Full text: Newspaper volume (1942, Bd. 1)

135. Jahrgang 
AchleswLg-HolsternifiHL 
135. Jahrgang 
Renösburyer Tageblatt 
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Nr. 63 
lontag, den 16. März 
1042 
Der Führer sprach zum Heldengebenktsg 
Im Zeichen vollster Siegesgewitzheit 
„Was immer in der Zukunft das Schicksal auch noch bringen mag, es kann nur leichter fein als das, was hinter uns liegt" 
Im Gedenken an die gefallenen Helden 
des Weltkrieges und des gegenwärtigen 
Freiheitskämpfer vereinte sich am Sonntag 
das ganze deutsche Volk zu einer erheben 
den Feierstunde. In der Ruhmesstätte des 
unvergänglichen preußisch-deutschen Solda 
tentums im Zeughaus zu Berlin sprach der 
Führer vor dem ganzen deutschen Volk 
Worte höchster Anerkennung und tiefsten 
Dankes für die Opfer dieser Toten. Nach 
der Weihestunde im Ehrenhofe des Zeug 
hauses legte der Führer am Ehrenmal Un 
ter den Linden einen Kranz nieder und 
nahm darauf den Vorbeimarsch des Ehren 
bataillons ab. 
Nach Verlassen des Ehrenmals' gilt der 
erste Gruß des Führers den verwundeten 
Kameraden beider Kriege, mit denen er sich, 
von Mann zu Mann schreitend, lange Zeit 
unterhält. 
* 
Bei der Weihestunde zum Gedenken an 
die Gefallenen des Weltkriegs und des ge 
genwärtigen Freiheitskampfes im Zeug 
haus Unter den Linden hielt der Führer 
folgende Rede: 
Als wir im Fahre 1940 zum erstenmal in 
dieser Halle den Heldengedenktag unseres 
Volkes feierten, befand sich das deutsche Volk 
und seine Wehrmacht nach Jahrzehnten de 
mütigender Versklavung wieder im Kampf 
um seine Freiheit und Zukunft gegen die 
alten Feinde. Die wehrlose Ohnmacht des 
Reiches vermochte sie ebensowenig zu beru 
higen, wie sie die wirtschaftliche Verelen 
dung, die uns aufgezwungen worden war, 
zufriedenstellte. 
Es findet nun in diesen Tagen in Frank 
reich ein Prozeß statt, dessen charakteristi 
sches Merkmal es ist, daß mit keinem Wort 
die Schuld der Verantwortlichen für diesen 
Krieg beklagt wird, sondern ausschließlich 
die zu geringe Vorbereitung des Krieges. 
Wir blicken hier in eine Mentalität, die uns 
unverständlich erscheinen will, die aber viel 
leicht besser geeignet ist als alles andere, 
die Ursachen des neuen Krieges zu ent 
hüllen. 
Im Jahre 1918 hatten^öie damals für den 
Krieg verantwortlichen Staatsmänner Eng 
lands, Frankreichs und Amerikas den wahn 
sinnigen Entschluß gefaßt, das Deutsche 
Reich unter keinen Umständen wieder zu 
einem gleichberechtigten Faktor des wirt 
schaftlichen oder gar des politischen Lebens 
emporsteigen zu lassen. Aus diesem Vorsatz 
leiten sich alle weiteren Maßnahmen und 
Ungerechtigkeiten ab, denen das Reich seit 
dem unseligen Tag des Waffenstillstandes 
ausgesetzt gewesen war. Das an seiner Füh 
rung und an sich selbst irregewordene deut 
sche Volt aber fand keinen Weg, um ein 
Schicksal Zu wenden, das man nicht durch 
besänftigen, sondern nur 
durch einheitliche Willenskraft und Tapfer 
keit besiegen konnte. Die Folgen dieser 
energielosen Ergebung in den uns aufer 
legten Zwangszustanü waren nicht nur po 
litisch und militärisch entehrend, sondern be 
sonders wirtschaftlich wehrhaft vernichtend. 
