Full text: Newspaper volume (1931, Bd. 3)

Die Lswiņe wächst! 
4,1 Millionen Arbeitslose. 
Nach dem Bericht öer Reichsanstalt für die 
Zeit vom 1. bis IS. August 1931 hat bas Absin 
ken des Beschäftigungsgrades, das in der zweiten 
Hälfte Juli eingesetzt hat, in der ersten August 
hälfte ein etiMs rascheres Tempo angenommen. 
Zwischen den beiden Stichtagen vom 18. Juli und 
18. August 1931 ist die Zahl der Arbeitslosen um 
rund 148 000, in dem gleichen Zeitraum des Vor 
jahres um rund 129 000 gestiegen. Auf die Zeit 
vom 1. bis 15. August 1931 entfallen von der Zu 
nahme rund 114 000 (im Vorjahr rund 80 000h 
Nach den Zählungen der Arbeitsämter war am 
18. August eine Arbeitslosenzahl von rnnd 
4 104 000 erreicht. In dieser Entwicklung durften 
— neben der üblichen Verminderung in der Be 
schäftigung der Landwirtschaft — Auswirkungen 
der Kreditkrise zur Geltung kommen. 
Schwindende Steurrkrraft 
Die Neichsftsnereinnahmen im Juli 1931. 
Im Monat Juli 1931 betrugen die Einnah 
men des Reiches aus den Besitz- und Berkehrs 
steuern 850,2 Millionen Mm, aus den Zöllen und 
Verbrauchsabgaben 278 Millionen 'MM, zusammen 
828,2 Millionen MM. Das Aufkommen aus der 
veranlagten Einkommensteuer, der Körperschafts 
steuer und der Umsatzsteuer wurde erheblich durch 
die Vorauszahlungen, die im Juli fällig waren 
und durch Abschlußzahlungen 1930 beeinflußt, das 
Aufkommen aus den Zöllen durch die vierteljähr 
lichen Zollagerrechnungen. Das Juliaufkommen 
aus diesen Abgaben ist deshalb nicht ohne weiteres 
mit dem Aufkommen des Vormonats Juni 1931 
zu vergleichen, in dem derartige Zahlungen nicht 
zu leisten waren. Das Aufkommen im Juli 1931 
ist gegenüber der Vorschätzung um 186 Millionen 
’JUl gegenüber Juli 1930 mit 1097 Millonen MM 
um etwa 268,8 Millionen MM zurückgeblieben. 
Dies ist zum großen Teil auf die Krise und die 
dadurch hervorgerufene Stockung des Zahlungs 
und Ueberweisungsverkchrs zurückzuführen. Im 
übrigen wirken die Verzugszuschläge und die er 
höhten Verzugszinsen jetzt fördernd auf das Auf 
kommen, im August laufen die Steuereingänge 
günstiger. 
U Mim Her SîMMsM. 
Die Steuerausschnsse bei den Finanzämtern sind 
nach den Bestimmungen der Reichsabgànordnung 
in ihrer Fassung vom 22. Mai d. I. und nach den 
Bestimmungen der Steuerausschußordnung vom 22. 
Mai d. I. neu zu bilden. Von der Neubildung an 
übernimmt der neue Steuerausschuß die Geschäfte 
der Steuerausschüsse und der Bewertungsausschüsse, 
die bisher auf Grund der Reichsabgabenordnung 
und des Reichsbewertungsgeseßes bei den Finanz 
ämtern gebildet waren. Die Amtsperiode der 
Eteuerausschüsse, die hiernach erstmalig gebildet 
werden, endigt mit dem Ablauf des 31. Dez. 1935. 
Bon da ab ist die Amtsperiode der Steuerausschüsse 
jeweils vier Jahre. Innerhalb eines jeden Steuer- 
ausschusses werden eine Grundbesitzabteilung oder 
mehrere Grundbeflßabteilungen und eine Gewerbe- 
abteilung oder mehrere Gewerbeabteilungen gebil 
det. Die Mitwirkung der Ausschüsse bzw. der Abteil- 
lungen erfolgt in der Hauptsache bei der Feststellung 
der Einhcitswerte für landwirtschaftliche usw. bzw. 
gewerbliche Betriebe, die Mitwirkung der Gewerbe- 
abteilung ferner u. a. insbesondere bei der gesonder- 
ten Feststellung der steuerpflichtigen Reineinkünfte 
aus Gewerbebetrieb und aus sonstiger selbständiger 
Berufstätigkeit, bei der Festsetzung der Steuermeß 
betröge für die Gewerbesteuer, bei der Festsetzung der 
Steuern vom Einkommen und vom Umsatz, bei der 
Entscheidung Uber den Einspruch, wenn bei dem an 
gefochtenen Bescheide die Gewerbeabteilung mitge 
wirkt hat. Den Vorsitz in den Abteilungen des 
SteucrausTchusses führt der Vorsteher des Finanz 
amtes oder ein von ihm beauftragter Sachbearbeiter. 
