Full text: Newspaper volume (1932, Bd. 4)

-î 
"Ippişt 
Rekord der Goldproduktion. 
Eine Folge der Deflation und der Pfundentwertung. 
Nach de» bisher vorliegenden Zahlen wird 
für 193-2 mit einem Rekordstand der Weltpro 
duktion au Gold zu rechnen sein. Seit dem 
Jahr 19-22, in dem die Weltproduktion 13,3 
Mill. Unzen betrug, ist die Produktion um 
39 Prozent größer geworden: 1930 stieg sie 
auf 20,3 Mill. Unzen, 1931 auf 31,3 Mill. Un 
zen und für dieses Jahr rechnet man mit einer 
Weltproduktion von 23 Mill. Unzen. Damit 
würde auch der bisherige Höchststand von 22,7 
Mill. Unzen, der im Jahre 1913 erreicht 
wurde, noch übertroffen werden. 
In diesem Jahr wird für die Vergrößerung 
der Goldföröerung ein wichtiger Grund in der 
Pfundentwertung liegen. Ebenso wie der 
Kursrückgang des englischen Pfundes einen 
Teil der indischen Goldschätze an den Markt 
gebracht hat, mußte die Pfundentwertung auch 
für die Golderzeugung größere Gewinne brin 
gen. Im übrigen trug das weitere Fortschrei 
ten der Deflation in der ganzen Welt, das 
Sinken aller Warenpreise im Vergleich zum 
Preis des Goldes dazu bei, die Förderung zu 
vergrößern. 
Es ist heute kaum zu übersehen, ob und in 
welchem Umfang die Vergrößerung der Gold 
produktion einen Einfluß auf die Währungs 
politik der Notenbanken ausüben kann. Heute 
ist es so, daß verschiedene Notenbanken — vor 
allem die amerikanischen Federal Reserve 
Banken, die Bank von Frankreich und die 
Schweizerische Nationalbank — einen viel grö 
ßeren Prozentsatz ihres Notenumlaufs durch 
Gold gedeckt haben als in früheren Jahren. 
Dadurch ist ein sehr großer Teil des Goldbe 
standes in der Welt gebunden. Der Goldhun 
ger der großen Gläubigerländer, die Folge der 
Liquiditätsangst der Gläubiger, verhindert bis 
heute einen Vergleich am Goldmarkt und trägt 
damit ebenfalls zur Vergrößerung der Gold- 
förderung bei. 
Der Anreiz für die Goldproduzenten, ihre 
Förderung zu vergrößern, hat die Folge ge 
habt, daß verschiedentlich neue Gebiete er 
schlossen worden sind. 
9fr lltierslhuh derMeitslsseil- 
vttsllhklMg. 
Die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und 
Arbeitslosenversicherung hat im Oktober wieder 
einen recht hohen Ueverschutz zu verzeichnen und 
zwar in der eigentlichen Arbeitslosenversicherung 
von 46,8 Millionen Mark. Die Ausgaben für die 
Krisenfürsorge betrugen 39 Millionen Mark. (S 
ist anzunehmen, daß die Aufwendungen für die 
Kriscnsürsorge in den nächsten Monaten stark an 
steigen werden, da die Abwanderung von der Kri 
sen« in die Wvhlfahrtsfürsorgc vom 28. November 
ab gesperrt worden ist. Immerhin hat die Reichs 
anstatt im Lause des Jahres erhebliche Reserven 
ansammeln können, die bald nahezu 209 Millionen 
Mark betragen dürften, von denen allerdings schon 
ein großer Teil verbraucht ist. 
Die Gemeinden, welche die Hauptlast der Ar 
beitslosenfürsorge zu tragen haben, wissen Sage 
gen nicht, wo sie die Mittel hernehmen sollen für 
die Unterstützungen. Dieser Ueberschuß konnte nur 
auf Kosten der Gemeinden entstehen. 
