Full text: Newspaper volume (1932, Bd. 4)

wieôer als Amtsgerichtsrat beim Amtsgericht 
Kiel angestellt. Sein Name ist bereits in der 
Liste der Rechtsanwälte gelöscht. 
^ gc. Großenaspe, 16. Okt. Einbruchsdiebstahl im 
Pastorat. Im hiesigen Pastorat wurde gestern in 
der Abendstunde, während die Familie- beim 
Abendbrot saß, ein Diebstahl verübt. Der Dieb 
hat die auf dem Flur stehende Garderobe geleert 
und einige Herren-Ueberzieher, Mäntel und Kin 
derkleidungsstücke mitgenommen. Unter den ge 
stohlenen Sachen waren einige recht wertvoll. Im 
Zeitraum weniger Jahre ist dies bereits das vierte 
Mast haß Spitzbuben das Pastorat aufgesucht 
haben. 
sühru'Ng in Schleswig erwogen. Die Aussprache er 
gab, daß sich mehrere Kameraden beteiligen wer 
den. Eine lebhafte Debatte entwickelte sich über 
eine vorzunehmende Verschönerung um das Ehren 
mal der Gefallenen im Weltkrieg, das im Ee- 
meindegehölz Aufstellung gefunden hat. Die Ka 
meraden waren einmütig der Ansicht, daß hier 
Abhilfe geschaffen werden mutz. Mit den Vorbe- 
reitungsarbeiten wurde der Vorstand beauftragt. 
Nachdem noch einige interne Angelegenheiten zur 
Sprache gekommen waren, schloß der Vorsitzende 
die anregend verlaufene Versammlung. 
Hz. Friedrichstadt, 18. Okt. Schwer verun 
glückt ist der Kohlenhändler und Fuhrunter 
nehmer Willi Weiganüt bei Aufräumungs 
arbeiten im Stall. Er geriet unter eine um 
stürzende Mauer und trug einen Beinbruch 
und Knochenzersplitterung davon. 
an Bürgersleuer von 320 000 RM. zu erreichen, 
hat der Magistrat nach Anhörung der Finanz- 
kommission nicht umhin können, für das Kalender 
jahr 1933 die Bürgersteuer auf 700 Proz. festzu 
setzen. 
Oktober 
berechnet die Post, falls bis zu diesen) 
Termin das Abonnement der „Landes- 
zeitung" noch nicht erneuert ist, eine 
Vecspätungsgcbiisic von 20 Mennig 
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1. November keine Unterbrechung eintritt. 
Es genügt, einen entsprechenden Zettel 
mit genauer Adresse dem Briefträger 
mitzugeben oder unfrankiert in der 
nächsten Postkasten zu werfen. 
Schwabstrdt, 17. Okt. Bei der gestrigen Pastoren 
wahl wurde Pastor Haacke, Süsel, mit über 200 
Stimmen gewählt. 99 Stimmen entfielen auf 
Pastor Harder aus Süderlügum, und auf Pastor 
Heß aus Wewelsfleth kam nur eine kleine Stim 
menzahl. 
tekemßede 
Am ditkmaeeck&t 
Hundertjähriges Bestehen des Schul- 
hauses ill Bistensee-Ahlefeld. 
