Full text: (Erstes Bändchen)

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erfreute er sich doch in dem stillen Bewußtseyn sel⸗ 
ner Groͤße, und bewahrte seine sinnreiche Munter⸗ 
keit und seinen gesunden billigen Sinn bis in sein 
neun und sechzigstes Jahr; da beerdigte man 
in einem entlegenen Winkel die Gebeine des vor⸗ 
trefflichsten Dichters Spaniens. — Ein Denkstein 
ist aber dort nicht vorhanden! — 
Ganz entgegengesetzt war Lop ende Vega; 
von adlicher Geburt, ward er fruͤhzeitig in den Wis— 
senschaften unterrichtet, und auch fruͤhe schon zum 
Sekretair des Herzogs von Alba befoͤrdert. 
Er verheirathete sich zeitig, verlor seine Gattin 
bald wieder und folgte bald darauf der unuͤberwind⸗ 
lichen Flotte. Da aber die unuͤberwindliche Flotte 
gleich vom Sturm uͤberwunden wurde, kehrte er 
sogleich zuruͤck. Nun ward er alsbald auf's Neue 
Sekretair, verheirathete sich bald auf's Neue, und 
verlor chenfalls bald wieder die zweite Gattin. 
Darauf ging er unverzuͤglich ins Kloster; und waͤh⸗ 
rend er so (immer in groͤßter Eile) mancher⸗ 
ley erlebt und erfahren hatte, brachte er seine 
uͤbrige Lebenszeit damit zu, immer mit außeror⸗
	        
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