Full text: Newspaper volume (1817)

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wollte nicht weichen. -Ein innerer Krieg, derbem 
ganze» Geschlechte, der Stadl Cremona und derguel» 
fischen Parthei Verderben-gebracht haben würde, 
war dem Abts brache nahe, als Gabrino Foudolo- ' 
der Diener des ganze» Hauses, seine Vermitte 
lung anbot. Er lud die beiden entzweiten Ver 
wandten, alle ihre. Angehörigen, alle Häupter der 
Parthei und die angesehensten Männer der Stadt 
zu einem großen Gastmahle, das r ihnen im 
Julius 1406 in der Veste, gab. Plötzlich aber 
stand er-von-der Laset auf; bei diesem veräbrer 
Leien Zeichen stürzre seine Leibwache herein,' und 
«s begann ein gräßliches Gemetzel. Alle Laval- 
cabo und siebzig Bürger der Stadl wurden er 
mordet, ihre Leiber an de» Schindanger gewor 
fen und mitten in diesem Blutbade ließ sich Ga» 
brino zum Herrn »on Cremona erklären. Seine 
ausgezeichneten Geistesgaben und seine Kühnheit 
erhielten ihm lange dem Besitz der Obergewalt, 
weicher er sich durch jene abscheuliche Verrätherei 
bemächtigt hätte. Er machte Friede mit dem Her 
zoge von Mailand, und verband sich mir demsel» 
den gegen Altoboui Fcrzi, einen ander» grausamen 
Herrschaftsräuber, den er im Jahre 1408 bei Ca» 
siellelto schlug. Im Jahr ,41z, ward er in 
Cremona von Kaiser Siegmuiw und Pabft Jo 
hann XXIII besucht, welche wegen der künftigen 
Kircheuversammlung zu Kostuitz sich besprechen 
wollten, und er führte beide auf die Zinne deS 
hohen Thurms der Domkirche, um ihnen die 
weite Ebene der Lombardei zu zeigen. Siegmund 
machte ihn zum kaiserlichen Verweser in Cremona, 
und bestätigte so den Gewaltraub. Als indeß der 
Herzog von Mailand sich wieder erhoben hatte, 
ließ er durch den tapfern Carmagnola den ersten 
Angriff gegen Gabrino richten, der sich aber bis 
1420 tnuthig wehrte. Gabrino verkaufte um diese '
	        
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