-SH Millionen kur H«us- 
repnraturenl 
Von dem wirtschaftlichen Ankurbelungsprogramm 
ter Regierung von Popen hat sich die Zurverfü 
gungstellung von 30 Millionen für Zwecke der 
Hausreparatur als der eigentliche große „Schlager" 
erwiesen. Die 30 Millionen sind binnen kurzem voll 
in Anspruch genommen worden. Hausbesitzer, Hand 
werker und Architekten haben in Eingaben ben 
großen Erfolg dieser Finanzievungsmaßnahme ge 
priesen und. den reibungslosen Verlauf des Ein 
satzes als einen besonders wichtigen und dankens 
werten Faktor hingestellt. Nach unseren Informa 
tionen hat sich die Reichsregierung unter dem Ein- 
druck dieser Mitteilungen dazu entschlossen, bei 
ihrem weiteren Arbeitsbeschaffungsprogramm wei 
tere große Mittel für den gleichen Zweck zur Ver 
fügung zu stellen. Wie wir erfahren, liegen bereits 
Pläne beim Reichsarbeitsministerium vor, die für 
Hausreparaturen einen weiteren Betrag von 200 
Millionen. Mark einsetzen wollen. Ob es möglich ist, 
derartige gewaltige Summen, die bekanntlich nur 
du Fünftel der wirklich fiir Reparaturzwecke auf 
gebrachten Mittel darstellen, freizumachen, ist im 
Augenblick noch nicht zu übersehen. Iimnerhin kann 
daniit gerechnet werden, daß der Reichskanzler am 
Donnerstag bereits die genaue Summe der neuen 
Reparatnrfinanzicrung nennt. 
Tnöe öts„Äsfieckrieges". 
Einigung über Zugaben zwischen Lebensmittel 
einzelhandel nnd Spezialgeschäften 
für Hauswirtschaftsgegenstände. 
Zwischen dem Rekofrei (Reichsverband Deutscher 
Kaufleute des Kolonialwaren-, Feinkost- und Le- 
bensmitteleinzelhandels), dem Verband der Edeka- 
Genossenschaften sowie dem Reichsverband Deut 
scher Spezialgeschäfte in Porzellan, Glas-, Haus 
und Küchengeräten ist nach langwierigen Verhand 
lungen durch Vermittlung der Hauptgemeinschaft 
des Deutschen Einzelhandels eine Vereinbarung 
zustande gekommen, die den ersten Schritt zum ge 
meinsamen Kampf dieser Fachverbände gegen das 
in der von ihnen vertretenen Branche besonders 
ausgevrochene Zugabeunwesen bedeuten kann. 
Die Reichsfachverbände verpflichten sich, alle 
Kampfbeschlüsse insbesondere auf Einführung von 
Abwehrkasfee und Abwchrmargarine (die ihrer 
seits wiederum Teile des Lebcnsmittelhandels von 
der Gewährung von Zugaben in Porzellan-, Haus 
und Küchengeräten abbringen sollten) einzustellen. 
Aus *>ie Mitglieder soll stärkstens eingewirkt wer 
den, die Verabfolgung branchefremöer Zugaben zu 
unterlassen. Oertliche Vereinbarungen zur Besei 
tigung des Zugabenkampfes zwischen dem Lebens- 
mittelhandel und dem Handel mit Glas-, Porzel 
lan-, Haus- und Küchengeräten sollen unter Füh 
rung der Reichsfachverbände baldmöglichst zustande 
gebracht werden. 
Wenn die Verpflichtung von einer erheblichen 
Zahl der Firmen nicht übernommen wird, so tol 
len sich die örtlichen Verbände der Haushaltbranche 
und des Lebensmiitelhanbels zusammenschließen 
und prüfen, wie eine gemeinsame Aufklärung des 
Käufers über die schädlichen Wirkungen der Zir- 
gabengewährung durchgeführt werden soll nnd 
welche Teile der Zugabenabivehr seitens derHaus- 
ratsgeschäste ausgegeben werden kann. 
Die Vertragspartner verpflichten sich, weiter ge 
meinsam für ein vollständiges nnd wirksames Zu- 
gabcvcrbot einzutreten. 
PerssņrrMKnd im Reiche 
im Rechnungsjahr 1932. 