Eines der fleißigsten Völker der Welt er 
lebte den fortschreitenden Abbau seiner 
wirtschaftlichen Grundlagen und damit den 
Zusammenbruch seiner Existenz. Es war 
vorauszusehen, in welch kurzem Zeitraum 
zahlenmäßig unser Volk aus seiner mate 
riellen Not heraus immer mehr zurück 
gehen mußte und damit das Deutsche Reich 
der ihm aufoktroyierten Vernichtung durch 
seinen eigenen menschlichen Kräfteverfaü 
überhaupt nicht mehr würde entgegentreten 
können. 
Dieser wirtschaftliche Zusammenbruch des 
stärksten Volkes Mitteleuropas brachte aber 
auch den Gegnern keinen Segen- denn ihnen 
war in ihrem Haß verborgen geblieben, daß 
die Verelendung der deutschen Nation kei 
neswegs gleichbedeutend sein konnte mit 
dem wirtschaftlichen Aufschwung der soge 
nannten Sieger. 
So begannen die in ihrer Führung durch 
und durch jüdisch-kapitalistisch verseuchten 
Staaten die Erwerbslosenzahlen des Deut 
schen Reiches nicht nur einzuholen, sondern 
zum Teil noch zu übertreffen trotz ihres 
unermeßlichen Reichtums an allen Produk 
ten und Schätzen der Erde. 
Aber auch diese Entwicklung vermochte 
nicht, dem verblendeten Haß der im wesent 
lichen von jüdischen Elementen dirigierten 
Führung unserer alten Feinde eine klarere 
Einsicht über die wahren Notwendigkeiten 
der Zukunft des Lebens aller Völker zu ver 
mitteln. Sofort nach der Machtübernahme 
durch den Nationalsozialismus begannen 
sie — statt an den vorbildlichen wirtschaft 
lichen und sozialen Maßnahmen Deutsch 
lands zu lernen — die alten Hetzparolen 
wieder vorzunehmen, um ihre Völker für 
die neue Kampfansage innerlich erneut pro 
pagandistisch reif zu machen. 
Wir wissen es heute, daß schon in den 
Jahren 1933 und 1936 in England, in Frank 
reich und insbesondere in Amerika bei den 
wirklich allein maßgebenden jüdischen Krei 
sen und der ihnen hörigen politischen Füh 
rungsschicht der Entschluß zu neuem Krieg 
gefaßt worden war. Wir erleben daher jetzt 
das erschütternde Schauspiel, daß sich die 
Anklage der betrogenen und so schwer ge 
schlagenen Völker nicht gegen die wahn 
witzige Absicht der Herbeiführung des neuen 
Krieges an sich wendet, sondern ausschließ 
lich nur gegen die vernachlässigte und da 
mit in ihren Augen rüstungsmäßig unge 
nügende Vorbereitung. 
Gerade diese so fremde, ja unverständliche 
Mentalität muß uns aber darüber beleh 
ren, wie notwendig nach der Ablehnung 
aller deutschen Abrüstungs- und Verstänüi- 
gungsangebote die militärische Vorberei 
tung des deutschen Volkes selbst gewesen 
war, um dem zweiten Angriff gegen seine 
Freiheit mit mehr Erfolg begegnen zu kön 
nen, als dies beim ersten Weltkrieg 1914 der 
Fall gewesen war. 
Als wir deshalb im Jahre 1940 die Hel 
dengedenkfeier unseres Volkes zum ersten 
mal wieder im Kriege begehen mußten, ta 
ten wir dies in dem stolzen Bewußtsein, den 
ersten Akt' einer Auseinandersetzung ge- 
wonnen zu haben, die uns gegen unseren 
Willen aufgezwungen worden war. Mit 
höchster Zuversicht durften wir hoffen, auch 
™ Zeiten erfolgreich zu bestehen. 
Und tatsächlich lagen schon im März 1941 
die Ergebnisse eines Kampfjahres von welt- 
"'chichtlich wahrhaft einmaligem Ausmaß 
er uns. In einem Siegeszug ohneglei- 
I wurden der Norden und Westen Euro 
pas von den kontinentalfeindlichen Kräften 
gesäubert. Italien war als treuer Bundes 
genosse in diesem Kampf der Habenichtse um 
Sein oder Nichtsein an unsere Seite ge 
treten. 
Was immer aber auch die deutschen Ar 
meen in diesen Feldzügen geleistet hatten, 
es tritt verblassend zuruck gegenüber dem, 
was das Schicksal unserer Wehrmacht und 
den mit uns Verbündeten im letzten Jahr 
zu lösen und zu bewältigen auferlegt hat. 
