Full text: Newspaper volume (1817)

heute zum ersten mahle Eglvns Worte nicht wahr 
erfunden werden! , YfV 
.'(Er aber lächelte und Mrch- Kindlein, ferne sey 
von euch die Trauer und das vergebliche Hosten! 
Meiner Tage Ziel ist nun gekommen! Ick jehe 
iekt den Todesengel zum drmenmahl in meiner 
Nähe, darum ist mir- sein -Anblick nicht fremde. 
Aber henke zum erstenmahl erscheint er mir mit 
freundlichem Angesicht. - Deshalb folg' ich ihm 
«crne und mit Freuden.., .. . . ^ ^ 
Da sahest ihn die Freunde an mit Defremden, 
und verstummeten. . , ... 
Er aber merkte, daß sie ihn nicht verstanden, und 
redete also: Ich will euch die.Hauptsumme me.ir ? 
nes Lebens erzählen, so werdet ihr meine Wortes 
begreifen. ,. , 
Meine Jugend floß ungetrübt dahin, und ich 
erkannte nicht die ernsie Gestalt des Gebens. Als 
ich ein Mann ward, da sehte mau mich zum Rich 
ter von Gaza, und rrauete meinen Aussprüchen 
in Veil Thoren. Dazu ward mir die Liebe eines 
Weibes, welche die Stimme des Volks als dif> 
schönste und edelste unter den Töchtern des Landes^, 
pries, mich aber nannte man den glücklichsten 
Mann auf Erden. Da sandte mir Gott eine schwere 
Krankheit, daß ich Moudenlang darnieder lag, und 
alle Weishen mir nicht zu helfen wußte.- Denn 
die Aerzte sprachen:-Er wird sterben.— Da, zum 
vrstenmahl, erschien mir der Engel des Todes-in 
schrecklicher Gestalt, und ich fiehete, daß er vorüber 
gehen möchte. 
Er gi<mg vorüber; ich genas und das Leben ward 
mit' schöner als jemals. Denn, mein Weib gebahr- 
mir zwei K'iidlein, schön wie zwei blühende Grar 
uakbàumleiu, gnd jeder Tag ihrer Entfaltung war 
mir wie ein LenMg. Da sprachen alle im Lande: 
„Eglon ist der Glücklichste im Lande! Was-könnt».-
	        
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