Vistensee, 17. Okt. Am Sonntag beging man 
hier festlich die Hundertjahrfeier des Schulhauses, 
an dem trotz des schlechten Wetters die ganze Be 
völkerung teilnahm. Dank der Opferbereitschaft 
der beiden Gemeinden und mit Hilfe des Staates 
konnte der Giebel ausgebaut, das Strohdach er 
neuert, Schulraum und Lehrerwohnung völlig 
überholt, neu gestrichen und neu ausgestattet wer 
den. Unter den auswärtigen Gästen sah man 
Pastor Bolten-Bünsdorf, den Kreisschulrat Rath 
mann, Lehrer i. R. Ehrlicher-Rendsburg, der 36 
Jahre in der Schule gewirkt hat, und auf dem 
Ehrenplatz den fast 90 Jahre alten früheren Ge 
meindevorsteher Schivenn aus Ahlefeld. In seiner 
Ansprache brachte Lehrer Krambeck seinen Dank 
dem Schulvorstand, dem Kreisschulrat und der 
Regierung zum Ausdruck und gab einen Abriß des 
geschichtlichen Geschehens der letzten 100 Jahre. Er 
würdigte die Verdienste der einzelnen Lehrer und 
nahm auch eine eindrucksvolle Gefallenenehrung 
vor. Die Namen der gefallenen Söhne Bistensees 
und Ahlsfelds sind: Jürg. Plöhn, Joh. Bannick, 
Gustav Nielsen, Chr. Möller, Hans Möller und 
Broderius. Dann kam eine Ansprache des alten 
Lehrers Ehrlicher, der in seiner Plauderei über 
die alte Zeit in der Schule Ernst und Scherz 
mischte. Dann leitete das Programm hinüber in 
Gegenwart und Zukunft. Lehrer Krambeck sprach 
von der schönen Heimat und gedachte des alten 
Linden'baums vor dem Schulhause, unter dem so 
viele, viele Kinder aus Bistensee und Ahlefeld 
gespielt haben. Schulrat Rathmann hielt im An 
schluß an ein Goethe-Wort eine Ansprache über 
die Aufgabe der Schule, die Arbeit der Lehrer und 
die Mitarbeit der Eltern. Die Feier wurde durch 
Deklamation von Gedichten und Gesang würdig 
umrahmt. 
Feuer in Kopperby. 
Kopperby, 17. Okt. Zum vierten Male im Laufe 
der Jahrzehnte fiel das schöne Gehöft, das feit 
sechs Jahren dem Landwirt Fritz Hopmann gehört, 
einem Brande zum Opfer. Diesmal scheint das 
Feuer beim Dämpfen von Kartoffeln für die 
große Schweinemästerei entstanden zu sein, und 
zwar morgens gegen 4 Uhr. Von dem großen 
Kessel in der Waschküche verbreitete sich der Vrano 
weiter über die ganzen Wirtschaftsgebäude, so daß 
trotz aller Anstrengungen der Feuerwehren von 
Kopperby, Brodersby, Kappeln, Arnis und der 
Motorspritze von Ellerllh der große Schweinestall, 
der Viehstall und die Scheune abbrannten. Da 
gegen gelang es der aufopfernden Arbeit der 
Feuerwehrleuts, den gesamten Viehbestand zu rei- 
SP« 
zt. Heide, 17. Okt. Die Kreistierarztstelle auf 
gehoben. Die Veterinärratsstelle des ehemali 
gen Kreises Norderöithmarschen ist mit dem 
1. Oktober d. Js. aufgehoben. Die Dienstge 
schäfte sind dem Veterinärrat Schütt in Mel- 
dorf übertragen, der nun auch in Heide die 
Marktkontrolle ausübt,' Kreistierarzt Dr. 
Warringholz-Hciöe ist bei dieser Amtstätig 
keit allerdings weiterhin assistierend tätig. 
ton, darunter 230 bis 300 Mastschweine, die auf 
eine Koppel getrieben wurden. Auch die Dresch 
maschine mit Motor und das meiste landw. Gerät 
konnten gerettet werden. — Eine Schrotmühle mit 
Motor für die Mästerei ging verloren, auch Vor 
räte an Schweinefutter und Rauhfutter verbrann 
ten. Der treue Hofhund, der auf der Scheunendiele 
lag, kam elend im Feuer ums Leben. 
Am VUtodfaUdüHd 
Krankenkassen-Zusammenfchlutz. 
sz. Bredstedt, 16. Okt. In der heutigen ordent 
lichen Herbst-Ausschußsitzung der Allgem. Orts- 
krankenkaffe für Bredstedt und die Amtsbezirke 
Bordelum und Reußenköge wurde durch den Aus 
schuß der Zusammenschluß dieser Krankenkasse mit 
der Langenhorner Krankenkasse genehmigt. Wei 
ter wurde der Voranschlag für 1933 für die neu 
vereinigten Kassen mit 69 400 RM. in Einnahme 
und Ausgabe einstimmig angenommen. Die ver 
einigten Kassen werden jetzt die Bezeichnung füh 
ren: „Allgemeine Ortskrankenkasse für Bredstedt 
und Umgegend mit dem Sitz Bredstedt". Die bis 
herigen Zahlstellen in Bargum, Ockholm und Efke- 
büll werden beibehalten werden, eine neue Zahl 
stelle wird in Langenhorn eingerichtet werden. 
