Full text: (Erstes Bändchen)

lienischen Stiftern stehen bleiben, welche die Feld⸗ 
blume des Mittelalters in Gaͤrten, und den wil⸗ 
den Waldapfel in den Obstgaͤrten pflanzten, und 
welche, indem sie den Zweig classischer edler 
altet Zeit auf den Baum, der Romantik pfropf⸗ 
ten, die Natur desselben veredelten. So wer⸗ 
den wir auch hier sehen, wie sich die Verschie⸗ 
denheit der Verfasser, sowol in ihrer Lebensweise 
als in ihren Arbeiten zu erkennen gibt. 
Der große Dante Akzhieri, welcher · inr 
seiner sogenannten Comædia divina das 
Außerordentliche vermochte, war auch selbst von 
einer solchen Natur. Als florentinischer Adeliger 
und Wissenschaftspfleger, lernte er fruͤhzeitig, so— 
wol aus dem Anblick der schoͤnen Beatrice, wie 
aus den Streitigkeiten der Guelphen und Gi—⸗ 
bellinen, in welchen er verwickelt· war, die gan 
ze Macht der Liebe und des Hasses empfin⸗ 
den. Schon als Knabe von 10 Jahren war er 
verliebt, da sahe er einst im Traum die schlum⸗ 
mernde Beatrice, und Amor, welcher ihm ein 
brennendes Herz zeigte, mit den Worten: Ecce 
cor tuum! Darauf mußte das trauernde Maͤd⸗ 
chen auf des Gottes Befehl das Herz hinunter⸗ 
schlucken.
	        
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