Full text: Newspaper volume (1931, Bd. 4)

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124. Jahrgang. 
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M. 284 
New!««, bsn 10. Sereņ^« 
I 1931 
Schwere Vorwürfe von offizieller Stelle gegen Zinsausbeulung. Mit Hilfe öffentlicher Gelder. 
Ae RŞeàmg «îîlî die FtW der ZiOÄtik. 
Der Kampf gegen die Geldhamsterei. 
şŞ Der Kampf um eine Neuordnung der wirt 
schaftlichen Grundlagen in Deutschland steht jetzt 
/wr dem Höhepunkt. Die sogenannten Sachverstän 
digen des Gold- und Leihkapitalismus führen be 
kanntlich einen politischen Kampf für Herab 
setzung der Löhne, der Gehälter und der 
Preise, während der Zins und das. Leih 
kapital —, das Sachvermögen gleicht sich be 
kanntlich von selbst an — unantastbare Gegeben 
heiten bleiben sollen. In diesen Zusammenhängen 
hatten sich die Verhandlungen in Berlin ziemlich 
versteift, denn die Wirtschaftssachverständigen 
ibaren der Meinung, daß Herabsetzung der Löhne, 
her Gehälter und der Preise sich gleichartig in 
einem Abbau der Zins- und Schuldver 
pflichtungen auswirken müsse. Was das 
Leihkapital unbegreiflich findet! Die Auffassung 
sstzt sich aber trotzdem immer stärker durch, daß es 
ein Bollsbetrug wäre, die Kaufkraft der Mark 
von hoher Hand zu verstärken, ohne gleichzeitig 
Schuld- und Zinsvcrpflichtungen, die auf der 
Erundlage einer minderwertigen Kaufkraft der 
Mark eingegangen find, zu belasten. Das würde 
M Wirklichkeit nichts anderes bedeuten, als daß 
hie schaffende Arbeit des ganzen Volkes um soviel 
vusgeboutet wird, um wieviel die Kaufkraft der 
Mark sich gesteigert hat. Das hat man in Regie- 
vitngskreisen eingesehen und namentlich der Reichs 
kanzler Brüning, offenbar gestützt bund) den 
Reichspräsidenten von Hindsnburg, will nunmehr 
Juin mindesten eine Herabsetzung der Zinsen als 
Sprecht und billig in diesen Zusammenhängen er- 
iwiugcn. Dabei ist Brüning, wie dies nicht anders 
zu erwarten ist, auf den entschiedenen Wider 
stand der Neichsbankaktiengesellschaft als Treu- 
hiindcrin des internationalen Goldes gestoßen. 
Ņeichsbankpräsident Luther hält eine solche Poli 
ak für unmöglich, so wird jedenfalls ln vorliegen- 
hen Meldungen behauptet. 
Es ist aber nunmehr trotzdem so weit gekom 
men, daß die Regierung in den Ausschüssen des 
Wirtschaftsbeirates vor dem Lohn- und Geh-alts- 
droblom die Frage der Zinssenkung bebandeln 
k?sien will. Vor allen Dingen soll die grundsätz- 
üche Zinshcrabsetziliig erwogen werden, während 
vie Frage der Erhaltung der Kapitalwerte trotz 
gesteigerter Kaufkraft der Mark vorläufig mehr 
m dem Hintergrund bleiben soll, weil inan meint, 
. uß Zinsherabsetzung schon eine indirekte Kapital- 
ichrumpfung bedeutet. Durch Zinsherabsetzung will 
Mgn vor allen Dingen auch die Kommunen ent 
asten und diese dann verpflichten, die Zinserspa- 
vungeii für Senkung der Tarifpreise für Gas, Was- 
’ et > Licht usw. zu verwenden. Auch soll die Frage, 
^er Senkung der Mieten in Verbindung gebracht 
'verdon mit einer Lvprozentigen Senkung der 
dauszinsstener. Erst dann, wenn also tatsächlich 
ļ n die Augen fallende Ersparungen möglich sind, 
0 daß der Neallohn bei Herabsetzung der Lohn- 
tarife nicht geschmälert würde, will man einen 
stärkeren Druck von hoher Hand auf die allgemeine 
Tarifgestaltung in Lohn, Gehalt und Preisen ans- 
/öllüben sich für berechtigt halten. 
