Full text: (Erstes Bändchen)

ganz zu entbehren, als ein Feigenblatt, das auf laͤ⸗ 
cherliche und thoͤrichte Weise die verlorne Unschuld 
zu verbergen sucht. 
Wenn es also gegluͤckt ist, in dieser Abhand⸗ 
lung durch eine vergleichende Zusammenstellung 
der historischen Zuͤge, die uns von den Schriftstel— 
lern uͤbrig geblieben, mit dem Charakter ihrer Werke, 
des Dichters und des Menschen nothwendig un⸗ 
zertrennliche, und doch oft bestrittene und oft be— 
zweifelte Einheit zu beweisen, so habe ich ohne 
Zweifel nicht schlecht meine Worte angewendet, 
und sicher meinen Kunstbruͤdern nicht mißfallen. 
Denn wer unter uns zweifelt daran, daß er sich 
zu seinem Werk, wie der Baum zur Frucht ver⸗ 
haͤlt? Und wem moͤchte wohl die elende Ehre 
genuͤgen, blos als ein Gefaͤß, als ein mechanisches 
Geraͤth angesehn zu werden, durch dessen Huͤlfe 
ein fremder Geist (der nicht unser eigentliches 
Ich waͤre) andere Menschen und nicht einmal 
uns selbst geistige Nahrung bereitete? 
Ich uͤberlasse nun Anderen, diese Idee wei⸗ 
ter auszufuͤhren, da natuͤrlicherweise, was von den
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.