Die Handwerkskammer zu Flensburg hat die 
von ihr vorzunehmende Wahl von Handwerksvertre 
tern für die Besetzung der Steuerausschüsse vorge- 
nonimen. Die Kammer hatte im ganzen je 43 or 
dentliche und stellvertretende Mitglieder für die Ge 
werbeabteilungen, je 17 für die Grundbesitzabtei 
lungen und 3 ordentliche und 6 stellvertretende Mit 
glieder für die Ausschüsse für das Umlaufsverfahren 
bei den einzelnen Finanzämtern zu wählen. Das 
Ergebnis ist dem Präsidenten des Landesfinanz 
amtes inzwischen mitgeteilt. 
Mitglieder der Steuerausschüsse 
im Kreise Rendsburg. 
Auf der Sitzung des Vorstandes der Hand 
werkskammer zu Flensburg am 19. August wurden 
gemäß den Vorschlägen öer örtlichen Organisatio 
nen die von der Kammer als wahlberechtigte Kör 
perschaft für das Handwerk zu benennenden Mit 
glieder für die neu gebildeten Steuerausschüsse 
bei den Finanzämtern auf Grund öer Bestimmun 
gen der RcichSabgabenordnung und der Steuer- 
ausschußorönung vom 22. Mai ds. Js. vorgenom 
men. Es sind dies für den Finanzamtsbezirk 
Rendsburg folgende ordentlichen bezw. Stellver 
tretenden Mitglieder: 
1. Gcwerbeabteilungr 
Malermeister Heinrich Wulff, Rendsburg, 
Stellvertretender Frtseurmeister Richard Hoff 
mann, Rendsburg,- Stellmachcrmeister Nicolaus 
Baasch, Fockbek, Stellv. Schneidermeister Detlef 
Argens, Hamborf: Schuhmachermeister Heinrich 
Lüthje, Audorf, Stellv. Müllermeister Friedrich 
Burmeister, Wakendorf,' Klempnermeister Fr. W. 
Schönwandt, Nortorf, Stellv. Schuhmachermeister 
Johann Kühl, Timmaspe, Maschinenbaumeister 
Wilhelm Voß, Hohenwestedt, Stellv. Schlächter 
meister Otto Grabcke, Hohenwestedt: Schuhmacher 
meister Johannes Jordan, Hademarschen, Stellv. 
Schmiedemeister Karl Mengel, Lüthjenwestedt: 
Tischlermeister Johannes Beth, Schenefeld, Stellv. 
Zimmermeister Johannes Thode, Holstenniendorf. 
2. Grnndbesttzabteilnng: 
Zimmermetster Johannes Friedrichsen, Rends 
burg, Stellv. Zimmermetster Heinrich Brandt, 
Rendsburg. 
3. Ausschuß für Umlanssverfahren: 
Stellv. Mitgl. Schmiedemeister Johs. Wriedt, 
Rendsburg. 
Ire Vertreter des Hsņdîmâè 
bei« SÄtaiger. 
Reichskanzler Dr. Brüning empfing am 21. 
August die Vertreter der Spitzenverbände des 
deutschen Handwerks zu einer Aussprache. Unter 
Hinweis auf die derzeitige Wirtschaftslage beton 
ten die Vertreter des Handwerks die Notwendig 
keit einer stärkeren Rücksichtnahme auf den gewerb 
lichen Mittelstand. Das Handwerk erwarte ein 
sichtbares Zeichen der Regierung, um dem gewerb 
lichen Mittelstand bas Gefühl der Vernachlässi 
gung und Vereinsamung zu nehmen, das im 
Laufe der letzten zehn Jahre sich mehr und mehr 
ausgedehnt habe. An die Ausführungen der Ver 
treter des Handwerks knüpfte sich eine rege Aus 
sprache. in deren Verlauf sich der Reichskanzler 
bereiterklärte, entsprechend dem Fortschreiten der 
beabsichtigten Maßnahmen der Reichsregierung 
erneute Besprechungen mit den berufenen Ver 
tretungen des Handwerks herbeizuführen. 
