Full text: (Erstes Bändchen)

statt die Menschen zu bilden, und die Bewunde— 
rung der Nachwelt zu verdienen. — Jene Affecta⸗ 
kion finden wir dagegen nicht in den inhaltsleere⸗ 
ren Jüngerschen Skizzen; auch Schroͤders 
Schauspiele zeigen mehr vom Verstand und Ge— 
schmack des Verfassers, obgleich er lange nicht 
Kotzebues Erfindung und Witz besaß. — So spie⸗ 
geln sich des Dichters Charakter immer in seinen 
Werken. 
JunItalien haben mehrere dramatische 
Dich ter aeblüht, seitdem wir dieses Land verlies— 
sen. Auch hier finden wir dieselbe Uebereinstim⸗ 
mung zwischen Ursach und Wirkung. War es nicht 
natuͤrlich, daß der schlaue Advokat Goldoni die 
Intriguenstuͤcken der fruͤheren sogenannten Come- 
dia dell' arte vorzog? Daß der zierliche Abt 
Metastasio in lyrischen Tragoͤdien den Franzo⸗ 
sen nachahmte, indem er zugleich wußte, was ein 
Italiener mit dem Wohlklang seiner Sprache ver⸗ 
mag s der muntere unabhaͤngige sanguinische 
Graf Gozzi flüchtige, kraͤftige Skizzen aus der 
Phantasierwelt zeichnete? Daß der strenge Phi⸗
	        
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