Full text: Newspaper volume (1934, Bd. 3)

Noröerau nach Föhr. Auf öer Höhe von Nie 
blum kam ihnen Hammers Flaggschiff „Lim- 
fiorö" unter Parlamentärflagge entgegen. 
Hammer gab an, ihm sei die Meldung zugegan 
gen, es sei ein Waffenstillstand abgeschlossen. 
Als ihm erklärt wurde, das sei nicht zutreffend, 
fuhr er mit seinem Schiff davon, nachdem er 
abermals Unterwerfung abgelehnt hatte. 
Die Landung auf Föhr 
erfolgte dann in öer Nacht zum 18. Juli bei 
Nieblum, und in der Frühe zogen die Steiri 
schen Jäger in Wyk ein. Etwas später konnten 
die Inseln Amrum, Langenetz und Gröde be 
setzt werden. Ueberall wurden sie ebenso freu 
dig wie auf Sylt begrüßt. 
Nnn war Kapitän Hammer umstellt. 
Am 19. Juli gelang es dem „Blitz", bis auf 
2 Seemeilen an die Flottille Hammers heran 
zukommen, die im für größere Schiffe unzu 
gänglichen Watt ankerte. Mittags wurde Ham 
mer nochmals zur Uebergabe aufgefordert. Er 
lehnte zunächst wieder ab. Dann rief er seine 
Offiziere zum Kriegsrat zusammen. Die Offi 
ziere stimmten dafür, daß die Kanonenboote 
versenkt, die Kanonen vernagelt und das 
Kriegsmaterial zerstört werden solle, während 
man sich mit den übrigen Schiffen ergeben 
müsse. 
Kapitän Hammer ergibt sich. 
Dieser Beschluß wurde gegen Abend ausge 
führt. Hammer ließ die Flaggen streichen und 
sein Kommandozeichen niederholen. Nachdem 
die Kanonenboote angebohrt waren, ließ sich 
Hammer mit seinem Adjutanten, Leutnant 
Holböll, nach dem „Blitz" rudern, um dort dem 
preußischen Oberstleutnant v. Sperling seinen 
Degen zu übergeben. Der „Limfjord" und die 
anderen dänischen Schiffe fuhren nach Wyk, wo 
sich 9 Offiziere und 236 Mann als Kriegsgefan 
gene meldeten. 
Der Kriegsgefangene Hammer wurde am 1. 
August gegen die nach Kopenhagen verschlepp 
ten Sylter ausgewechselt, und diesen wurde 
nach der Heimkehr mit ihren Befreiern ein 
glänzendes Dankfest bereitet. 
* * * 
àrzkuà aus Frankreich. 
Die Arbeitslosigkeit zwingt auch die franzö 
sische Regierung zu energischen Abwehrmaß 
nahmen. Man hat von Deutschland viel gelernt 
und nunmehr durch den Arbeitsminisker M a r- 
q u e t eiuen wirtschaftlichen Aufbauplan aus 
arbeiten lassen. Der Minister stellt in einer 
Rede fest, daß der Mann, öer monate- und auch 
jahrelang aus dem Arbeitsprozeß gerissen 
werde, nicht nur ein Arbeitsloser, sondern ein 
wahres Wrack sei und selbst bei einer Besse 
rung der Wirtschaftslage nicht mehr in der 
Lage sei, seinen Platz auszufüllen, den er frü 
her ausgefüllt habe. Er stelle vielmehr eine 
tote Zelle im Leben dar. Das verabschiedete 
Arbeitsprogramm bezeichnet der Minister selbst 
als ungenügend, da nicht genügend Mittel vor 
handen seien. (Aber für unsinnige Rüstungs- 
ausgaben hat man immer noch Geld.) 
Eine scharfe Absage an die Sozialisten stellt 
der Teil öer Rede des Arbeitsministers dar, 
in welchem er ausführt, daß andere Kreise seit 
einem halben Jahrhundert öer Arbeiterschaft 
eine Revolution versprachen, die sie unfähig 
seien, durchzuführen. Ihr Doktrin habe end 
gültig Bankerott gemacht — was wir übrigens 
in Deutschland schon lange festgestellt haben. 