Mm öVÄ NĶchààêiàl. 
Ein kombinierter Arbeitsausschuß des Vorläu 
figen Reichswirtschaftsrates hat zur Frage der 
Auflockerung oder Aufhebung des Nachtbackver- 
botes gutachtlich Setllung genommen. Er war 
einstimmig der Anschauung, daß eine Aufhebung 
des Nachtbackverbotes nur dann in Frage kommen 
könne, wenn dadurch eine wesentliche Verbilligung 
des Brotpreises herbeigeführt wird. Eine Mehr 
heit fand dagegen ein Antrag, in allen Bäckerei- 
betrieben die Vorbcreitnngsarbeiten für die Brot- 
unb Vrötchen-Herstellnng 3 Uhr morgens begin 
nen zu lassen. Mit großer Mehrheit fand ein wei 
terer Antrag Annahme, das die Vcrtreibspesen 
wesentlich erhöhende Verbot des Ausfahrens vor 
Beginn der Verkaufszeit aufzuheben. An dem 
Verbot des Verkaufs der Backware vor 7 Uhr 
morgens wurde einmütig festgehalten. 
GlaubigervLLsammlmrg der NordrvoLe. 
200 MiUîmm find Verloren. 
Die Großbanken sind mitschuldig durch leichtfertige Kreditgswahrung. 
In Bremen hat sich am Freitag die riesige 
Trauergemeinde des Noröwollekonzerns versam 
melt. Der Zusammenbruch des großen Textil- 
Konzerns der Brüder Lahusen, der Norddeutschen 
Wollkämmerei ir. Kammgarnspinnerei A.-G., ist mit 
seinen über eine Viertel Milliarde betragenden 
Schulden eines der größten Skandal-Ereignisse 
öer Wirtschaftsgeschichte. Man hat den größten 
Saal der Stadt für den Ansturm bereitgestellt, 
über 300 sind erschienen. Neben zahlreichen in 
ländischen Warengläubigern aus dem Wollhandel 
ist das Ausland stark vertreten, vor allem Hol 
land, England und Frankreich. 
Die Sitzung, von Konkursrichter Dr. Hoever 
geleitet, begann mit einem ausführlichen Bericht 
des Konkursverwalters. Danach waren bereits 
1923 bei Noröwolle Verluste größten Ausmaßes 
entstanden, die durch Heranziehung stiller Reserven 
verkleinert und in angebliche Gewinne verwandelt 
werden konnten. Noch jahrelang wurden dann 
Dividenden gezahlt, obwohl effektive Verluste 
vorhanden waren. Ermöglicht wurde diese Taktik 
durch umfangreiche Verschleierungen in der 
Bilanz, die vor allem über die holländische 
Tochtergesellschaft U l t r a m a r e erfolgten. 
Ueber die Verwicklung mit Ultramare waren 
außer Karl und Heinz Lahusen, die jetzt in Unter 
suchungshaft sitzen, bei Nordwolle niemand unter 
richtet. Die Gründe, die zum Zusammenbruch 
führten, sind nach dem Bericht der Konkursver 
walter: Zu weit getriebener Konzern-Ausbau, öer 
immer wieder Millionkredite verschlang: untrag 
bare Zinsen für diese Kredite: mangelnde Renta 
bilität der Werke: Konfunkturverluste durch kata 
strophale Entwicklung der Wollpreise und speku 
lative Rohwoll-Einkäufe: umfangreiche Aktien- 
Speknlationen, die sich auf alle möglichen Wert 
papiere erstreckten. 
Die Konkurs-Bilanz steht einfach niederschmet 
ternd ans. Die Schulden der Nordwolle betragen 
235 Millionen MM. Ihnen stehen nur Vermögens 
werte von knapp 89 Millionen gegenüber. Rund 
200 Millionen müssen also von den Gläubigern in 
den Rauch geschrieben werden. 
Wie „optimistisch" die Lahusens ihre Bilanzen 
aufstellten, zeigt ein Vergleich mit der vom Treu 
händer vorgenommenen Bewertung der einzelnen 
Posten: Verwaltungsgebäude ist 4 Millionen wert, 
Lahusens setzten 12 Millionen ein: Werke und 
Grundbesitz 314 Millionen statt 47 Millionen: Debt 
toren 14)4 Millionen statt 153 Millionen! Waren 
85 Millionen statt 51 Millionen. So kommen die 
Verluste zusammen. 
