Full text: Newspaper volume (1935, Bd. 1)

5ŖedŞt von deutscher Sette ļn erster Linie als 
elu strahlender Sieg des Hitlerrcgimes aus 
gelegt werden könne. 
Die Abendausgabe der „Berlingske Tidcnde" 
spricht von einer klaren und deutlichen Grund 
lage für die in Genf zu treffende Entschei 
dung. Das Blatt hebt hervor, das; das Abstim 
mungsergebnis ein unverkennbarer deutscher 
Erfolg geworden sei. 
„Ekstrabladct" stellt fest, daß cs nunmehr 
mit allen Fabeln vorbei sei, daß die Deutschen 
an der Saar ihrem Vaterland Hitler wegen den 
Nucken kehren würden und erklärt weiter: 
»Man ist einfach Deutscher, ob eS schief geht 
oder gerade und damit basta." 
Bon den Deutschen in Dänemark ist das Er 
gebnis der Saarabstimmung mit großer Freude 
aufgenommen worden. Aus der deutschen Ge 
sandtschaft sind zahlreiche Glückwünsche von 
deutschen Volksgenossen und von Dänen ein 
gegangen. 
Prag. 
In Prag ist man von dem gewaltigen Sieg 
an der Saar höchst überrascht. Als im Laufe 
des Vormittags die genauen Ziffern bei füh 
renden tschechischen Politikern bekannt wurden, 
gab es unter ihnen einige, die es einfach nicht 
glauben wollten. Dies ist begreiflich, da die 
tschechische Presse mit ganz wenigen rühmlichen 
Ausnahmen alle ihre Informationen über die 
Lage an der Saar aus der deutschfeindlichen 
Marxisten- und Emigrantenpresse schöpfte. Die 
Sonderausgabe des führenden tschechischen ka 
tholischen „Lidove Listn" schreibt: Es ist ein 
außenpolitischer Erfolg Hitlers. In diesem 
Sinne wird er auch sowohl in Deutschland als 
auch jenseits der Grenzen gewertet. Er stärkt 
das Regime nach außen und nach innen. 
Die österreichische Presse. 
Die gesamte österreichische Abendpresse steht 
völlig im Zeichen der Saarabstimmung. In den 
Kommentaren kommt durchweg zum Ausdruck, 
daß das Deutschtum einen großen Sieg er 
rungen hat. Für das christlich-soziale „Neuig- 
keitsweltblatt" ist das Ergebnis keine Ueber- 
raschung. Als besonders beachtlich bezeichnet 
das Blatt, daß die Saarabstimmuug den völ 
ligen Zusammenbruch des Marxismus bewie 
sen habe. 
Das bürgerlich-liberale „Neue Wien. Abend 
blatt" schreibt, der Versuch, von der Saar aus 
das Dritte Reich zu treffen, sei mißlungen. 
Ungarische Freude. 
„Das Ergebnis der Saarabstimmung — ein 
überwältigender Sieg für Deutschland!" Dies 
ist die einmütige Feststellung der gesamten 
Buüapester Ocffcntlichkcit und Presse. Die 
Blatter Ungarns, das ja für nationale Fragen 
stets ein besonders ausgeprägtes Empfinden 
hat, geben in begeisterten Worten ihrer Freude 
nnd Zustimmung zu dem deutschen Sieg im 
Saargebiet Ausdruck. Selbst die jüdische Presse 
Ungarns kann sich dem überwältigenden Ein 
druck der Saarentscheidung nicht verschließen. 
Ter „Esti Kurier" schreibt, die mystische Kraft 
des Nationalbewußtseins habe alle Hindernisse 
überwunden, die reinsten und heiligsten Ge 
fühle hätten gesiegt. 
Tüdslawien. 
Das Abstimmungsergebnis von der Saar 
löste in Südslawien ungeheure Ueberraschung 
aus, zumal der große Teil der Presse seit Mo 
naten durch eine Flut von Aufsätze» aus Paris 
nnd„Sarrebruck" den selbstverständlichen Glau 
ben der südslawischen Bevölkerung au einen 
deutschen Sieg erschüttert und die Meinungen 
über die Lage im Abstimmungsgebiet in jeder 
Hinsicht verwirrt hatte. Die Nachricht schlug da 
her wie eine Bombe ein. 
Italien. 
In italienisch-politischen Kreisen wird das 
Ergebnis der Saarabstimmung mit freimüti 
ger Genugtuung begrüßt. Mit der vernichten 
den Mehrheit, die sich im Saargebiet für 
Deutschland ergeben habe, sei eine vollkommen 
"are Lage geschaffen worden, die eine Umdcii- 
tung nicht mehr zulasse nnd dem Bölkcrbuuds- 
"" seinen Beschluß über die Rückgliederung 
des Saargcbietes an Deutschland ganz wesent- 
"ch erleichtern werde. 