Am StûfietkôSm 
Am dem QedMssctol 
Kriegewerein Norderstapel bleibt 
Mitglied des preuß. Landeskrieger 
verbandes. 
wr. Norderftapel, 16. Okt. Der Kriegerverein 
hielt im Lokale von Peter Kruse eine Generalver 
sammlung ab, zu der 45 Kameraden erschienen 
waren. Nach Begrüßungsworten des Vorsitzenden 
Johann Hinrich Peters stand die Beschlußfassung 
über die weitere Zugehörigkeit zum preußischen 
Landeskriegerverband zur Aussprache. Der Vor 
sitzende des Kreiskriegerverbandes Schleswig, 
Lehrer Paulsen, war anwesend und hielt zu diesem 
Punkt einen eingehenden Vortrag. Die Ausfüh 
rungen wurden von den Kameraden mit Beifall 
aufgenommen. Als der Vorsitzende des Krieger- 
vereins hierauf zur Abstimmung schritt, waren 
sämtliche Kameraden für die weitere Angehörig 
keit zu dem preußischen Landeskriegerverband. Den 
Kameraden Fahnenträger Hans Schierholz und 
Johann Hinrich Eröhn wurde für besondere Ver 
dienste um das Kriegervereinswesen das Ehren- 
kreuz 1. Klasse ausgehändigt. Kamerad Detlef 
Peters erhielt für dieselben Verdienste das Ehren 
kreuz 2. Klasse. Zur Teilnahme an der Fahnen 
überführung des 9. Armeekorps in den Hirschsaal 
Zu Schleswig meldeten sich 16 Kameraden. 
* * * 
rv. Norderstapel, 14. Okt. Unfall. Der Land- 
wannssohn Hermann Tau, welcher mit dem 
Fahren von Erde beschäftigt war, kam unter 
dem umstürzenden Wagen zu Fall und erlitt 
einen doppelten Beinbruch. 
rm. SLdcrstapcl, 17. Okt. Wäschediebstahl. Diebe 
stahlen in den letzten Nächten an 2 Stellen Wäsche 
von der Leine. Jeder tut deshalb gut, seine Wäsche 
abends in Sicherheit zu bringen. 
wr. Süderstapel, 16. Okt. Der Kriegrroerein 
hatte seine Mitglieder zu einer Versammlung im 
Gasthof von Max Haar geladen. Nach Eröffnung 
derselben durch den neuen Vorsitzenden H. Schlü 
ter wurde die Beteiligung an der Fahnenüber- 
zt. Heide, 17. Okt. Die Große Strafkammer in 
Herde. Unter dem Vorsitz von Landgerichtsdirektor 
Kräh fand am Wochenende eine zweitägige Ver 
handlung der großen Strafkammer zu Flensburg 
statt. Es handelte sich um ein Verufungsverfahren 
gegen die Nationalsozialisten H. I. Peters und 
W. Stollberg, Norddeich, Fr. Wisch und Th. Wisch, 
Wesselburenerkoog, und H. Kielmann, Wesselbnren, 
die wegen am 9. April d. Js. begangenen Land 
friedensbruchs in Norddeich vom Schöffengericht 
zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt worden wa 
ren. Nach nochmaliger umfangreicher Aufwicklung 
der Vorgänge und weitgehender Zeugenverneh 
mungen wurden sämtliche Angeklagte nunmehr zu 
6 Monaten Gefängnis verurteilt. 
td. Erfde, 17. Okt. Vor dem Amtsgericht ln 
Friedrichstadt wurde am 13. Oktober eine Beleidi 
gungsklage des Ortsgruppenführers gegen den 
Postaushelfer Willi P> verhandelt. Ein Vergleichs 
vorschlag des Amtsrichters vor der Verhandlung 
schlug fehl. Die Zeugin Frau E. sagte aus: Willi 
P. habe gesagt, die Führung der Nationalsozia 
listen habe Anleitung gegeben zu dem Anschlag aus 
das Landjägerhaus in Erfde, worüber wir seiner 
Zeit berichteten. Wegen der Schwere der Anschul 
digung könnte nach Ansicht des Amtsrichters Ge 
fängnisstrafe eintreten, wenn der Kläger daraus 
bestünde. Nachdem ein derartiger Antrag nicht ge 
stellt wurde, verkündete der Vorsitzende des Amts 
gerichts das Urteil: Willi Peters wird zu 12 RM. 