1. Planmäßige Beamte « 90 046 
2. Beamtete Hilfskräfte 
c) Diütare 2 970 
b) Sonstige beamtete Hilfskräfte 861 
3. Nichtbeamtete Hilfskräfte 
a) Angestellte 21951 
b) Arbeiter '26 487 
4. Soldaten der Wehrmacht 114116 
zusammen 256 251 
Gegenüber dem Vorjahre hat sich die Kopfzahl 
um etwas über 500 verringert. Gegenüber dem 
Stand von 1929 ist die Zahl des im Reich beschäf 
tigten Personals um über 13 000 Köpfe gesunken, 
also um annähernd 6 v. H. 
Von den 90 046 planmäßigen Beamten entfallen 
auf das Reichsfinanzministerium 70 992, auf das 
Relchsarbeitsministerium 7 768, auf das Reichswehr- 
ministerium 4816. Der Rest verteilt sich auf die 
übrigen Reichsministerien, den Rechnungshof, den 
Reichstag und die Reichsdruckerei. 
Eine Anklage gegen Hoover abgelehnt 
In einer Anklage von Mac Fadden gegen Hoo 
ver wird Hoover zum Vorwurf gemacht, er habe 
sich in die Schuldenzahlungen zu Gunsten der frem 
den Nationen eingemischt, Geheimkonferenzen mit 
der deutschen Regierung und internationalen Ban 
kiers abgehalten, deren Ergebnis das Moratorium 
gewesen sei, und habe das Stillhalteabkommen zu 
Gunsten privater Interessen eingeleitet. 
Der Antrag von Mac Fadden wurde jedoch 
vom Repräsentantenhaus ohne jede weitere Aus 
sprache abgelehnt. 
ttt Washington. 
TU. Washington, 14. Dez. (Eig. Funkmeldung.) 
Die belgische Zahlungsweigerung, die französische 
Kabinettskrise und die Aussicht, daß weitere Schuld 
ner ihre Zahlungsunfähigkeit erklären, hat die po 
litische Lage sehr getrübt. Fest steht zur Zeit nur, 
daß England, Italien und die Tschechoslowakei 
die Dezemberraten bezahlen werden. Während die 
Haltung Englands im Kongreß nach wie vor auf 
ein gewisses Verständnis stößt, hat die franzö 
sische Haltung in den ohnehin schon gereizten 
Washingtoner Kreisen scharfen Widerhall ausgelöst. 
In Kongreßkreisen wird auf die Wirkung hinge 
wiesen, die eine französische Zahlnngsunfähigkeits- 
erklärung auf die Handelsbeziehungen der beiden 
Länder unter Umständen haben könne. 
ķhàee Kaufleute. 
Kansmännische Ehrengerichte in Sicht. 
Die deutschen Handelskammern wollen demnächst 
Verhandlungen mit der Reichsregierung einleiten, 
die der Schaffung von kaufmännischen Ehrenge 
richten analog den Vörsenehrengerichten dienen 
sollen. Der Deutsche Industrie- und Handelstag ist 
an der Vorbereitung dieser Verhandlungen gleich 
falls beteiligt und ist auch schon bis zur Formulie 
rung bestimmter Anregungen und Grundsätze ge- 
Mrķfkhgşisrundlchau. 
Das Handwerk an den Reichskanzler. Der 
Reichsverband des deutschen Handwerks hat in 
einem Schreiben den Reichskanzler gebeten, in 
seiner Rundfunkrede auch zu den vordringlichen 
Fragen der Handwerkswirtschaft Stellung zu 
nehmen, 
Wieder 3380 Erwerbslose mehr in Dänemark. 
Das Arbeitsdirektorat gibt bekannt, daß nach Mel 
dung der öffentlichen Arbeitsnachweise am 9. De 
zember dort 133 876 Erwerbslose eingetragen wa 
ren gegen 149 848 in der Vorwoche. 
Lohntarisverhandlnngen in der Hochseefischerei. 