Der französische Kriegsmarineminister Pie- 
tri ist von London zurückgekehrt und erklärt, 
daß es sich nicht um Verhandlungen über die 
Flottenkonferenz, sondern um einen freund 
schaftlichen Meinungsaustausch gehandelt ha 
be. Die englischen und die französischen An 
schauungen stimmen in den hauptsächlichsten 
Punkten überein, sagt Pietri. 
Barthvu hat im Ministerrat über seine ver 
schiedenen Reisen Bericht erstattet. Es sei ihm 
gelungen, den europäischen Frieden zu festigen. 
Unsere Ansicht haben wir darüber gestern aus 
führlich kundgetan. 
Die großen französischen Manöver sollen aus 
Ersparnisgründen nicht stattfinden. Die Divi 
sionen werden auf ihren Truppenübungs 
plätzen Uebungen abhalten. 
Das französische Paktsystem wird auch wei 
terhin von der italienischen Presse stark kriti 
siert. Man schreibt, daß die Sicherheit Europas 
unter die Kontrolle Frankreichs gebracht wer 
den soll. 
* * * 
Iüpüns Holifi! 
gsgeMer Hu|fund China. 
DNB. Tokio, 13. Juli. Der japanische Außen 
minister erklärte in einer Unterredung mit 
einem Vertreter öer „Osaka Mainichi", die 
neue japanische Regierung werde ihre Politik 
gegenüber Rußland nicht ändern. Sie hoffe, 
daß alle politischen und wirtschaftlichen Fragen 
zwischen Japan und der Sowjetunion eine 
friedliche Lösung finden werden. Was das Ver 
hältnis Japans zu China anbelangt, so betonte 
der japanische Außenminister, daß er mit der 
angebahnten Besserung der japanisch-chinesi 
schen Beziehungen sehr zufrieden sei. Hoffent 
lich werde die Krise demnächst völlig überwun 
den sein. 
, * - — 
Der polnische Außenminister Beck will sich 
am 23. Juli nach Reval begeben, um dem eft:\ 
schen Außenminister Seljamaa einen Gegen 
besuch abzustatten. 
Die MemM der europSisden Stattn 
Ş, 2. Italiens Außenpolitik. 
Der erste Artikel dieser Aufsatzreihe (Nr. 
130 v. 30. 0.) behandelte den Faschismus und 
Nationalsoialismus in öer europäischen Ent 
wicklung. Dabei ist hervorzuheben, daß der 
Nationalsozialismus als Lehre vom Blut und 
Boden mit dem eigenen auch das fremde 
Volkstum bejaht, also sein letztes Ziel darin 
erblickt, daß die Staatsgrenzen genau auf den 
Volkstumsgrenzen liegen, während dem Fa 
schismus als Mittel der Regierung zur Durch 
setzug ihrer Macht jede Vorstellung und Ach 
tung vor fremdem Volkstum fehlt, er daher 
nicht die Notwendigkeit des Aufeinanderlie- 
gens der Staats- und Volkstumsgrenzen an 
erkennt, sondern lediglich auf die Lage seiner 
Staatsgrenzen im Hinblick auf die außenpoli 
tische Sicherheit bedacht ist. Deshalb geht das 
Bestreben Italiens dahin, einen Mittelmeer 
staat zu schaffen, um als Mittler zwischen 
West- und Nordeuropa und dem Südosten ein 
bündnisfähiger Machtfaktor zu sein, d. h. das 
Zünglein der Waage in den außenpolitischen 
Geschehnissen des Abendlandes und des nahen 
Orients. Damit stößt Italien aufs schärfte 
mit den außenpolitischen Interessen Frank 
reichs zusammen, was zunächst mit dem 
Kampf um die Herrschaft im Mittelmeer zum 
Ausdruck kommt, der in Form eines gegensei 
tigen Wettrüstens geführt wird. Diese 
Tatsache allein schließt schon eine praktische Be 
jahung öer Abrüstungsfrage dieser beiden 
Staaten aus. Die zweite Erscheinung dieser 
französisch-italienischen Nebenbuhlerschaft ist 
der politische Wettlauf der beiden Länder um 
Macht und Einfluß in den Balkanländern. 