Geldstrafe und Tragung sämtlicher Kosten ver 
urteilt. 
Th. Husum, 18. Okt. (Drahtbericht unseres 
Vertr.j Selbstmord. Heute nacht hat sich der 
Obergerichtsvollzieher Klotz in einem Schup 
pen an der Schleswiger Chausee erhängt. 
Klotz sollte sich vorigen Freitag in Flensburg 
dem Gericht stellen, war jedoch nicht erschienen, 
weshalb gegen ihn Haftbefehl erlassen wurde. 
kv. Niebüll, 18. Okt. Mutige Tag eines Ivjähr. 
Schulknabcn. Am letzten Freitag stürzte der 1)4 
Jahre alte Sohn vom Landmann Carsten Denssing, 
Klanxbüll, mit dem Kopf nach unten in eine 
größere Kuhle, aus der er Enten wegjagen wollte. 
Sein lOjähriger Bruder Dücke hörte das Aufschla 
gen im Waster und ohne sich zu besinnen, sprang er 
kurz entschlosten bis an den Hals ins Waster und 
rettete seinen kleinen Bruder vor dem sicheren Er 
trinken. 
\Jom WUüdctUken 
700°/:) Bürgersteuer in Flensburg. 
Flensburg, 17. Okt. Wie der Magistrat mitteilt, 
sind im Rechnungsjahre 1931 320 000 RM. Bür 
gersteuer aufgekommen. In den Haushaltsplan 
1932 ist dieselbe Summe eingesetzt worden. Die 
Umgestaltung der Bürgersteuer 1933, die für das 
Kalenderjahr 1933 erhoben wird, sieht wesentliche 
Erleichterungen, insbesondere den Fortfall des 
Frauen zuschlage s von 50 Proz., vor. Um fiii die 
Rechnungsjahre 1932 und 1933 ein Aufkommen 
Meine PmwìmbcUc&mU 
Seinen 99. Geburtstag feierte am 17. Oktober 
der Flüchtling aus dem im Osten abgetretenen 
Gebiet Paul in Hohenfierth (Lockstedtcr La 
ger). Der Greis verlebt dort bei seinem Sohne, 
dem Siedler Adolf Paul, seinen Lebensabend. 
Er ist trotz seines hohen Alters körperlich noch 
rüstig und geistig noch recht rege. (ai.) 
nm den hohen Butterzoll zu vermeiden. Die Sen 
dung braucht drei Tage, um die Meierei in Mailand 
zu erreichen. Glückt der Versuch, so werden auch 
andere schwedische Meiereien, die bisher nach Ita 
lien Butter absetzten, Rahm dorthin senden. 
Ein Fuß in Dänemark. 
und was Herr Dingle Foot, das libe 
rale Parlamentsmitglied für Dundee, in dieser An 
gelegenheit bemerkt: 
Dänemark ist das Land, das heute von uns IS 
Proz. seiner Einfuhr kauft und uns 50 Proz. sei 
ner Ausfuhr verkauft. Indessen, sagte Herr Foot, 
Dänemark kauft den Rest von irgend jemand sonst 
und es besteht darüber kein Ziveifel, daß irgend 
jemand wieder von uns kauft. Handel, erklärte er, 
mag dreieckig sein. Ferner, die Dänen werden von 
Dundee 250 000 Säcke (Einschlagtücher) für Speck 
kaufen. WaS für eine feine Neuigkeit für die Land 
wirte um Dundee herum! Die Dänen füllen 
250 000 Einschlagtücher mit dänischem Speck und ver 
kaufen in Dundee oder sonstwo für ungefähr L. 
25 000 000.— landwirtschaftliche Produkte, statt daß 
dies unsere Farmer tun. Warum füllt man nicht 
die Dundec-Einschlagtücher mit schottischem Speck? 
