Full text: Dänische Sprachlehre für Deutsche

dem erstens der Hauptvokal einer Silbe entweder ge⸗ 
dehnt oder geschärft wird (Tonehold), oder zweitens 
die Silbe überhaupt den Ton erhält oder nicht (Tone- 
fald). 
Die Dehuung der dånifmhen Selbfilauter iff dreiers 
let Art; die Sehårfung ebenfo: deren fehs Arten in 
mer 3wei und groet einander gegeniiber liegen, nåmlich 
Die Dehnung ift entweder — Die Ehårfung ift ennveder 
1) feleppend, oder p tollend, oder 
2) fortfæreitend, oder 5) laufend, oder 
3) anfiofend. 6) abpraffend. 3. B. 
Sdleppend ift die Debuung in den deutfehen Wårtern 
ha! bu! VBieh, wmabr, Hør, lieb, und gerade fø 
in den dånifcen Juterjectionen ha! hu! i! u, dergl, 
Sonft fommt aber diefe im Deutfchen håufige Dehnung 
im Dånifchen nur felten vor, und befonderå nur wenn 
gine Syncope Statt findet; 3. B. Fa'er fiatt Fader, 
Vater; Mo'er ftatt Moder, Mutter. 
Fortfæreitend ift dte Dehnung in den deutfæen 
Børtern haben, die todten, geftofen, und eben 
fo in den dånifcen have, Fare, leve, lide, ude, 
byde, raade, døde, u. f. f. Diefe Dehnung fiudet 
4 aud in Silben, die fh mit Mitlautern endigen; 
alé Lærling, fehtling; 'Térne, Dsrner; Ons- 
dag, Mittwode. 
Die Shårfung iff rollend in den deutschen Wör⸗— 
ferm Norden, mårderlid, und in den dånifdhen 
Nérden, Mérder, Byrde, hærge, sørge, hulde, 
Kilde, tilhaande, ut. bergl. 
Die Shåtfung ift laufend in den deutføen Wrs
	        
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