta durch das „Schwarze Los" 
eine Gruppe von drei Mann bestimmt, die den 
Befehl zum Anschlag erhalten hätten. Der 
Haupttäter, Georgieff, sei jedoch von Pawe 
litsch ausgewählt worden. Er sei aus Italien 
nach Zürich gekommen, und zwar in Gesell 
schaft von Kwaternik, wo die beiden die ans 
Ungarn kommende Gruppe erwartet hätten. 
Kwaternik habe au die Terroristen Geld und 
Waffen verteilt; die Waffen seien in Triest bei 
der Firma Angelini u. Bernardon gekauft 
worden. Die italienische Polizei habe dies zu 
gegeben. Dieselbe Waffeufirma habe seit jeher 
mit Pawelitsch wegen der Ausrüstung der süd 
slawischen Aufständischen in Verbindung ge 
standen, die in verschiedenen Lagern in Italien 
und Unarn untergebracht gewesen seien. 
* -i- * 
Zahlen, die sprechen! 
In der letzten Zeit ist erfreulicherweise im 
mer häufiger von Ausländern die Ansicht ge 
äußert worden, daß Deutschland in der Be 
kämpfung öer Arbeitslosigkeit die besten Er 
folge in der Welt auszuweisen hat. Während 
die Weltarbeitslosigkeit im Juni 1934 noch 
mit 20,5 Millionen geschätzt wurde, nimmt 
man für den September eine Zunahme um 
rund eine Million an. Dieser Verschlechterung 
steht für die gleiche Zeit in Deutschland eine 
weitere Verminderung des Arbeitslosenhee 
res um etwa acht Prozent gegenüber. Ein 
Vergleich öer deutschen Ziffern mit denen 
wichtiger ausländischer Staaten zeigt das 
gleiche Bild. Vom Januar bis zum Juli 1934 
verringerte sich die Arbeitslosigkeit in Italien 
um 23,4 Prozent, in Kanada um 11,8 Prozent, 
in Grotz-Britannien um 10,2 Prozent, in den 
Vereinigten Staaten um 8,4 Prozent und in 
Frankreich um 3,6 Prozent. In öer gleichen 
Zeit konnte Deutschland im Kampf gegen dis 
Arbeitslosigkeit eine Verminderung des Ar 
beitslosenheeres um 33,7 Prozent nachweisen. 
P H P 
Tragische Störung einer Hochzeitsfeier. 
Zwei englische Fliegeroffiziere, die als Gäste 
zu einer Hochzeitsfeier geladen waren, woll 
ten, wie aus London berichtet wird, dem 
Brautpaar eine besondere Aufmerksamkeit er 
weisen. Sie stiegen mit ihrer Maschine auf, um 
während des Kirchgangs aus der Luft Konfetti 
abzuwerfen. Unweit der Kirche stürzte die Ma 
schine ab und ging in Flammen auf. Die Flie 
ger sind tot. 
tzMmļķsi üb 8. November. . 
DNB. München, 5. Nov. Die NSK- 
fentlicht folgende Bekanntmachung de- * 
Vertreters des Führers, Rudolf Heß' ^ 
Am 9. November 1934, dem Reichst*«« t 
der NSDAP., gedenkt die Bewegung ff. 
Toten. Aus diesem Grunde setzen alle D 
stellen der Partei ihre Flaggen auf H« 
Die Parteigenossenschaft und Beiş , 
werden aufgefordert, die Beflaggung 
cher Weise vorzunehmen. 
Ser Führer # 
besucht den erkrankten Reichswehr!« 
DNB. Dresden, 5. Nov. Der Führer 
am Montagmittag auf dem „Weiße« 1 
bei Dresden dem erkrankten ReiĢ' .^g 
minister Generaloberst von Blomberg , i 
etwa halbstündigen Besuch ab. Genem 
von Blomberg befindet sich auf dem 
Besserung. Dein Befinden ist sehr gut 
Bestätigtes Todesurteil. 
Die Revisionen ^ 
im Prozeß wegen der Ermordung Horst ^ 
als unbegründet verworfen. ^ 
DNB. Leipzig, 5. Nov. Der Zweite * jji 
sen at des Reichsgerichts hat am 
Revisionen öer im zweiten Horst-Wech^j« 
zeß am 15. Juni vom Schwurgericht 
wegen Mordes zum Tode verurteilte«■ 
Eppstein und Hans Ziegler eiitrjj»' 
dem Antrag des Reichsanwalts als uşşs^jj 
det verworfen. Die Todesurteile 
rechtskräftig geworden. Durch die Entsķ^it- 
des Senats ist auch das Urteil gegen be« ^ 
ten Beschwerdeführer Peter Stoll, 
das Schwurgericht wegen Beihilfe 3 ltstt 'j, 
auf siebeneinhalb Jahre Zuchthaus «« 
Jahre Ehrenrechtsverlust erkannte, bei 
worden. 
Rotter alias Schare 
in Frankreich verhaftet. 
