Full text: Newspaper volume (1817)

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allen Grund, für etwas irdisch gesinnt und lall 
gegen die gute Sache; in Karlsiadks Angriffen 
aus seine; Abendmahlslehre glaubre er aber offen- 
barê Abtkünm'gkeit und ehrgeizige Eifersucht z>r er 
kennen. Unter diesen Kämpfen und Anfechtungen 
war sein Entschluß, auf eine völlige Reformation 
der Kirche hinzuarbeiten,; zur Reife gediehen, wohl 
einsehend^ das gähreude Vordringen der Nation 
«ach dem Lichte, das^eine Schriften verbreiteren, 
bedürfe nun einer kräftig leitenden Hand. Dazu 
von ransend Stimmen, als das vost Gott er 
wählte Werkzeug dieser Verbesserung, begrüßt, 
wurde er sich seines Berufs zum Reformator deut 
lich bewußt, und schrill nun mit Nachdruck zur 
Ausführung des Werkes. Zuerst fing er 152z an 
Wittenberg an, die Liturgie abzuändern und von 
leeren Ceremonien zu reinigen,, und gab, da er 
selbst 1.524 die Mönchskutte ablegte, das Signal 
zur Aufhebung der Klöster und zur bessern Der- 
wendung. der Kirchengüter. Von den Rönnen eines 
herzoglich - sächsischen Frauenklosters, deren Flucht 
er erleichtert hatte, nahm 'er eine, Kakhari nen 
von Bora, 1525 zum Weibe; «in Schritt, den 
der 42jährige Mann erst nach schweren Kampfe 
mit unzählkgen Bedenklichkeiten, , aber gewiß eben 
svwol ans Grundsatz, als aus Neigung that. 
Denn ganz sollten die Lehren des Evangeliums der 
Menschheit wiedergegeben, und die Rechte der Na 
tur .und Wahrheit wo möglich in allen Verhält- 
niffen wieder hergestellt werden. Doch nur aufdem 
Wege der Ordnung, wollte Luther die neue Forst» 
des kirchlichen,Wesens eingeführt; wissen. Wäh 
rend er den Reichsstädten und fremdest Fürsten dar 
-ej mit Rath .und That zur Hand ging,, -«klarte 
er sich §nf dach Nachdrücklichste gegen die Unord 
nungen -der aufrührerischen Bauern und Wieder- 
»âttftr., Ķ seine Feindehaben ihnr mit dem Bert
	        
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