Während die sog. Kleine Entente (Süöslavien, 
Tschechoslowakei, Rumänien) als Widerstand 
gegen sowjetrussische Einflüsse geschaffen wur 
de, ging Frankreichs Außenpolitik dahin, Grie 
chenland, Südslawien und Rumänien zum 
Pufferstaat gegen Italien zu machen und so 
dessen Bestrebungen, Angelpunkt der abend- 
und morgenländischen Außenpolitik zu wer 
den, zunichte zu machen. Italien versucht nun, 
mit Bulgarien in enge Beziehungen zu treten 
und zog auch Ungarn nahe an sich heran. Es 
war durchaus nicht Mussolinis Glaube an die 
Gerechtigkeit der deutschen Sache oder seine 
Abneigung gegen den Versailler Lügenver 
trag, daß er sich von den Versaillesmächten di 
stanzierte, sondern lediglich die Balkanfrage, 
in der ihm Frankreich der stärkste und aktivste 
Rivale ist. Unter allen Umständen versuchte 
Italien, einen Bogen um den Balkan zu span 
nen und daher nun auch mit Oesterreich 
in nähere, vielleicht sogar Bündnisbeziehun- 
gen zu gelangen, während Barthvu ebenfalls 
für Frankreich ein neues Bündnissystem schaf 
fen will, indem er die Vasallenstaaten näher 
heranzieht, was ihm auch bis auf Polen, daß 
sich dank der umsichtigen Außenpolitik Deutsch 
lands ideell von Frankreich lossagte, gelingen 
wird. Dabei läßt er aber keinesfalls seinen 
Einlutz auf Oesterreich, das sich ja bekannter 
weise Frankreich gegenüber in ein Vasallen 
verhältnis begab, fallen. Dadurch ist die Bal 
kanfrage selbst zunächst in den Hintergrund 
getreten,' denn gerade Wien war für die ita 
lienische Außenpolitik neben Paris und Bel 
grad der wichtigste Stützpunkt, der nun für 
Mussolini bedeutungslos wurde, weil sich 
Dollfuß mit Haut und Haar an Frankreich 
verschrieben hatte und so Oesterreichs Autzen- 
und Innenpolitik von den Versaillesmächten 
bestimmt wird, wie es in Deutschland zur Zeit 
Scheidemanns geschah. Dollfuß ist gezwungen, 
ohne Rücksicht auf das österreichische Volk mit 
allen Mitteln seiner Macht diesen Zustand bei 
zubehalten, um so wohl sein Ende hinauszu 
schieben, es aber umso sicherer und gründlicher 
herbeizuführen. Mussolini hütete sich, seine 
außenpolitischen Pläne auf unsichere Progno 
sen aufzubauen, denn es ist nicht vorauszuse 
hen, wann und wie das Dollfuß-Oesterreich 
mit seinem Gewirr undurchsichtiger Querver 
bindungen zusammenfällt, und er überdachte 
da zunächst Italiens Stellung zu Deutschland, 
dessen außenpolitische Grundsätze in öer natio 
nalsozialistischen Lehre vom Blut und Boden 
deutlich und fest dastehen, so daß innere Kri 
sen, verbunden mit innerer Kriegsgefahr aus 
geschlossen sind. Mussolini weiß ebenfalls, daß 
der Führer irgendwelche Querverbindungen 
mit dem Auslande von irgendwelchen Inter 
essengruppen Deutschlands weder aufkommen 
läßt, noch dulden würde, er weiß aber auch, 
daß Adolf Hitler nicht in die Fehler der 
Monomanie (Einseitigkeit), wie z. B. Luöen- 
öorff in seiner von ihm vertretenen Anschau 
ung, verfallen wird und nur Geopolitik 
(Ziel: Aufeinanderliegen der Staats- und 
Volkstumsgrenzen) treibt. Adolf Hitler ist 
die Verkörperung des Willens und der Tat 
kraft seines ganzen Volkes» in dem es weder 
im Innern noch nach außenhin irgendwelche 
Jnteressenverbindungen einzelner Gruppen 
gibt, die zu politischen Ueberraschungen und 
Krisen führen könnten. 