Heute erst erkennen wir das ganze Aus 
maß der Vorbereitungen unserer Feinde. 
Heute sehen wir das Zusammenspiel der jü 
dischen Drahtzieher über eine ganze Welt 
verteilt, das im gemeinsamen Angriff einer 
Verschwörung, die Demokratie und Bolsche 
wismus zu einer Interessengemeinschaft 
vereinte, ganz Europa vernichten zu kön 
nen hoffte. 
härteste PMt überstanden 
Daß die Vorsehung uns dieser Koalition 
des jüdischen Marxismus nnd Kapitalis 
mus gegenüber auf allen Schlachtfeldern 
siegreich standhalten ließ, läßt uns aus 
tiefstem Herzen jenem danken, ohne dessen 
Schutz und Schirm alle menschliche Kraft, al 
ler Fleiß und jeder Mut vergeblich sein 
würden. Denn hinter uns liegt ein Jahr 
nicht nur der größten Kämpfe der Welt 
geschichte, sondern auch der härtesten Er 
probung unseres eigenen Volkes. Eine Er 
probung, der die Front sowohl als die Hei 
mat, das darf ausgesprochen werden, stand 
gehalten haben. Daß sich der Deutsche vor 
menschlichem Drohen nicht fürchtet, hat er 
i» seiner Geschichte oft genug bewiesen. 
Diesmal aber erprobte sich an ihm nicht 
nur die Gewalt feindlicher Waffen sowie 
ein zahlenmäßig scheinbar unerschöpflicher 
Blutstrom primitivster Völkerschaften, son 
dern darüber hinaus auch noch die grau 
samste Härte der Natnr. Denn heute kann 
cs mitgeteilt werden, daß hinter uns ein 
Winter liegt, wie ihn Mittel- und Ost 
europa seit über 14» Jahren nicht erlebten. 
Wahrlich, unsere Soldaten und diejenigen 
unserer Verbündeten sind in den letzten 
vier Monaten von der Vorsehung grausam 
gewogen worden aus ihren wirklichen in 
neren Wert. Sie haben diese Prüfung aber 
so bestanden, daß wohl keiner berechtigt ist, 
daran zu zweifeln, daß, was immer in der 
Zukunst das Schicksal auch noch bringe» 
mag, es nur leichter sein kann als das, was 
hinter uns liegt. 
In knapp vier Monaten Sommer hat die 
deutsche Wehrmacht nach der glücklichen 
Räumung von Ceylsn 
Nach amerikanischen Meldungen haben 
die englischen Militärbehörden auf Ceylon 
den Befehl zur sofortigen Räumung der 
lweißenj Zivilbevölkerung gegeben. Alle 
Frauen und Kinder sowie alle Männer, die 
nicht in kriegswichtigen Stellungen sind, 
haben sofort Ceylon zu verlassen. Diese 
Maßnahme trifft auch die Familien der 
britischen Offiziere und Unteroffiziere. Die 
wundervolle Insel Ceylon liegt an der 
Sudspitze Vorderindiens dort, wo sich der 
Indische Ozean in den Golf von Bengalen 
sim Osten zwischen Vorder- und Hinter 
indien) und in das „Arabische Meer" (im 
Westen zwischen Vorderindien und Ara- 
bien-Ostafrika) gabelt. Die strategische Be 
deutung von Ceylon liegt auf der Hand. 
Die Insel, die mit 63 000 qkm nicht ganz so 
groß ist wie Bayern, wird von reichlich 
4,5 Millionen Einwohnern besiedelt, unter 
denen die 17 000 Weißen eine verschwin 
dende Minderheit darstellen. Interessant 
ist, daß der Name Ceylon denselben Wort- 
stamm hat wie Singapur, was uns nur 
nicht auffällt, weil Ceylon auf dem Umweg 
erst über die portugiesische und dann über 
die englische Sprache eine gröbliche Verun 
staltung des ursprünglichen indischen Na 
mens erfahren hat. Die Insel heißt nämlich 
eigentlich Singhala, was „Löweninsel" be 
deutet, genau so wie Singapur eigentlich 
„Löwenstadt" heißt. Immerhin ist Ceylon, 
an dessen Ostküste der Kriegshafen Trineo- 
mali liegt, von den jetzigen japanischen 
Stützpunkten Rangun 2375 und von Sin- 
gapur-Shonanko gar 3100 Km. entfernt. 
