Full text: (Erstes Bändchen)

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Ichonfruͤhe uͤbte er als Magister 
sophie und Naturwissenschaftzrin oͤffentlichen Be 
lesungent trug er Aristoteles Physik: und Et 
vor, und erwarb sich einen ehrenvollen Nam 
unter den Philosophen und Naturforschern. 
.. So war er also Theolog, Jurist, Naturcu 
diger, Philosoph und Philolog. Aber noch mehr: 
auch die schoͤnen Wissenschaften und Kuͤnste trieb 
er. mit' Gluͤck, und ward ein guter Musiker, e 
vortrefflicher Dichter. 
Schon im fruͤhen Alter fanden ohne Zwei, 
durch die alten Bergmanuslieder, welche erf 
nen Vater singen hoͤrte, Musik und Dichtkunt 
den Weg zu seinem Herzen. Die Musik war 
welche Luthern von seiner ersten Herzens angst 
freiete, darum war er ihr auch so sehr ergebe 
daß er naͤchst der Theologie diese Kunst vor alle 
andern am meisten liebte, und meinte: daͤß sie mehr 
als Speise und Trank staͤrke. — Auch hat er selbst 
Melodieen gesezt, in welchen sich Geisteskraft und 
der maͤnnliche Trotz gegen das Boͤse, auf wunder⸗ 
bar weiche Weise mit kindlichem Vertrauen und 
mit Demuth vor Gott, verbinden. 
Um nun von dem Dichtertalente dieses Man—⸗
	        
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