, Russische MMsiuMWhesķelêMM 
in Enàd. 
DNB. London, 13. Juli. „Daily Herald" mel 
det, daß die Räteregierung demnächst mehrere 
Kriegsflugzeuge in England in Auftrag geben 
werde. Die führenden russischen Flieger, die 
kürzlich England besuchten, hätten der Mos 
kauer Negierung empfohlen, große Aufträge 
für Flugzengmotsren und Kriegsflugzeuge an 
England» Frankreich und Italien zu erteilen. 
Voraussichtlich würden in England Kampf 
flugzeuge, 2sitzige Bombenflugzeuge und Ma 
schinen für allgemeine militärische Zwecke be 
stellt werden. Motorenaufträge würden sich 
wahrscheinlich in erster Linie auf die bekannten 
Rolls-Royce-Kestrel-Motoren erstrecken, die 
für die schnellsten englischen Kampfeinsitzer 
verwendet werden. 
Die jlWmsche Name bchM 
2S$ Flugzeuge. 
DNB. Tokio» 12. Juli. Wie das Marinemi 
nisterium mitteilt, sind im Rahmen des Drei 
jahresplanes zur Verstärkung der Luftstreit- 
kräfte der japanischen Marine Aufträge zum 
Bau von 288 Flugzeugen erteilt worden» die 
bis 1937 fertig gestellt sein sollen. Die Kredite 
für den Bau dieses Luftgeschwaöers sind be 
reits zur Verfügung gestellt worden. 
Zer englische ZŞŞr hei M. 
DNB. Warschau» 12. Juli. Der englische 
Botschafter Erskin wurde am Donnerstag 
vom polnischen Außenminister Beck empfan- 
gen. (Ob er schon vorfühlen soll wegen des 
französischen Ostpaktes?) 
Englische Ģelehrîe 
gegen die Verleumdung des neuen 
Deutschlands. 
DNB. London, 12. Juli. Die bekannten 
englischen Historiker Raymond B a e z l e y 
und William Harbutt Dawson wenden 
sich in einer Zuschrift an den „Manchester 
Guardian" energisch gegen die Verleumdung 
des neuen Deutschlands durch manche engli 
sche Kreise. Sie verurteilen besonders die 
heutigen ungerechtfertigten Anwürfe durch die 
Propaganda-Organisation „Freunde Euro 
pas", öer u. a. Sir Austeu Chamberlain 
angehört. Die beiden Professoren schreiben u. 
a.: „Es wäre die größte Pflichtvergessenheit 
von unserer Seite, wenn wir als reisende 
Beobachter und Historiker nicht ausdrücklich 
unsere Ueberzeugung niederlegen würden, 
daß das neue Deutschland nicht nur mit 
glühender Energie für die Verbesserung der 
nationalen Lage in vieler Hinsicht arbeitet» 
sondern daß es auch nicht für den Krieg arbei 
tet. Gegenüber den Behauptungen, daß öer 
Nationalsozialismus einer heidnischen Reli 
gion huldige, weisen die Schreiber auf den 
Punkt 24 des nationalsozialistischen Pro 
gramms hin, der bestimmt nichts mit Heiden 
tum zu tun habe. „Wir lassen die wichtige 
Frage beiseite, ob das ewige Nörgeln, das 
Deutschland von seinen englischen Kritikern 
zu dulden hat, nicht gerade denjenigen Zielen 
zuwiderläuft, die diesen Kritikern angeblich 
am Herzen liegen, oder ob es an sich würdig 
ist und mit den angenommenen Gesetzen der 
internationalen Etikette übereinstimmt. Was 
würde man in England sagen, wenn England 
derselben beleidigenden Behandlung ausge 
setzt wäre?" 
MrssselMg h§§ memMMschen 
ZMWKW. 