Daß an dem Zusammenbruch nicht nur die 
Lahusens allein Schuld haben, sondern daß die 
Mitschuld in öer leichtfertigen Kreditgewährung der 
Großbanken liegt, ergibt sich aus der Tatsache, daß 
die 162 Millionen Mark betragenden Bankkredite 
zum allergrößten Teil ohne jede Deckung gegeben 
wurden. Ausländische Banken haben 41 Millionen 
Mark, deutsche Banken (namentlich die Danatbank, 
aber auch alle übrigen deutschen Großbanken und 
einige Großbankiers) 121 Millionen Mark in den 
Konzern gesteckt, wobei die Großbanken Sicherun 
gen überhaupt nicht für nötig erachteten. 
Nachdem der Konkursverwalter noch u. a. er 
klärt hatte, daß die Brüder Lahusen geheime Korre 
spondenzen geführt hätten, um ihre Buchungen zu 
verschleiern und man daher den übrigen Mitar 
beitern nicht ohne weiteres Vorwürfe machen 
könne, wurde der Konkursverwalter in seinem 
Amt bestätigt. 
mrnm bei der AdlM Opel A.-Ş. 
13,89 Millionen Mm Verlust. 
Die Adam Opel-A.-G. in Rüsselheim die 
größtenteils dem amerikanischen General-Motors- 
Konzern gehört, weist für 1930 einen Verlust von 
13,88 (2,29) Mill. MM aus der durch Auflösung 
des Reservefonds (der nach Tilgung des Verlustes 
für 1929 noch 1,77 Mill. MM enthielt) auf 12,19 
Mill. MM reduziert und mit diesem Betrag vor 
getragen wird. Abschreibungen auf Anlagen und 
Material wurden mit 7,19 (4,32) Mill. JUl vor 
genommen. 
Die Verwaltung erklärt diesen Verlustab'chlutz 
mit den Folgen der Umstellung des Fabrikations 
programms (1929 begonnen), die anähernd zu 
Ende geführt wurde. Der Verlust wurde dadurch 
erhöht, daß gleichzeitig die vollkommen neuen Mo 
delle des 1,8-Liter-Wagens und der 1,5- und 2-Ton- 
nen-Blitzlastwagen für bas neue Programm zur 
Produktionsreife entwickelt wurde. 
Es gelang, den Anteil an dem deutschen Au 
tomobil-Gesamtabsatz um 1,8 Prozent gegen das 
Vorjahr zu erhöhen. Das Fahrradgeschäsi hat 
durch die verstärkte Arbeitslosigkeit gelitten, der 
Anteil am gesamten deutschen Fahrradabsatz ist 
etwas gestiegen. 
Die Beurteilung der Zukunft des Unterneh 
mens durch die Verwaltung ist optimistisch. 
Anfrage G. W. N.: Ich bin seit dem 12. Novem 
ber 1930 krank und wurde durch die Invaliden 
versicherung zur Erholung fortgeschickt. Die Krank 
heit hat sich nicht gebessert: ich kam daher in Kiel 
und später in Neumünster ins Krankenhaus. Ich 
war bei der Ortskrankenkasse in Nortorf versichert, 
aber am 12. Mai war ich ausgesteuert. Vis zum 
30. Juki mußte ich noch im Krankenhaus Neumün 
ster sein. Ich bin als nicht geheilt entlassen. Nun 
möchte ich anfragen, ob von der Zeit, von der ab 
die Krankenkasse abgelaufen ist, die Jnvalidenver- 
Günstiger Halbjahresabschluß 
der Beamtenbank 
zu Kiel e. G. m. b. H. 
Nach dem Halbjahresbericht, den der Vorstand 
dem Aufsichtsrat in öer letzten Sitzung für das 
erste Halbjahr 1931 vorlegte, muß das Ergebnis 
als recht günstig bezeichnet werden. Die Bilanz 
summe hat sich um rund 1,4 Millionen JUl gegen 
Ende v. Js. erhöht. Ebenfalls sind die Sparein 
lagen um rund 600 000 JUl gestiegen, der Mit 
gliederbestand hat sich um 1000 Mitglieder erhöht. 
