Full text: Dänische Sprachlehre für Deutsche

6.$. Von der Rechtschreibung. 
In der danischen Rechtschreibung, zu welcher auch 
einige der obigen Bemerkungen koͤnnen hingeführt wer— 
den, herrscht eine so große Verwirrung, daß kaum zwei 
Schriftsteller mit einander vollkommen übereinstimmend 
færeiben. Wir miiffen es Daber bei folgenden age 
meinen Bemerkungen bewenbden laffen. 
Es werden nad bder gewöhnlichen Schreibweise 
mehrere unnoͤthige Buchstaben gebraucht; besonders 
fommt e håufig nad anderen betonten Selftlautern afs 
ein flummes Beicen vor, nåmlid in Hauptwértern, 
als Snee, Shnee; Træe, Baum und Holz, Øe, 
SFufel; dies mird aber jeht von vielen Schriftstellern 
vermorfen, aufer nad einem anderen e, als Træ, Ø, 
aber Snee (doc wird immer tre, drei, gefærieben), 
fo aud in fremben BWørtern, als Akademi, Filosofi ; 
ferner ift e ftumm am Schluffe der Beimwørter, fie m6- 
gen beftimmt oder in der Mebrzabl ftehen, 3. B, den 
troe, der getreue; "de troe, die getfreuen; fo 
aud in den Jnfinitiven, und daber in den mit dem 
Snfinitiv ibereinfimmenden Beiten; afs at see, fehen; 
befrie, befreien; betroe, auvertrauen; de see, 
befrie, betroe, fie fehen, u. f. f. Die Analogie, 
die man in den beiden lesten Fålen anszudriden bes 
zweckt, findet fidh in der Sprade gar nict; wir wer: 
fen daher ohne Bedenfen an den Beiwbrtern dag e 
weg, weil es für Fremde die rechte Aussprache verdun⸗ 
kelt oder gar verwirrt, und zeigen bei den Zeitwoͤrtern, 
wo es noͤthig sei, die Aussprache in Parenthese an. 
Außerdem stimmt die dänische Rechtschreibung in 
vielen Faͤllen mit der deutschen überein, der sie auch
	        
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