Es ist allerdangs wahr, wir hätten dann nicht den 
dreieckigen Handel. Es würde auch nicht doppelt 
verdient. 
durch Herrn Emil Fensen wurde zunächst die Wahl 
eines Vertrauensmannes vorgenommen, und der 
Landmann Jens Brodersen, Horstedt, einstimmig 
gewählt. Sodann nahm der Kreisvorsitzenbe Jensen, 
Wittbek, das Wort zu seinem Vortrag über die 
Not- und Schicksalsgemeinschast und den Besitz 
schutz. Der Redner entwarf ein Bild von der wirt 
schaftspolitischen Entwicklung der Nachkriegsjahre, 
die in ihrer Auswirkung nunmehr eine Katastrophe 
ungeahnten Umfanges heraufbeschworen habe. Er 
beleuchtete eingehend die Maßnahmen, die zum 
Schutze der Industrie von Seiten des Staates ge 
troffen seien, während man den Stand, der als 
Grund- und Eckpfeiler der Nation um seine Exi 
stenz kämpfe, vor die Hunde gehen lasse. Es gelte 
nunmehr, die letzten Reste der Substanz zu halten, 
und gerade hierzu sei die Besttzschuh-Komission 
und die Vesttzschutz-Genossenschast berufen. Der 
Redner gab dann ein anschauliches Bild von der 
Arbeit der Besitzschutzorganisationcn. Weiter sprach 
der Kreisgeschästssührer über Steuerfragen, insbe 
sondere Umsatzsteuer für die Landwirtschaft, und 
nahm dann zu den letzten Notverorndungen mit 
Bezug auf den Bollstreckungsschutz und das Ver 
mittlungsverfahren Stellung. 
In Bad Segeberg traten die Delegierten der 
Dbst- und Gartenbauvereine der Provinz zur 
Hauptversammlung zusammen. Landwirtschaftsrat 
Dr. Hinrichs-Bad Segeberg begrüßte die Gäste u. 
erinnerte daran, daß der Segebergcr Verein aut 
kin 40jahriges Bestehen zurückblicke. Aus dem Ge 
schäftsbericht sei hervorgehoben, daß der Verband 
^7 Einzelvereine zählt, der Verein Hnsum sei 
ìm letzten Jahre ausgeschieden und wahrscheinlich 
kin Opfer der schwierigen Zeitverhältnisse gewor 
den. 
Nach dem von Jeffen-Grambek erstatteten Kassen 
bericht stellten sich fite' Einnahmen aus 3798 Jf und 
öie Ausgaben auf 3477 -M, so daß der Kassenbestanö 
k24 1st beträgt. Dem Kassenführer wurde Entlastung 
geteilt. Das Geschäftsjahr des Verbandes soll in 
Zukunft das Kalenderjahr sein. Der Verbandsbei 
trag wurde pro Mitglied und Jahr auf 50 Pfg. 
festgesetzt. Das ausscheidende Vorstandsmitglied 
Humeyer-Meldorf wurde auf die Dauer von fünf 
fuhren einstimmig wiedergewählt. Die Wahl des 
Tagungsortes für 1933 fiel auf Burg i. D., für 
^34 auf Meldorf. Die Verbandszeitschrift soll 
Landwirtschaftlichen Wochenblatt für die Pro 
vinz Schleswig-Holstein angegliedert werden und 
^°n> 1. Januar ab als dessen Beilage erscheinen. 
Der Preis Iri ir5 zusammen mit dem Landwirt 
schaftlichen Wochenblatt 4 'M, ohne dieses 1,50 'JI 
tat Jahr betragen. 
Ueber „Pflanzenschutz und Lebensnotwendigkeit" 
'prach bann Dr. Eck zu Lichtbildern. 
Taxrstttrttcrörenll 
der Lnuenburgischen Wetterwarte Mölln (Lbg.) 
Wettervorhersage sür Mittwoch, den 19. Oktober. 
Nach kühler Nacht mit Neifgeiahr tags ziemlich 
mild, zunächst sonnig, im Binnenlande zeitweise 
heiter und durchiveg trocken bei stark aussrischenden, 
nach S. und SO. rückdrehenden Winden. Nach 
mittags im W. und NW. einsetzende Trübung mit 
Negenfällen, die sich später nach O. und S. ausdeh 
nen. Windwarnung für die Nordsee. 