Entsprechend sind die eingezahlten Geschäftsgutha 
ben nunmehr auf rd. 700 000 JIM per 30. Juni 1931 
angewachsen. Die Geschäftsguthaben und Reserven 
betragen nahezu 1 Million JIM, das verantwort 
liche Kapital unter Berücksichtigung der Haftsum 
men 3 Million Mm. 
Bilanzsumme: 
Spareinlagen: 
Mitgliederzahl: 
Gesckäitsautüaben; 
1924 
1926 
1 660 857 
448 645 
3 361 
95 503 
6 071 747 
2 874 807 
6 195 
267 767 
1928 
1930 
12 282717 
7046 597 
9058 
497 427 
13 465 513 
7925 443 
10614 
629099 
Halbjahres 
ergebnis 1931 
14 860 010 
8439031 
11615 
691 540 
stcherung verpflichtet ist, die Krankenhauskosten zu 
tragen? 
Antwort: Die Invalidenversicherung ist zur 
Tragung der Krankenhauskosten nicht verpflichtet. 
Sie muß aber nach der Aussteuerung durch die 
Krankenkasse die Rentenfestsetzung vornehmen. 
Berliner Bnfletmorll 
vom 22. August 1931. 
1. Klasse 1,38; 2. Klasse 1,28; abfallende 1,14 5». 
Tendenz: stetig. Preise ab Erzeugerstation. Hinzu 
kommen Fracht, Umsatzsteuer und Vermittlungs 
gebühren. 
Marklbmchle. 
rt. Tary, 21. August. Dem Ferkelmarkt waren 
38 Ferkel zugeführt gegen 34 in vorhergehender 
Woche. Die Preise betrugen 12^-14 MM,baS Stück. 
Der Handel war ruhig und der Markt wurde nicht 
geräumt. 
Neumttnster, 21. August. Der Ferkekmarkt 
hatte einen Auftrieb von 859 Tieren. Der Handel 
ging mittelmäßig, der Markt wurde fast geräumt. 
Die Preise standen zwischen 36 und 40 Mrf 
Heide, 22. August. Dem Fcrkelmarkt waren 
1034 Tiere zugeführt. Der Handel war mittel. 
Der Markt wurde fast geräumt. Es kosteten 4—6 
Wochen alte Ferkel 8—10 JIM, 6—8 Wochen alte 
11—14 JUl, 8—10 Wochen alte 15—20 -KM. Fette 
Schweine kosteten 38—40 JIM je Zentner. Läufer 
schweine 50—53 M. 
yv. Tönving. 21. Aug. Hauptvserdemarkt. 
Der Antrieb betrug am Donnerstag 375 und a>n 
Freitag etwa 500 Pferde. Der Handel war durch 
weg schleppend, trotzdem die Zahl der auswärtigen 
Händler nicbt gerinn war. Beste Arbeitspş°rde 
bedangen 825—925 RM., mittlere 600-700 RM., 
Arbeitspferde 350—450 RM., 2—3jährige Fohlen 
550—600 RM.. Ģährige 400—450 RM., Sang- 
sohlen 250—300 RM. Beste Pferde wurden auch 
über Notiz bezahlt. 
Sckileswig. 22. August. Dem heutigen Ferkel 
markt sind zirka 600 Tiere zugeführt. Es kosteten 
4—6 Wochen alte 6—8 MM.. 6—8 Wochen alte 8—13 
JUl, 8—10 Wochen alte 13—16 JUl. Der Markt 
dürste einen erheblichen Ucberstand haben. 
Şchlesmia, 22. August. Aus dem Wockenmarkt 
kosteten: Butter 1.60 ~MM, Landbutter 1,45, Eier 
8 ■%(., Kcnstoşşeln 6 Mnf,. Wurzeln und Sn oven- 
kraut 15—g0 M/,1, Zwiebeln 90 MJ, Tauben 60 Ins 
70 MJ, Hähnchen 90 Mj je Pfund Weißkohl 9 MJ, 
Wachsbohnen 20. Bohnen 25. Erbsen 25, Rotkohl 
10, Weißkohl 8 M/s. pro Piund. 
Bredsiedt. 21. August. Dem Ferkelmarkt waren 
waren 226 Ferkel znaesübrt. Es kosteten Ferkel 
in der 1 G'ite 13—15, 2. Güte 10—13. 3. Güte 8—10 
Mark das Stück. Der Handel war gut. der Markt 
wurde geräumt 
Ans dem Wocstenmarkt wurden Hühnereier mit 
7K MJ. pro Stück und Butter mit 1,40 MM. pro 
Pfund bezahlt. 