DNB. Kowno» 12. Juli. Das litauische Gesetz 
über den Staatsschutz (Gesetz über den Kriegs 
zustand, der in Litauen schon seit Beginn öer 
Unabhängigkeit und im Memelgebiet seit 1926 
ununterbrochen besteht) ist in Bezug auf das 
passive Wahlrecht und die Zugehörigkeit zu 
öffentlichen Körperschaften außerordentlich ver 
schärft worden. Eine jetzt erlassene Ergänzung 
zum 8 10 dieses Gesetzes sieht folgendes vor: 
Personen, die einer die Staatssicherheit gefähr 
denden und deshalb verbotenen oder suspen 
dierten Organisation angehörten und sechs 
Monate vor dem Verbot der Organisation nicht 
ausgeschieden waren, verlieren das Recht, in 
den litauischen und memelländischen Landtag, 
in die Organisation der Selbstverwaltung und 
sonstige Körperschaften, die Lanöwirtschafts- 
und Handelskammern, die Genossenschaften 
usw. gewählt zu werden. Darüber hinaus dür 
fen solche Personen auch keiner öffentlichen 
Körperschaft, Genossenschaft usw. als Mitglie 
der angehören. 
Damit soll anscheinend erreicht werden, daß 
die gesamten memelläudischeu Organisationen, 
insbesondere auch die wirtschaftlichen, durch 
litauische ersetzt werden, zugleich aber soll auch 
für die kommenden Neuwahlen eine ganz an 
dere Basis geschaffen werden. Denn es gibt 
kaum einen Mann im Memelland, der nicht 
den verbotenen Parteien angehört hat, außer 
vielleicht einigen von der Bevölkerung als 
rückständig abgelehnten Mitgliedern der alten 
memelländischen Volkspartei oder auch der 
Landwirtschaftspartei. Die Litauer würden da 
mit nach der Entlassung der Beamten das 
Uebergewicht der deutschstämmrgen Bevölke 
rung vollkommen erdrosseln. 
Srrrzfunk am Oesterreich» Ach 
Der Besuch Tr. Dollfuß' bei Mussolini i« 
Riccione findet nach neuesten Meldungen ve 
reits Mitte nächster Woche statt. 
Nach Moskauer Blättern ist die Lage 
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Oesterreich unverändert. Solange dort keM^ 
Wahlen ausgeschrieben werden, bleibe die Lag« 
weiter gespannt. 
Prof. Dr. Hofmann hat Verzicht auf die şş 
demische Würde geleistet, da er einen Eintrs 
in die Vaterländische Front vor seinem Gerşş 
sen nicht verantworten konnte. ' , 
Wegen eines im letzten Frühjahr geplante" ^ 
Anschlages auf Dollfuß wurde der reişş - 
deutsche Gymnasiast Hans Patzig vom LirĢ 
Standgericht zu 6 Monaten schweren Arrests 
verurteilt. 
In die Wohnung des Wolfsberger (Kör«' 
ten) Heimatschutzkommandanteu Leeb rmşş 
eine Handgranate geworfen. Die Einrichtn^ 
wurde zerstört, Leeb leicht verletzt. 
Gestern fand in Wien ein mehrstündige« 
Ministerrat statt. Beschlossen wurde, auf au« 
Sprengstoffverbrechen nur die Todesstrafe ŗ ihr, ^ 
verhängen. Ein weiteres Gesetz schaffte t" 6tef e f 
Betriebsräte ab und ein anderes beschäftig' ï:S 
sich mit der Möglichkeit, ausgediente Soldaten ih^ 
im Bundes-, Länder- oder Gemeindedşş sich! 
anzustellen. l of a(e ļ 
Der Kommandant öer Brigade Nr. 4, Gens' ! 
ralmajor Zehner, wurde zum Staatssekretär 
im Lanöesverteidigungsministerium bestes st, ^ 
Er wurde von Dr. Dollfuß am Donnersteg itt jh ' 
vereidigt. ' ßt a 
Gestern traf der neue Staatssekretär für de» 
Aenßere» Tauschitz, von Berlin aus in Wie" ^ch^ 
ein. Er wollte dem am Nachmittag zusammen' êcļjL 
tretenden Ministerrat beiwohnen, öer über ^ >izi^ 1 
Bekämpfung der Terroraktionen beraten hat, My 
Eine Führertagnng des Landbundes» dN ^ ' 
über eine Verschmelzung des Landbunöes #1 
der Vaterländischen Front beraten sollte, j e ; 
telegraphisch abgesagt worden, da augenblm' . 
lieh wieder im Landbunö eine starke opposite ^ n 
nelle Strömung besteht. 