Allgemeine Witterungs-Aussichten: Nach dem 
Borübergang eines südlichen Ausläufers des neuen 
Tiefs ist das Barometer feit den späten Morgen 
stunden des 17. Oktober in andauerndem Steigen 
begriffen, verursacht durch einen Keil höheren 
Druckes, der von den britischen Inseln und West- 
Europa nach SW.- bis NW.-Dentschland norstößt. 
Das Kerngebiet des obigen Tiefs liegt über dem 
Norömeere, Nordskanbinavien und Finnland und 
wandert nach NO. ab. Die Zufuhr polarer Kalt 
luft hat wieder begonnen und wird in Kürze auch 
unsern Bezirk erreichen. Eine neue Druckstvrung 
unter 740 Millimeter ist über dem hohen NW. 
Europas im SW. und S. von Island zu erkennen 
und folgt anscheinend der Bahn ihrer Vorgängerin 
nach NO>. Der z. Zt. (17. Okt. nachm.) noch an 
dauernde Vorstoß des erwähnten Hochdrucks wird 
daher bereits im Laufe der nächsten 86—48 Stun 
den durch einen ersten südlichen Ausläufer des 
neuen Tiefs gehemmt und aufgehoben werden. Das 
Wetter ist (17.) unbeständig, vormittags meist trübe 
bis bedeckt mit zeitweişen Negenfällen, namentlich 
im NW. und N. Nachmittags klarte der Himmel 
verbreitet auf: das Wetter wurde sonnig bis heiter 
und mit Ausnahme des Ostsee Küstengebietes trok- 
ken bei etwas böigen Weit- bis NW.-Winden. Die 
Temperaturen sanken frühmorgens (17.) vielfach auf 
+ 8— 7Grad C. und stiegen nachmittags meist aut 
st- 12—13 Grad, lagen somit etwa 2 Grad hoher als 
am Vortage. — Für die nächsten Tage ist nach einer 
vorübergehenden Wetterbesserung wieder mit Trü 
bung, stärkeren Winden und mit dem Eintritt von 
Niederschlägen bei stärkeren Winden zu rechnen. Die 
Luftmärme sinkt zunächst, wird jedoch bald wieder 
Zusammenbruch des landw. Bezugs 
vereins für Haseldorf und Umgegend 
Der Kasienführer verübt Selbstmord. 
Der landwirtschaftliche Bezugsverein für Hasel- 
dorf und Umgegend ist in Zahlungsschwierigkeiten 
geraten. Einer Anzahl von Mitgliedern waren grö 
ßere Kredite für Schweinemast, Viehgräsuug usw. 
eingeräumt worden, die infolge des ständigen Sin 
kens der Preise nicht mehr zurückgezahlt werden 
konnten. Zur Deckung der Verluste werden wohl die 
Mitglieder herangezogen werden. Aus Verzweif 
lung über seine Lage hat der Kassenführer des Be 
zugsvereins Selbstmord begangen. Er hat sich im 
Außendeich an der Elbe ertränkt. 
Dre örrirckige Hgrrörl! 
Dänemarks bester Kunde! 
Ein Leser unseres Blattes bittet uns um den 
Abdruck der Uebersetzung der beiden folgenden No 
tizen aus einem englischen Blatt: 
Auf der Jahrestagnng der Vereinigung jütlän- 
discher Landivirte sagte der Vorsitzende, daß wah 
rend der ersten drei Viertel dieses Jahres Groß 
britannien 81 Proz. der dänischen Butterausfuhr 
aufgenommen habe,gegenüber 72 Proz.im vergan 
genen Jahre. Deutschland nahm 9 Prozent statt 
18 Prozent im letzten Jahr. — 
Großbritannien nahm ferner 99 Proz. des Speck- 
exports. England wäre ihr einziger Absatzmarkt 
für Butter und Speck geworden. darauf erkläre sich 
der starke Wille des dänischen Volkes, die auslän 
dischen Käufe möglichst in England zu decken und 
aus ihre Erhöhung hinzuwirken. 
Landwirtschaft und Besitzschutz. 
'ìe Versammlungstütigkcit des Winterhalbjahres 
landwirtschaftlichen Einheitsorganisation für 
Ļreis Husum e. V. nahm mit einer stark be- 
* en Versammlung der Ortsgruppe Horstedt 
'll Anfang. Nach Exössnuna der. Versammlung
	        
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