Full text: Newspaper volume (1930, Bd. 4)

Der Pli«; von Wales 
steuert „Do X". 
„Ein wunderbares Flugzeug" 
sagt der Prinz. 
TU. London, 12. November. Der Prinz 
von Wales flog in der „Saro-Cloud", einem 
der größten Flugzeuge der Welt, das für 
Land- und Seezwecke geeignet ist, von Hen 
don nach Calshot, um die „Do. zu besich 
tigen. Die Maschine ging nicht weit von „Do. 
auf dem Wasser nieder. Auf der „To. X." 
wurde der Prinz von Dr. Dornier und Kapi 
tän Christiansen empfangen. Der Prinz von 
Wales machte sodann einen Flug von 25 Mi 
nuten Dauer auf der „Do. X." mit. Während 
seines Fluges übernahm der Prinz von Wales 
für zehn Minuten das Steuer des Flugstßif- 
fes. Während des Fluges brachte der Prinz 
einen Trinkspruch auf den Kommandanten 
und die Besatzung aus und wünschte ihnen 
einen vollen Erfolg für den Atlantikflug, 
worauf der Kommandant auf die Gesundheit 
des Prinzen trank. Die „Do. X." ist ein wun 
derbares Flttgschiff, so sagte der Thronfolger 
zu Dornier, bevor er das Schiff verließ. 
Dem Kommandanten gratulierte er zur ge 
schickten Leitung der „To. Das Flugzeug 
stieg kurz darauf noch einmal zu einem kur 
zen Flug auf, um dem Prinzen das Starten 
und Landen zu zeigen. Die Menge in Cals 
hot war wieder voll der Bewunderung für 
das deutsche Flugschiff. 
Falls die Wetterverhältnisse günstig sind, 
wird „Do. X." am Freitagvormittag um 8 Nhr 
englischer Zeit nach Bordeaux weiterfliegen. 
* . * 
fSîï Deich gib! nach. 
Deichbruch und Niesenüberschwemmung 
im Ostegebiet. 
WTB. Stade, 12. Nov. Die Ortschaften an 
der Oste südlich Hechtshausen sind bei dem 
Sturm am Dienstag von einer gewaltigen 
Flutwelle heimgesucht worden. Schon morgens 
ging das Wasser aus 2V Klm. Ausdehnung über 
die Deiche, abends waren die Niederungen 
wieder weithin überschwemmt. Aus Gräpel 
werden Ueberflutungen von über 1000 Mor 
gen Wiesen und Weiden gemeldet. Bei Bro 
bergen wich die Flut wenige Zentimeter unter 
der Krone des Winterdeiches zurück Wie aus 
Cranenburg gemeldet wird, hielt in der Mitte 
des Durchlasses nach Blumenthal die Deich 
krone nicht stand und durch die gerissene Lücke 
stürzten sich die Fluten ins Hinterland. Schnell 
wurden über 1200 Morgen unter Wasser ge 
setzt. Die Gewalt der anstürmenden Flut spot- 
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3m deutschen Nordseegebiet tobt ein schwerer Nordweststurm, der das ganze Küstengebiet 
mit Sturmflut und Ueberschwemmungsgefar bedroht. Helgoland meldete die höchste 
Windstärke 12. 
tete allen Abdichtungsbemühungen. Die ganze 
Mehe-Niederung von Niederochterhauscn bis 
zum Laumühlener Deich ist überschwemmt. 
Der Fährbetrieb über die Oste ist eingestellt. 
Der Schaden ist noch nicht zu übersehen. 
Ein Schiffbrüchiger nach 72 Stunden gerettet. 
Eureka (Kalifornien). 12. Nov. Der erste 
Offizier des Schoners „Brooklyn", der letzten 
Sonnabend vor Port Humboldt kenterte, wurde 
heute auf SeetreibenS ausgefunden und gerettet. 
Er war völlig erschöpft und fast bewußtlos, da er, 
an ein Wrackstück geklammert. 72 Stunden ohne 
Nahrung und ohne Trinkwafser hatte aushalten 
müssen. Man brachte ihn ms Krankenhaus. Es 
besteht Hoffnung, ihn am Leben zu erhalten. 
- * 
Lweiķmmpķ? 
Zwei Jahre Festung wegen Mensur mit 
Todesfolge. 