Bor dem Schlichtungsausschuß Bremerhaven be 
gannen am Dienstag unter dem Vorsitz des AmtS- 
hauptmanneS Dr. Koch die Heuerverhandlungen 
im Hochseefischereigcwerbe. Nach vielstündigen Ver 
handlungen im Vorverfahren trat der Schlichtungs 
ausschub zusammen. Die Parteien einigten sich vor 
dem Schlichtungsausschuß auf eine Verlängerung 
der Hcuersätze und des Zusatzvertrages bis zum 
81. Januar 1932. 
Sonderburg—Mummark—Kopenhagen. Da die 
Privatbahn Faaborg—Nyborg aus Fünen cs ab 
lehnt, die Geschwindigkeit ihrer Züge nach Voll 
endung des Ausbaues der Bahnstrecke Sonder- 
bnrg—Mummark zu erhöhen, nahm der Sondcr- 
burger Handelsverein eine Entschließung an, in 
der von der dänischen Staatsbahn Maßnahmen zur 
Herstellung einer möglichst schnellen Verbindung 
zwischen Sonöerburg und Kopenhagen gefordert 
werden. Man wünscht eine Verkürzung der Fahr 
zeit auf Stunden, damit ein eintägiger Besuch 
in Kopenhagen mit dort 7—8stündigem Aufenthalt 
ermöglicht werde. 
Fleischsteuergesetz in Baden erlasse«. Zur Si 
cherung des badischen Haushalts hat Dienstag die 
badische Regierung aus dem Notverordnungsivege 
ein Flcischstcncrgesetz erlassen, das am 29. Dezem 
ber in Kraft treten wird. 
Zusammenschluß der beiden größten japanischen 
Schiffahrtsgesellschaften. Wie der „Temps" meldet, 
haben sich die japanischen Schiffahrtsgesellschaften 
Nippon Pusen Knischa nnd Osaka Schosen Kaischa 
vereinigt. Die neue Gesellschaft verfügt über 279 
Schiffe mit einer Gesamttonnage von 1,4 Millionen. 
Brasilien verbietet den Anbau von Kaffee sür 
3 Jahr. Präsident Wargas hat eine Verordnung 
unterzeichnet, die den Anbau von Kaffee in Bra 
silien für die nächsten 3 Jahre verbietet. 
Der Kaiscr-Wilhclin-Kanal im November. 
Der Kaiser-Wilhelm-Kanal wurde im Monat 
November 1932 von insgesamt 3428 Schilfen mit 
einem Raumgehalt von 1198 270 NRT. befahren. 
Gegenüber dem Vormonat hat der Verkehr im 
Berichtsmonat der Anzahl nach um 6,3 Prozent 
und dem Raumgehalt nach um 8,1 Prozent abge 
nommen. Am Gesamtraumgehalt 'waren beteiligt: 
Dampf- und Motorschiffe mit 89,5 Prozent, für 
beladene Schiffe 76,2 Proz. Der durchschnittliche 
Naumgehalt aller Schisse mit 360 NRT. war um 
4 NRT. großer als im Vormonat. In der Rich 
tung von Westen nach Osten passierten den Kanal 
1679 Schiffe der Tarifgruppe A mit 376 949 NRT. 
nnd in der Richtung Osten-Westen 1650 Schiffe mit 
589 730 NRT. 
Ist èsr ŞwfchķZZgse See §m 
Gewüfler? 
Diese Frage spielte in der Verhandlung gegen den 
Schlosser Sch., den jetzigen Pächter des Sees, die 
Hauptrolle, und sie wurde vom Gericht bejaht. Sch. 
hatte den Auslauf des Sees durch Anlegen von 
Aalfängen gesperrt, um den Wechsel der Fische zu 
verhindern, da ihm vom Verpächter getagt sei, er 
könne mit dem See machen, was er wolle. Da es 
sich für Sch. um eine Frage von grundsätzlicher Be 
deutung handelte, hatte er gegen den erhaltenen 
Strafbefehl über 3 RM. Einspruch eingelegt. Er 
erreichte eine Herabsetzung der Strafe auf 1 RM. 
Auf Freispruch konnte nicht erkannt werden, da der 
Owschlager See ein offenes Gewässer ist nnd der 
Auslauf eines offenen Gewässers nur in der hal 
ben Breite gesperrt werden darf. 
FrggeWen. 