* * * 
Per dem Kampf um diese Fragen, bie sich also 
besonders gegen den Leihkaprtalismus und gegen 
internationale Goldkapital auswirken wür- 
scheint nunni ehr die Reichsregierung zum 
ņnmpf in die Osffentlichkeit gehen zu wollen. Das 
8eht aus einer Rede hervor, die bor 
Reichsfinanzminister Dietrich 
Testern tn Frankfurt am Main gehalten hat. In 
^eser Rede hat er gegen die Steuerpolitik der 
Meustmirtschaft und vor allen Dingen gegen 
uüicherzins in ganz bestimmten Fällen geradezu 
agehouerliche Vorwürfe erhoben. Er machte diese 
orwürfe, nachdem er vorher gerechterweiss auch 
fle egoistische und vatcrlandslose Einstellung der- 
lenigen Kreise ins rechte Licht gestellt hatte, welche 
Zurückhaltung ihrer Gelder im Strumpf oder 
ln term Kopfkissen oder in ausländischen Bank- 
M bats das deutsche Elend vergrößern. Somit sind 
^ drei großen Polypen am zusammenbrechenden 
deutschen Volkskörper — vom innenpolitischen 
Standpunkt aus gesehen — klar von offizieller 
Stelle gegeißelt worden. 
Reichsfinanzminlster Dietrich führte diesbezüg 
lich dem vorliegenden Tll.-Vericht zufolge das 
Folgende aus: 
„Die Frage, wie der Winter überstanden wer 
de, sei eine psychologische Frage und keine 
Frage der Staatskunst. Wemt der Bürger 
sein Geld auf die Banken bringen würde, 
statt es zu Hause zu behalten, so könnte der 
Wirtschaftsbeirat nach Hause geschickt werben. 
Die Summen, die der Allgemeinheit durch Zu 
rückhaltung entzogen würden, könnten auf eine 
Milliarde Reichsmark geschätzt werden. Falsch 
sei es, daß es in Deutschland fast zu einer 
Schande geworden sei, etwas zu verdienen. 
Ein Staat, in dem immer nur der eine danach 
frage, was der andere habe, um daun zu be 
haupten, daß jeder Besitz und jedes Einkom 
men Unrecht bedeute, befinde sich tatsächlich 
in allerhöchster Gefahr. Wäs insbesondere die 
großen Konzerne betreffe, so sei festzustellen, 
daß diese heutzutage als Steuerträger ausfie 
len, andererseits aber gleichzeitig den steuer- 
zahlenöen Mittelstand und das Gewerbe an 
die Wand drücken. Bedauerlich sei cs, daß daÄ 
Bürgertum nicht bestrebt sei, sich selbst durch 
zusetzen und sich von den radikalen Parteien 
vernichten lasse. Die Regierung sei zwar nicht 
in der Lage, bas goldene Zeitalter hervorzu 
zaubern, aber sie könne den Zusammenbruch 
verhindern. An diesem Ziel mitzuarbeiten, sei 
die Pflicht jedes einzelnen. 
Eine Gehaltssenkung sei nur auf der Gene 
rallinie einer allgemeinen Preisermäßigung 
möglich. Die Frage der Kartellpreislockerung 
sei jetzt in Angriff genommen. In Zusam 
menhang hiermit stehe die Zinssenkungsfrage. 
Hier sei wesentlich die Diskontpolitik der 
Reichsvank, die aber bedauerlicherweise hentc 
nicht ganz frei in ihren Entschlüßen sei. Zwei 
schwierige Fragen seien dabei zu lösen: Ein 
mal die zn große Zinsspannc im Osten, wo 
der Landwirtschaft 
von Geldinstituten, die das Geld zu 6. v. H. 
ans öffentlichen Mitteln erhielten, Zinsen 
von 14 bis 18 Prozent aufgebürdet seien. 
Die zweite Schwierigkeit liege im allmählichen 
Abba» des reichlich übersetzten Apparates im 
Bankwesen, wodurch aber die Arbeitslosigkeit 
vermehrt würde. Eine Mictesenkung werde 
erst möglich sein, wenn die Hauszinssteuer um 
mehr als 20 v. H. abgebaut würde." 
Was aus dieser Rede neben der Geißelung 
der Geldzurückhaltung im Strumpf besonders 
hervorgehoben werden muß, ist zunächst die 
Tatsache, daß die Grotzkonzerne heute als 
Steuerträger ausfallen in einem Augenblick, 
wo der fteuerzahlende Mittelstand von ihnen an 
die Wand gedrückt wird. Dieses Anerkenntnis 
von offizieller Stelle ist höchst bemerkenswert. 