Deutscher Austieserungsanirss- ^ 
DNB. Paris, 6. Nov. lEig. FunkmeAşş 
In einem Hotel in Nizza wurde der 
Staatsangehörige Dr. jur. Friedrich 
geboren in Leipzig, früher Direktor »e ^ 
Theater, aufgrund eines Auslieferung^ ^ 
ges der Reichsregierung verhaftet. 
wegen Vertrauensmißbrauchs und bet a 
scheu Bankerotte gesucht. Er verwams Ä 
gegen seine Verhaftung und behaupt*^ j 
man ihn lediglich unter einem Vorwa« 
Deutschland befördern wolle, wo er 
Namen Rotter als Beteiligter in k>e* ff p 
Rotteraffäre bekannt sei. Schale i» 11 ' 
Staatsanwaltschaft in Aix-en-Provence f 
führt, wo über den Auslieferungsam* 
schluß gefaßt wird. 
befcstiguugen, über die in der skandinavischen 
Presse in letzter Zeit so viel berichtet worden 
sei, von besonderem Interesse. 
Zusammenfassend lasse sich sagen, daß es 
sich bei Edens Reise um wichtige Sondierungen 
gehandelt habe. Die bei seinen Besprechungen 
behandelten Probleme seien kennzeichnend für 
den neuen Kurs der englischen Außenpolitik. 
Papagei als Vandilenschre^ 
• DD. Berlin, 5. Nov. Bei einer 
Greisin in Schöneberg, einer Hansom» 
die bei der Winterhilfe einen Unterstn^gķ 
antrag gestellt hatte, erschien ein etwl! ^ 
Mann und erklärte, im Aufträge der » # 
Hilfe bei ihr Nachprüfungen anstellen 
len. Kaum, daß er die Zimmertür 
hatte, fiel der Unbekannte über die 
walterin her, streckte sie durch Schlägt 
Kopf nieder und versuchte, ihr eine» 
in den Mund zu stecken. Die GreisinJ 
zur Wehr. Infolge des Lärms wşş 
Zimmer befindlicher Papagei aufgŞ 
begann laut zu kreischen, so daß «er ^ 
offenbar annahm, es befinde sich ? 
Person in der Wohnung. Schleumm ,ß i» 
von seinem Opfer ab und flüchtete - 
Kopf. 
Politischer Kurzsunb von heute. 
In Madrid verhaftet wurde die Sonder 
berichterstatterin des Pariser „Oeuvre", Frau 
Simone Tery. Sie wurde von der Pressetri 
büne der Cortes nach dem Kriegsministerium 
und von dort zur Polizeidirektion geführt. Die 
Gründe der Verhaftung sind noch unbekannt. 
Im Streit um das Oelmonopol in Man- 
dschukuo beschloß das japanische Kabinett, Eng 
land und Amerika mitzuteilen, daß es sich in 
dieser Frage um eine innere Angelegenheit 
eines selbständigen Staates handele und daß 
außerdem Mandschukuo im Neunmächtevertrag 
nicht eingeschlossen sei, also an keine Ab 
machung gebunden wäre. 
Von der französischen Mittelmeerküste wer 
den Sturmschäden gemeldet. Im Militärwas 
serflughafen von Berre wurden vier Wasser 
flugzeuge an den Strand geschleudert, in Mar 
seille ein Arbeiter vom Dach gerissen. — Ueber 
Wolkenbruchschäden wird aus Spanien berich 
tet. 
Nachts ging das große Holzlager der Sax- 
üöbing Holzhanöelsgesellschaft auf Lolland in 
Flammen auf. Der Schaden beträgt mehr als 
350 000 Kronen. 
Gegen die Verfolgung der japanischen An 
siedler im amerikanischen Bundesstaat Arizona 
f* 
wandte sich der japanische Botschaft^ ^ 
shington, Saito. Der amerikanisch« $0 
sekretär Phillips hat zugesagt, t&jMßji 
nisten alle Schutzmaßnahmen zu 
Das Präsidium der Abrüstung 
wird am 20. oder 21. November^^r 
zeitig mit der Sondertagung des ai 
rates, zusammentreten. .. ļ.i0 U 
Zwei Todesurteile gegen Ausstn«^siff§, 
der spanische Staatspräsident unter^ffl^ 
Die übrigen zum Tode verurteilte« ^ 
öischen sind zu lebenslänglichem ^ 
gnadigt woren. % VU 
Die Aufstellung einer iefinuW* 
truppe für die Guardia Civil und dsi ^ 
einer vollständig motorisierten şş* 1 
Niederschlagung von Aufständen ist ^ , 
nischen Ministerrat beschlossen too* 0 ,i 
ist 
«erantwortllcher Hauptschrtstleitrr imd S*t aü ** t <Á 
. M. I, 
Herbertfi 
e t n a n 5 Möller. 
Stellvertreter des Hauptfchriftleiters: 
Verantwortlich für Politik: Herbert Pu>
	        
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