Anfrage S. in O. Ich habe in einem von mir ge 
mieteten Einfamilienhaus die Obererdgeschoßwohnung 
abvermietet. Ein schriftlicher Mietvertrag liegt nicht 
vor. Die Miete wird monatlich zum 15. gezahlt. Ich 
frage an: 1) Mutz der Mieter nach vorausgegangener 
14tägiger Kündigung ausziehen, da das Mieterschutz- 
gesetz für Untermieter aufgehoben ist? oder stehen dem 
Mieter noch andere Rechte auf Verbleiben in der Woh 
nung zu? 2) Liegt ohne weiteres ein Untermieterver 
hältnis vor, wenn die Wohnung des Untermieters 
einen besonderen Eingang hat? Die Wohnung ist aber 
auch durch eine Tür von meiner Wohnung ans zu er 
reichen und von der oberen Wohnung habe ich mir 
auch noch ein Zimmer abgenommen. — Mein Vermie 
ter hat mir in einem schriftlichen Vertrage das ganze 
Hausgrundstück vermietet und mir das Recht einge 
räumt, die obere Wohnung abzuvermieten. Die Ver 
mieterin hat aber immer betont, daß der Charakter 
als Einfamilienhaus gewahrt bleiben soll. 
Antwort: Es ist zu unterscheiden, ob ein sogen, 
„möbliertes Zimmer" untervermietet ist oder eine 
ganze Wohnung. Im ersten Fall bestehen hinsichtlich 
der Kündigung keine Einschränkungen. Im zweiten 
Fall ist wiederum zu unterscheiden, ob die Wohnung 
vor dem 1. 4. 31 oder nachher vermietet worden ist. 
Ist die Wohnung vor dem 1. 4. 31 vermietet worden, 
so kann der Untermieter sich auf den Mieterschutz be 
rufen, im anderen Falle nicht. Wenn die Wohnung 
vor dem 1. 4. 31 vermietet worden ist, kann also das 
Mietverhältnis nur unter ganz bestimmten Voraus 
setzungen aufgehoben werden. 
Anfrage W. N. in H. Auf meinem Grundstück steht 
eine Hypothek von 9600 RM. der Schleswig-Holsteinc- 
schen LaN'desLank Kiel zu 10 Proz. Zinsen eingetragen. 
Seit 1927 ist der Zinssatz 'auf 7 Proz. ermäßigt wor 
den, ohne daß int Grundbuch etwas geändert worden 
ist. Durch die Notverordnung habe ich'bis 1. Okt. d. I. 
6 Proz. Zinsen bezahlt. Seit 1 Okt. d. I. werden 
1 Proz. Zinsen verlangt. Nun schreibt mir die Landes- 
bank, der Zinssatz soll im Grundbuch mit 7 Proz. ein 
getragen werden. Mutz ich zu dieser Aufforderung die 
Unterschrift geben? Mit. der Zinszahlung bin ich 
nicht im Rückstände. Falls ich jetzt die Unterschrift 
zur 7-Proz.-Eintraaung gebe, ist die Landesbank dann 
berechtigt, mir 7 Proz. abzufordern ohne die Notver 
ordnung zu beachten? 
Antwort: Durch die Notverordnung hat der Zinssatz 
von 7 Proz. seine Bedeutung nicht verloren. Bei Ab 
lauf oder Aufhebung der Notverordnungen würde der 
alte Zinssatz automatisch wieder in Kraft treten, ganz 
abgesehen davon, daß 2 Proz. der Zinsen nur gestundet 
und. şşSie brauchen daher wegen der Eintragung des 
Zinssatzes in Höhe von 7 Proz. keine Bedenken zu 
kragen, abgesehen von der Kostenfrage. Vertraglich 
Amtliche Währungskurse 
I Pfund Steeling 
1 Dollar . ,«»,». 
IN« Mn. Kr 
IOC fr,. Frank ............... 
Beteln 
Lira 
«Ohne Gewähr!» Melbbnre 
13. II 
13 69 
4 20 
70 93 
16 43 
34 37 
2155 
46 50 ] 
J2jj, 
13 74 
> 209 
71.73 
16 43 
34-9 
21-6 
Vlekall 1 türktrolgldupser per 100 irz 
prompt cif. Hamg. Brem ob. Rotterd j i 
werden Sie wahrscheinlich zur Tragung der Kostest 
verpflichtet sein, so daß Sie diese nicht ans die Lande-' 
bank abschieben können. Die Höhe der Unkosten konnesi 
Sie beim Amtsgericht erfragen. Die Landesbank kau 
zunächst auf keinen Fall 7 Proz. Zinsen nehmen. 