durchführung des Balkanfeldzuges im Jah 
re 1941 ihren Marsch in die Weite des rus 
sischen Raumes angetreten. Schlachten wur 
den geschlagen und Siege erfochten, die noch 
in fernsten Zeiten als einmalige Ruhmes 
taten gelten werden. Im Verein mit ihren 
tapferen Verbündeten hat sie die immer 
neuen russischen Aufgebote angegriffen, ge 
schlagen, ausgelöscht, um neuen Menschen 
massen gegenüberzutreten. In vier Mona 
ten wurde ein endloser Weg zurückgelegt 
in einer Offensive, die in ihrer Tiefe und 
Breite keinen Vergleich in der Geschichte 
besitzt. 
Wochenlang früher aber, als jede Erfah 
rung oder wissenschaftliche Voraussicht es 
annehmen ließen, brach ein Winter über 
unsere Armee herein, der nunmehr dem 
Gegner vier Monate Zeit gab, seinerseits 
die Wende in diesem schicksalhaften Ringen 
herbeizuführen. Und das war ja auch die 
einzige Hoffnung der Machthaber des 
Kremls, in diesem selbst für sie noch nie 
erlebten Aufstand der Elemente der Natur 
der deutschen Wehrmacht das napoleonische 
Schicksal von 1812 zufügen zu können. 
Zas Ziel des Sommers 
I» übermenschlichem Ringen unter Ein 
satz der letzten Kraft der Seele und des 
Körpers haben die deutschen und die mit 
uns verbündeten Soldaten diese Prüfung 
überstanden und damit überwunden. Die 
Geschichte wird nun wohl schon in wenigen 
Monaten festzustellen in der Lage sein, ob 
das Hineintreiben von Hekatomben russi 
schen Lebens in diesen Kamps eine militä 
risch richtige oder falsche Handlung war. Wir 
wissen aber eines schon heute: Die bolsche 
wistischen Horde», die den deutschen und die 
verbündeten Soldaten in diesem Winter 
nicht zu besiegen vermochten, werden von 
uns in dem kommenden Sommer bis zur 
Vernichtung geschlagen sein. Der bolsche 
wistische Koloß, den wir in seiner ganzen 
grausamen Gefährlichkeit erst jetzt erken 
nen, darf — und dies ist unser unumstöß 
licher Entschluß — die gesegneten Gefilde 
Europas nie mehr berühren, sondern soll in 
weitem Abstand von ihnen seine endgültige 
Grenze finden! 
Wir alle empfinden in diesem Augenblick 
die Größe der Zeit, in der wir leben. Eine 
Welt wird neu gestaltet. Während im 
Fernen Osten das japanische Heldenvolk 
— genau so provoziert, geschmäht und wirt 
schaftlich gedrosselt wie das deutsche und 
italienische — in gewaltigen Schlägen zur 
See, in der Luft und zu Lande die demo 
kratisch-kapitalistischen Zwingburgen zer 
bricht, werden in Europa die Voraussetzun 
gen geschaffen, diesem Kontinent seine 
wahre Unabhängigkeit zu geben. Denn es 
ist unerträglich, daß das Leben von Hunder 
ten von Millionen Menschen von höchstem 
kulturellem Wert und emsigem Fleiß für 
immer abhängig sein soll vom Wollen einer 
kleinen, wahrhaft verbrecherischen Gemein 
schaft jüdisch-kapitalistischer Weltverschwörer 
und der von ihnen vergewaltigten öffent 
lichen Meinung einiger dadurch allein ge 
gen Europa eingestellter Völker und Staa 
ten. 
Es kann daher auch nnr eine einzige Lö 
sung geben: Diesen Kampf solange zu 
führen, bis die Sicherheit eines dauern 
den Friedens gegeben ist, das heißt aber, 
bis zur Vernichtung der Feinde dieses 
Friedens! 
Indem wir aber diesen Entschluß als 
ielerliches Bekeuntnis proklamie 
ren, werden wir am meisten der Opfer ge 
recht, die die Kriege des Jahres 1914 bis 
1918, der Kamps der nationalsozialistischen
	        
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