Die zweite geradezu ungeheuerliche Feststel 
lung aber ist die, daß Geldinstitute aus öffent 
lichen Mitteln — ö. h. also aus Mitteln der 
Steuerzahler — Gelder zu 6 Prozent überge 
ben und von diesen Geldinstituten der 
geldsuchenden östlichen Landwirtschift mit Wu 
cherzinsen von 14 »nd 18 Prozent weitergege 
ben worden sind. Das sind so ungeheuerliche 
Borwürfe, bedeuten eine so ungeheuerliche 
Ausbeutung eines immer stärker verelendenden 
Volkes, daß zu diesen aufsehenerregenden Fest 
stellungen solange nicht geschwiegen werden 
Kann, bis nicht die betreffenden Geldinstitute 
zur vollen Verantwortung gezogen worden 
sind und damit auch volkswirtschaftlich einge 
stellten Banken und Sparkassen eine Rechtfer- 
tigmrg zuteil geworden ist. Nachdem von offi 
zieller Stelle so ernste Vorwürfe öffentlich 
erhoben tvordcn sind, werden aller Art Geld 
institute fordern müssen, daß eine Klarstellung 
unter Hervorhebung von Namen erfolgt. Die 
Organisationen der Landwirtschaft und des 
Mittelstandes in Stadt und Land aber werden 
nicht umhin können, zu dieser Behauptung 
Stellung zu nehmen und auch ihrerseits volle 
Anfklärung und volle Genugtunng zu fordern. 
Nur so kann es gelingen eines Vampyrs am 
Volkselend habhaft zu werden und seine volle 
Erledigung zu erzwingen. 
Die Stockung in den deutsch-französischen Verhandlungen. 
Tardieu schlägt die Trommel. 
Eindringliche Randbemerkungen Macdonalds zu den deutsch-französischen 
Auseinandersetzungen. 
Im heutigen „Petit Parisien" heißt es zu 
den deutsch-französischen Besprechungen, daß 
die beiderseitige Haltung keine Veränderung 
erfahren habe, und daß die französische Re 
gierung nach wie vor an den Bestimmungen 
des Noungplanes bezüglich der Befugnisse des 
beratenden Ausschusses festhalte. Frankreich 
wolle von dem Grundsatz der strengen Schei 
dung zwischen Privatschulden und Tribnt- 
verpflichtungen nicht abweichen. Gelegentlich 
der Aussprache zwischen dem MinisterprtTsi- 
denten Laval und Francois Poncet am Sonn 
tag sei der französische Standpunkt klar her 
ausgearbeitet worden. Das Blatt zieht die 
Schlußfolgerung, daß zwischen Paris und 
Berlin eine grundsätzliche Meinungsverschie 
denheit bestehe. 
Der Pariser Journalist Marcellc Hutin 
schreibt, Deutschland wolle von den Tributen 
nichts mehr wissen und beabsichtige, ein Mo 
ratorium zu fordern, das sich auch auf die 
ungeschützten Zahlungen ausdehnen solle. 
Allerdings sei das offizielle Moratoriums 
gesuch Deutschlands der französischen Regie 
rung noch nicht übergeben, da sich Botschafter 
von Hoesch in seinen ersten Unterredungen 
mit den französischen Staatsmännern darauf 
beschränkt habe, den französischen Standpunkt 
kennen zu lernen. 
Francois Poncet 
wird, wie aus Paris verlautet, erst in einigen 
Tagen auf seinen Berliner Botschafterposten 
zurückkehren. Man schließt hieraus, daß er 
Anweisungen für weitere Besprechungen mit 
Brüning empfängt. 
der Kriegsgeisi muß wieder herhulîen. 
Am Sonntag fand in Saint-Lo im Anschluß 
an eine landwirtschaftliche Tagung ein Fest 
essen statt, bei dem der vielleicht einflußreichste 
Mann des französischen Kabinetts, Landwirt- 
schaftsminister Tardicu, eine für den amtli 
chen französischen Standpunkt bezeichnende 
Rede hielt. Er erklärte u. a.: Frankreich be 
sitze seinen Verstand und seine gesunde Ver 
nunft. Wenn stttderc sich in die Lage der Zah 
lungsunfähigkeit versetzt hätten, nachdem sie 
habgierige und wenig klar sehende Geldgeber 
gefunden, so sei cs jedenfalls nicht an Frank 
reich, sein Geld herzugeben, um die Differenz 
zu zahlen. Die gesunde Vernunft und Kraft 
Frankreichs sei den Ereignissen im Jahre 1914 
und 1917 gewachsen gewesen. Auch jetzt dürfe 
es keinen „Defaitismus" geben, weder auf in 
dustriellem noch auf handelspolitischem oder 
landwirtschaftlichem Gebiet. Zum Schluß 
wandte sich Tardicu in einem Appell an die 
Kriegsgeneration, die ans den Schlachtfeldern 
in höchstem Maß ihren inneren Wert bewie 
sen habe. Noch sei für Frankreich gar nichts 
verloren. 