WTB. München, 12. November. Das 
Strafgericht München verurteilte den Studen 
ten Koch aus Remscheid wegen Tötung im 
Zweikampf zu zwei Jahren Festung. Koch 
hat am 21. Februar dieses Jahres einem An 
gehörigen einer Burschenschaft in einer Be- 
stimmungsmenfur eine Stirnverletzung bei 
gebracht. Der Verletzte starb nach einigen Ta 
gen an einer Stirnhöhlenvereiterung. Ob 
wohl der Verteidiger daraus hinwies, daß das 
Große Schöffengericht Berlin am 28. März 
und das Schöffengericht Köln am 30. April 
dieses Jahres zu der Entscheidung gekommen 
seien, daß Stndentenmensurcn nicht als Zwei 
kampf mit tödlichen Waffen, sondern als Sport 
anzusehen feien, schloß sich das Gericht einer 
reichsgerichtlichen Entscheidung von 1883 an, 
wonach Studentenmensuren als Zweikampf 
mit tödlichen Waffen zu betrachen seien. 
àŞ WoR. 
Oberleutnant Freiherr von Nagel wurde 
beim internationalen Reitturnier in Newyork 
in überlegener Form Sieger in der interna 
tionalen Militäreinzelmeisterschaft. 
„D. 2000" ist in Bordeaux gelandet und 
wird hier die Ankunft der Do. X abwarten. 
In Madrid stürzte ein Neubau ein, wobei 
1 Arbeiter getötet und 4 andere schwerverletzt 
wurden. 
In Südwestschiveden wurde ein Erdbeben 
von 25 Sekunden Dauer verspürt. 
Bei Kowno stürzte ein Autobus beirn 
Passieren einer Brücke in einen Hochwasser 
führenden Fluß. 5 Personen ertranken. 
Bei Friedland (Meckl.) fuhr ein Auto in 
folge der Regenglätte gegen einen Baum und 
wurde zertrümmert. 1 Person wurde getötet. 
Die große Schwindelafsäre-Plum wird am 
2. Dezember von einem Kopeuhagcner Schwur 
gericht beginnen. 
Major Polst mich Zmialrml jutSS- 
ģekehrļ. 
MittwochnachM'ittag ist, wie aus Innsbruck 
gemeldet wird, Major Pabst mit seiner Frau 
aus Venedig nach Tirol zurückgekehrt. An der 
Grenze am Brennerpaß hatten sich Abteilungen 
der Tiroler Heimatwehr in Uniform eingefun-den, 
ferner Bundesführer Dr. Steidle, der Komman 
dant der Eisenbahnerwehr, Steocker. mit einer 
Abteilung der Wiener Heimatwehr, sowie ein 
Vertreter des Vundesführers, Minister, Starhsm- 
berg, der zweite Bundesstabschef Major Mayr. 
Major Pabst in Heimatwehrumform kam im 
Kraftwagen an der Erenzschranke an, über die 
hinweg ihm Steidle und die anderen, Heimat 
wehrführer die Hände reichten. Eine Musikkapelle 
spielte das Andreas-Hofer-Lied. Steidle gab der 
Genugtuung darüber Ausdruck, daß das Unrecht, 
das durch die Landesverweisung begangen worden 
sei, wiedergutgemacht worden sei. Pabst dankte 
für die Treue, die die österreichischen Heimat 
wehrleute ihm während seiner Verbannung gehal 
ten hätten, und versicherte, daß er diese Treue mit 
Treue vergelten werde. Zahlreiche italienische 
Erenzbeamtö und Grenzsoldaten sowie andere Fa 
schisten beobachteten die Begrüßungsfeier mit gro 
ßem Interesse. In Innsbruck hatten sämtliche 
Heimatwehrabteilungen am Marktplatz Aufstel 
lung genommen. Pabst wurde mit Hochrufen emp 
fangen. Nachdem er die Front abgeschritten hat 
te. bildete sich ein Fackelzug. Von diesem wurde 
Pabst in seine Wohnung begleitet. Ein Vorbei 
marsch der Heimatwehrabteilungen folgte. 
Pabst über den Parlamentarismus. 
Vor seiner Abreise aus Italien sagte Pabst 
zum Vertreter eines Venediger Blattes, der die 
Rede auf dis österreichischen Wahlen gebracht hat 
te, seiner Ansicht nach werde es dem Parlamenta 
rismus nie gelingen, das Leiden zu heilen, von 
dem der Staat befallen sei. Im übrigen hätten 
weder er, noch seine Freunde den Wahlen große 
Bedeutung beigemessen, da dadurch die politische 
Lage nicht geändert werden könne. Es genüge, 
daß im Kabinett stets überzeugte nationale Per 
sönlichkeiten vertreten seien, die entschlossen seien, 
um jeden Preis die Ordnung wiederherzustellen 
und Oesterreich zu neuer Blüte zu verhelfen. 
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