WcherļW. 
Meyers Volks-Atlas. 2., neubearbcitete Auflag«. Mit 
Haupt- und Nebenkarten nebst geographischer Emlcüust- 
und alphabetischem Namenverzeichnis. Großoktav 17%' 
Zentimeter. In Ganzleinen 6.90 N./t. 
Meyers Volks-Atlas, der kaum ein Jahr nach de ^ 
erstmaligen Erscheinen bereits in einer verbesserten Auflag, 
herauskommt, übertrifft die zahlreichen, in letzter Zeü st' 
schienenen billigen Atlanten durch seine wesentlich größer 
Maßstäbe und die größere Anzahl der im Kartenbild enthtft 
tenen Namen (30 000 zählt das Register!). Trotz der reW> £ - 
Beschriftung und der gleichzeitigen Wiedergabe des Bodsist 
reliefs ist das Kartenbild klar und übersichtlich. Gegenliste 
der 1. Auflage ist die Zahl der Nebenkarten stark vermeid" 
die Heftung und Falzung verbessert. Hinzu kommt noch 
besondere, sehr begrüßenswerte Neuerung, nämlich die den 
gäbe einer 80 Seiten umfassenden Einleitung „Die Staate 
der Erde" von dem Geographen Dr. Edgar Lehmann. _ 
Verfasser hat das Kunststück vollbracht, daß sich diese Eintest 
lung ebenso zum Nachschlagen wie zum stets anregende 
Lesen eignet. Mit Recht stehen die uns näherliegenden Staa 
ten im Vordergrund der Betrachrmcg. Der Schwerpunkt lieg 
auf dem politisch-geographischen und auf dem wirtschaflst 
geographischen Moment. Nur die jeweils wichtigsten Zahle» 
sind höchst sparsam, gleichsam als Unterstreichung geirşş 
Situationen eingefügt. Nirgends verfällt die Darstellung de 
in länderkundlichen Lehrbüchern üblichen Schema. 
Vüchertisch. 
Hamburger Zuļîermarl!. 
Hamburg, 14. Dez. Vorläufiger Bericht. Maftst 
bericht bis auf eine Stunde vor Schluß der AuktG 
der Meiereiverbänöe für Schleswig-Holstein. ^ 
wurden gezahlt für Nichtmarkenbutter 109—10ß,o 
œj£ für je 50 Klg., für Markenbutter 110—ll^ 
JUt für je 50 Klg. Hinzu kommen sür Känstc 
auf der Auktion 5 Prozent Kavelingsgeld und 
Kosten der Verpackung. 
Eiermartt. 
Preisnotierungen für Eier. Festgestellt von stst 
EiernotieruttgSkomntission in Hamburg am 13. K 
82. ES wurden folgende Preise notiert: A. Deist' 
sche Eier. 1. frische Eier, gestempelte, Sondcrklaņ 
über 65 Gr. 12,50—13, Größe A 60-65 Gr, 12 v>- 
12,25, Größe B 55-69,9 Gr. 11.25-11,75 Größe 
59—54,9 Gr, 9—9,59, Größe D 45—49.9 Gr. 7,75-* 
2. frische Eier, ungestempelte, 12-12,-25, 11,75—1:' 
11—11,50, 9; 3. Eier 2. Sorte 7,25—8. — B. Alls', 
landseier. Dänische 10,60—11,75, schwedische UM.' 
bis 11,75, bulgarische 9,50,10, rumänische 9,50—.'st 
ts. Kühlhauseier. Inländische 8.50—9.50, auslöst' 
dische 7,50—8,50. — D. Kalkeier 8,50. Sv'tzenpr^'! 
nach oben und unten bleiben unberücksichtigt. Dst 
Preise verstehen sich in Ps. je Stück frei Laden &c ' 
Einzelhändlers. Tendenz: ruhig. 
