Full text: Helgoland einst und jetzt

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pecudum nutrix. Collem habet unicum, arborem nullam, scopulis 
includitur asperrimis, nullo aditu uisi uno, ubi et aqua dulcis, locus 
venerabilis omnibus nautis, praecipue vero piratis, unde nomen 
accepit ut Heiligeland dicatur. Hanc in vita sancti Willebrordi 
Fosetisland appellari didieimus, quae sita est in confinio Danorum 
et Fresonum.“ Heutigen Tages ist der Rest der Insul Hilgeland 
belegen secund lat. sub. grad. 54. 16, rat. long. 41. gr. 22. 
min. 6 oder 7. Meile von dem Rachen der Hever!|6. Meilen 
von der Eyder | 6. Meile von der Elbe und etwas weiter von der 
Weser und Jade. Adamus Bremensis 'schreibet | sie sey auff der 
Dänischen und Friesischen Grentze belegen | in confinio Danorum 
et Fresonum, und sey zu seiner Zeit (zur Zeit Kayser Heinrichs IV.) 
in grossem Ruf gewesen. Sunt et aliae Insulae contra Fresiam 
et Daniam sed nulla earum tam memorabilis. Dieses Insulein ist 
zu dieser Zeit in zwey Teihle unterschieden | als das Oberteihl 
und das Unterteihl. Das Oberteihl der Insul ist ein hoher gäher 
Felss oder Klippe | von röhtlichem Sandstein | so nur einen eintzigen 
Fusssteig oder Zugang hat | der von unten biss oben bey dreissig 
Fadem | an der Westerseiten von 36. biss 40. Fadem oder Klaffter 
hoch | worselbsten nach dem Nordwesten in kurtzen Jahren viel 
von dem Sande aussgefallen. Dieses ist das vornehmste Stück 
der Insul| bey nah wie ein Triangulum Pythagoricum in ratione 
laterum 3. 4. 5. gestaltet. Ist eine natürliche Festung | dann oben 
auff der IIöhe hat es ein eben Feld | gross im Umbkreiss über 
900. Ruhten | und ist von rohter vermischter sandig- und steinigter 
Erde | wormit die Klippe überzogen ist|von 3. Fuess in 6. Fuess 
hoch | worauff eine ziemliche quantitet Getreide | wie auch Erbsen 
und Bonen wachsen | solcher massen | dass die Einwohner deren 
etwa Tausend seyn mügen | gross und klein | einen Vorraht auff 
etliche Jahre einärndten | und also auch jährlich | wiewol nicht gar 
viel, an andere verkaufen können. 
Der Unterteil oder das Siedeland (Niederigland) so von den 
Einwohnern auch die Düne und teihls Steinwall genennet wird 
ist gleichsam das Fundament | basis oder Fuess des Oberteihles
	        
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