H->demnrs>sten 21. Auanst. Die Zuşnhr zum 
Ferkekmarkt betrna 180 Strick. Bezahlt wurden 
40—42 MJ für das Ptund. Je nach Güte wurde 
auch über nnd unter Notiz beznhkt. Der Handel 
war şlan. Der Markt wurde nickt geräumt. 
Schweineverkgnd. In dieser Woche kamen 310 
Schweine zum Versand, bestimmt für mittel- ccnd 
süddeutsche Markte. Bezahlt wurden MM. 51 für 
100 Pfund Lebendaewicbt. Das d,"-Hs>stnittliche 
Gewicht der Tiere betrug 200 bis 220 Pfund. 
Devi^en-^rrrse. 
Festgesetzte Kurie von der Bedingunososinmnschgst 
zusammen mit der Reickishank. lOhne Gewähr) 
Berlin. 21. August 1931. 
New Bork 4.209 
Kovenbagen 112.49 
Paris 16.49* 
Landwirtschaftliche Inlands-Erzeugnisse. 
(Reichsmark für 1009 k-J 
Ware 
Berlin 
ab märk. St. 
Breslau 
frei Br. 
Magdeburg 
netto ab St. 
Weizen 
neue Ernte 
221-223 
neu 
227 
76/77 kg 
222-224 
Roggen 
neue Ernte 
166—168 
neu 
185 
neu 
172—174 
Gerste 
neue Winter 
152-162 
Wintei 
160 
neue Winter 
162—166 
Hafer 
neue Ernte 
147—156 
1?0 
alt 
174-176 
Der durchschnittliche Berliner Börsen-Roggew 
preis für 1000 Kg. betrug in der Woche vom 3. 8. 
bis 8. 8. 1931 ab märkischer Station 144,50 MM.. 
Nendsburger Wocherrmarkt 
am Sonnabend, dem 22. August 1831 
Rindfleisch à Pfd. 
Schweinefleisch „ 
Flomen „ 
Geräuch. hies. Speck m 
Kalbfleisch » 
Lamm- u. Hammels!. „ 
Bersch. Sorten Wurst * 
Schlachthühner „ 
Legehühner Stück 
Hähne <jg.) * 
(Enten * 
Tauben » 
Gänse „ 
Butter Pfd. 
Käse, verschied. Sort. „ 
(Eier 
Kartoffeln 
Weißkohl 
Rotkohl 
Blumenkohl 
Wirsingkohl 
Salat 
Kohlrabi 
Suppenkraut 
Radies 
Wurzeln 
Zwiebeln 
Schalotten 
Rhabarber 
Stück 
Pfd. 
Pfd. 
Kopf 
Bund 
Pfd. 
2 Bund 
0.70-1.60 
0.45-1.20 
0.70 
0.80-1.30 
0.85-1.35 
0.60-1.30 
0.80-0.90 
2.50- 3.00 
0.70-0.80 
0.70-0.90 
1.50- 1.60 
0.45-1.30 
0.09-0.10 
0.04-0.05 
0 05 
0.15-0.30 
0.05-0.30 
0.10-0.15 
0.05 
0.10-0.15 
0.05-0.10 
0.05-0.10 
0.10 
0.10 
0.15 
0.15 
Stück 
Pfd. 
Gurken 
Asia-Gurken 
Spinat 
Erbsen 
Bohnen 
Wachsbohnen 
Große Dohnen 
Aepfel 
Birnen 
Erdbeeren 
Johannisbeeren 
Himbeeren 
Pflaumen 
Tomaten 
Fische: 
Aal 
Dorsch 
Heringe 
Butt 
Hornfisch 
Makrelen 
Barsch 
Zander 
Rotfedern (Plötze) 
Bücklinge 
Feuerung: 
Torf Fuder 
ea. 8 Ztr. 
Pfd. 
0.1-9-0.20 
0.15-0.20 
0 10 
0.15 
0.15-0.20 
0.10 
0.15-0.45 
0.10-0.25 
0.50-0 55 
0.20-0.30 
0.20-0.30 
0.80-1.10 
0.33-0.41 
0.25-0.35 
0 40-0.45 
0.75 
10—12 
Der Markt war mit Obstund Gemüse reichlich beschickst 
Der Handel war nur mittelmäßig.
	        
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