* * * 
Memle Hallen das Ģolfmonopol. 
Gelegentlich leistet sich die Geschichte eine" 
ihrer bekannten und viel zitierten Treppt 
witze. Als solchen kann man den Golfsieg 
K 
fäs? 
"Me« 
e V 
sehen, öen nach dem Bericht des „Daily Ten- ì x 
graph" die Liberalen im englischen Parlament %t e j e 
wieder einmal errungen haben. Es ist öer Ş' «ft 
ßenminister Sir John Simon, ein gepflegt ^»vps 
Gentleman altenglischen Schlags, der in 3 
Wettbewerbsspiel der Parlamentarier um ^ 
Golfmeisterschaft den ersten Preis davong"' j 
tragen hat. Man muß Sir John Simo« Ä 
diesem Erfolg umso mehr beglückwünschen» 
öer Außenminister ja außerdem noch eine 
ne Nebenbeschäftigung hat. Der Sieg Sinişş 
ist umso bemerkenswerter, als die Liberale" 
damit zum sechsten Mal hintereinander ôies^ 
jährlich ausgetragene Meiste.rschaftsspiel dtt 
Parlamentarier gewonnen haben. Seit E 
ist der Golftitel bei ihnen. Und das ist öeshch" 
so eigenartig, weil in eben diesen Jahren ^ 
Liberale Partei bis auf wenige Reste 
schwunöen ist und öen Konservativen und 
bourleuten Platz gemacht hat. Vielleicht si"' 
diese aber schlechtere Golfspieler. 
ft« 
vfk 
S' 
r-ķ 
(3 s 
EmpsMg des Reichsbischofs 
durch den Reichsknnzier. 
DNB. Berlin, 12. Juli. Anläßlich der ©‘J 
gliederung der ersten süddeutschen Lanö^ 
kirche in die evangelische Reichskirche wird S 
Reichskanzler Adolf Hitler den ReichsbiE \S 
Müller und den Rechtswalter der evang^ 
schen Kirche, Jäger, empfangen. Der Reiş 
kanzler erfolgt mit Interesse das stetige 
wärtsschreiten des großen evangelischen ©j* 
gungswerkes und der damit verbundenen ® 
sriedigung des kirchlichen Lebens. Der © .§ 
fang des Reichsbischofs und des Rechtswalt^ 
ist auf öen kommenden Montag angesetzt. 
Flandern feiert den „Tag der güldene« 
Sporenschlacht". 
DNB. Brüssel, 12. Juli. Der „Tag ^ 
güldenen Sporenschlacht" wurde Mittwoch ^ 
alljährlich in ganz Flandern als Nation^ 
feiertag des national fühlenden, auf 
stammesmäßige und kulturelle Eigenart 
zen Flamentums festlich begangen. UebeS^ 
fanden Kundgebungen und Umzüge statt. 
flämische Presse betont auch bei dieser 
genheit wieder, daß die Flamen, getreu 
geschichtlichen Ueberlieferung, über der şş.j, 
dingten Selbständigkeit und Unabhängig^, 
des Landes gegenüber den westlichen $ a 
barn wachen müßten. . 
32 Kommunistenführer in Bulgarien vLrH«î 
DNB. Sofia» 12. Juli. Die politische 
Polizei verhaftete Donnerstag früh im ^ 
sammenhang mit der Aufdeckung einer «eS 
kommunistischen Verschwöreraktion 62 
tionäre öer verbotenen kommunistischen 
tei. Unter öen Verhafteten befinden sich a 
mehrere Rechtsanwälte. 
(8fi 
91. 
ßt 
Prag. Bei dem Versuch, vor dem Geb«^» 
öer deutschen Gesandtschaft in Prag 
monstrieren, wurden am Donnerstag 6 K 
I 
munisten von der Polizei verhaftet. , ^ 
Im polnischen Untersuchungsgefa«g ^ 
Bialapodlatz sind 11 Mitglieder des naşş ^ 
demokratischen Lagers in öen Hungerstrel« 
treten.
	        
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