VichmLäte. 
vom 13. Dezember 1932. 
Berlin. Ochsen —, —. 30—32, —, 24—28, 20-f: 
Bullen 27, 25—26, 22—24, 19—21, Kühe 22-24, st,' 
vis 20, 16—17, 10-14, Färsen 80. 24—28. 18-$ 
Fresser 16-22, Kälber —, 38—45, 25—35. lS-'f 
—, Schafe —, 30—81, 27—29, 18-21, 24—26, 14- 
Schweine —, 38—89, 36—38, 84—86, 31-33. :2 
Sauen 34-8-5. Austrieb: 1848 Rinder. 2956 ' 
6er, 8881 Schale. 13 095 Schweine. Tendenz: stststst 
der mittel, Kälber zl. glatt—ruhig, Schale ruşş' 
Schweine ruhig. 
Kiel: Ochsen 27—29, Bullen —. 21—23, 18-A 
16—18, Kühe 24—26. 19—22, 15—17, 10—12, Fällst! 
27— 29, 24—26, 20—23, Kälber —, 84—88, IS—32 
bis 16, —, Schafe 24-26. Schweine 39—40. 38-stst 
86—37, 32—34, 30-32, —. Sauen 26-30. Ansteckst' 
295 Rinder, 107 Kälber. 2 Schafe, 346 Schlvelick 
Tendenz: mittel. 
Magdeburg: Bullen 26—28, 22—25, 18—21, iF 
Kühe 23—26, 20 —22, 16-19. 10—15, Färsen 27-Z' 
23—26, 19—22, Fresser 19 -24. Kälber —. 32—Ä 
25—30. 18—24. —, Schweine 38. 35—38, 34-37, L 
bis 35, 30—32, —, Sauen 30—34. Auftrieb: "st, 
Rinder. 478 Kälber, 4144 Schweine. Tendenz: 9' 1 ’ 
der schlecht, Kälber mittel, Schweine schlecht. (>g 
Stettin: Schweine —, 38-39. 86-37. 83—35, " 
bis 80, -, Sauen 30—35. Auftrieb: 1200 Schweb 
Tendenz: lanasam. 
Stuttgart: Ochsen 28—30, 28—30, 24—26, 24—st! 
20— 23. Bullen —, 24-25, 21-23, 20—21. —, KE 
21— 24, 10—18, 11—14, 8—10, Färsen 31—33, 24—°' 
20—23. Kälber —, 32—36. 28—31, 25-27, SclM'eNst 
43, 42—43, 40—42, 39-40, 38—39. 88—39. So'E 
28— 83. Auftrieb: 1189 Rinder. 1404 Kälber. f (t , 
Schweine. Tendenz: Rinder mäßig, Kälber öc lc ~ 
Schweine mäßig. g?l 
Hamburg: Kälber —. 39—43, 32—35, 25—23, L 
bis 28, 17—20, Schweine 88—39, 37—37K, 3G ' § 
bis 35, 27—30. —. Sauen 28—83. Anstrieb: 
Kälber, 6845 Schweine. Tendenz: Kälber llllt^ - 
Schweine langsam. 
her A-ee»«U«,ļş,tltrlle 
Arrslmrdmarkte vom 12.12.3* 
Preise nmgtredmet in Reichsmark tu ie 1000 kur 'Ohne DewättrstE- 
Rew-Bork: 
Wetz« 
1. Manitoba 
2. Red Winter loco 
per 
Mä 
9tenc Ernte 
Hannon 
Western loco Nr. 1 
Ge»s»e 
loco N«. 2 
Chicago: 
Weizen 
loco Rr. 2, tzardwintrr 
per Dez. 
Roggen 
loco Rr. 2 
per Der. 
80 30 
Sl «5 
63.80 
70 43 
89.90 
70.35 
70.20 
54.30 l 
v)slter 
loco Nr. 2, weißer 
per Dcz. 
Mat« 
loeo Rr. 2, mized 
per Dez. 
Berste 
malting 
Bnen», Alte«: 
Weizen 
per Dez. 
Wai« 
per Dez. 
Hafer 
per Fcbr.
	        
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