MakösnaiöS Rröc. 
Einen bemerkenswerten Beitrag zur fran 
zösisch-deutschen Auseinandersetzung lieferte 
gestern Ser englische Ministerpräsident Mac 
donald bei der traditionellen Lvrdmayor- 
Feier, d. h. der feierlichen Einführung des 
Londoner Oberbürgermeisters in sein Amt. 
Der Akt ging in der historischen Gildenhalle 
vor sich, und, wie schon oft bei solcher Gelegen 
heit, entwickelte sich die Feier zn einer Be 
kundung nationaler Interessen. 
Macdonald hielt seine Rede in Gegenwart 
des französischen Botschafters de Fleuriot, der 
kurz vorher in einem Trinkspruch des Anse 
hens Englands gedacht hatte. Nachdem er An 
gelegenheiten des britischen Weltreichs er 
wähnt, betonte er das Erfordernis einer Tri- 
butreviston und redete einer französisch-deut 
schen Vereinbarung das Wort. Er erklärte: 
Die Lage Deutschlands 
im Verhältnis zn den anderen Völkern muß 
der Gegenstand einer völligen Neuorientie 
rung sein, in der Deutschland selbst mitarbei 
ten muß. Man sollte zu finanziellen Abma 
chungen gelangen, die praktisch und erträg- 
l i ch sind, die nicht zu noch größeren handels 
politischen Verwicklungen führen und schließ 
lich nicht verhindern sollten, daß der interna 
tionale Güteraustausch in normale Kanäle 
gelenkt wird. 
Es war das Hoover-Abkommen, das uni 
zeitweilig über die Schwierigkeiten hinweg 
half. Dieses Abkommen läuft indessen am 
29. Februar ab. Eine sehr schwierige Verant 
wortung lastet auf den Regierungen der neuen 
und der alten Welt, um 
werteres Unglück zu verhüten. 
Im nächsten Monat können wir am Rande 
stürmischer Verhältnisse stehen. Die britische 
Regierung ist der Ansicht, daß die beteiligten 
Regierungen, besonders aber Frankreich und 
der Basis des gesunden Menschenverstandes 
die ungeheuren Probleme im Lichte der Wirk 
lichkeit betrachten und zu einem Abkommen 
gelangen müssen. 
Es darf keine Zeit verloren werden. Die 
beiden Staaten Frankreich und Deutschland 
müssen sich gegenseitig Zugeständnisse machen 
aus dem einfachen Grunde, weil, wenn sie es 
nicht tun, die Verhältnisse in der Welt sich 
noch schlimmer gestalten werden, bis 
schließlich Zusammenbruch und Nevolntivn 
vielleicht den einzigen Ausweg darstellen. Die 
Regierung Seiner Majestät hat mit großem 
Vergnügen von dem jüngsten Besuche des 
Ministerpräsidenten Laval in Washington 
Kenntnis genommen und hofft inständig, daß 
diesem Besuche eine Verständigung zwischen 
Frankreich und Deutschland folgen wird, die 
als wichtigste Voraussetzung des europäischen 
Wiederaufbaues anzusehen ist." 
Zw6Ägs§ VmffichlunFM". 
Die „Times" zu Macdonalds Rede. 
TU. London, 10. Non. (Eig. Funkmeldung.) 
Anknüpfend an die Rede Macdonalds in der 
Guilö-Hall bemerken die „Times", aus den 
Worten Macdonalds höre man heraus, daß 
England bei seiner eigenen Wicdcraufbautä- 
tigkeit die Schwierigkeiten der anderen Län 
der nicht vergessen wolle. Die Schwierigkeit 
der Lage bestehe darin, daß die Amerikaner 
die Schuldenfrage mit der Abrüstung und die 
Franzosen die Abrüstung mit der Sicherheit 
verknüpften, was wieder die ganze Frage des 
status guv in Europa aufwühle. Aus der Re 
de Macdonalds könne man nicht nur die Auf 
forderung herauslesen, die deutsch-französischen 
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