Frankreich offiziell. 
Mr Fllliidiii zu sage» weih. 
Ueber seine Ansicht zum Ergebnis der Volks 
abstimmung befragt, hat der französische 
Ministerpräsident Flandin folgendes erklärt: 
„Frankreich hat zur Grundlage seiner 
internationalen Politik die Achtung der Ver 
träge gemacht. Es kann sich zu der strikten 
Anwendung der Verträge bei der Saarab- 
slimmnng nur beglückwünschen. Kein Fran 
zose wird daran denken, die Ergebnisse der Ab 
stimmung zu bestreiten. 
Ter Völkerbund, der in seiner Rolle der 
Aufrechterhaltung des Friedens und der 
Organisierung der internationalen Sicherheit 
soeben einen großen Erfolg davongetragen 
hat, hat die Aufgabe, das für die Rückkehr des 
Saargcbietes zu Deutschland vorgesehene Ver 
fahren bis zum Ende durchzuführen. 
Ich habe bereits erwähnt, daß die Regelung 
der Saarfrage als wertvoller Versuch in den 
deutsch-französischen Beziehungen dienen wür- 
de. Ich bin sicher, die übergroße Mehrheit der 
Franzosen wünscht, daß sich diese Beziehun 
gen allmählich bessern, um eines Tages zu 
einer Zusammenarbeit am europäischen Frie 
den zu führen. Tie französische Oeffentlichkeit, 
die oft enttäuscht worden ist (V), legt heute 
mehr Wert auf Taten als aus Worte. Wenn 
wir unsererseits so handeln, daß die Liquidie 
rung des besonderen Saarregimes in kürzester 
Frist vorgenommen wird, dann haben wir das 
llļecht, von der deutschen Regierung einen 
gleichen guten Willen und eine gewissenhafte 
Achtung des Völkerrechtes zu erwarten, das 
die Grundlage der vertrauensvollen Zusam 
menarbeit unter den Völkern bildet." 
Eine Antwort Lavals? 
Die Genfer Sonderberichterstatter des 
„Journal" nnd des „Petit Parisicn" weisen auf 
eine Erklärung hin, die der französische Außen 
minister am Mittwoch im Völkerbund abgeben 
werde, und die gewissermaßen eine Antwort 
auf die Erklärungen des Reichskanzlers dar- 
tellen würde. Laval werde sich dabei von dem 
Gedanken leiten lassen, daß eine ehrliche 
deutsch-französische Zusammenarbeit die beste 
Friedensgarantie darstellt. 
Der „Quotidien" fordert die französische Re 
gierung aus, nunmehr ihre Zurückhaltung auf 
zugeben und einmal deutlich zu sagen, was sie 
wolle. Vor der Abstimmung habe man gesagt, 
wenn die Saar für Deutschland stimme, so 
stimme sie für Hitler, und man ivcrde erst dann 
die wahren Gefühle der Bevölkerung für den 
Führer kennen. Der Beweis sei heute erbracht. 
Hitler sei der wahre und absolilte Führer 
Deutschlands und reiche Frankreich die Hand 
hin. Er habe von Wiederversöhnung und Be 
friedung gesprochen, nnd Dr. Goebbels habe 
das Wort Annäherung gebraucht. Vor so viel 
Herzlichkeit bleibe Frankreich zurückhaltend, 
nnd die Aeußerungen Flandius seien bezeich 
nend dafür. Man befürchte immer noch ein 
schlechtes Geschäft und vertrete die Ansicht, daß 
die Friedensangebote mit der Herstellung von 
Giftgasen unvereinbar seien. Sicherlich sei ge 
wiß Vorsicht am Platze, aber Zurückhaltung 
sei jetzt nicht inehr angebracht. Nachdem 
Deutschland Frankreich einlade, müsse die fran 
zösische Negierung endlich einmal klipp und 
klar sagen, was sie wolle. Die Fricdcnsaus- 
sichten, die augenblicklich vorhanden seien, for 
dere die Aufgabe der bisherigen negativen 
Haltung. 
Lavals Londoner Neise. 
DNB. London, 16. Jan. sEig. Funkmeldung.) 
In den Aeußerungen der Mvrgenpresse zu dem 
aus den 31. Januar festgesetzten Londoner Be 
such Flandins und Lavals wird hervorgeho 
ben, daß von den Londoner Besprechungen 
keine unmittelbaren greifbaren Ergebnisse er- 
wartet werden sollten. 
Der politische Korrespondent des „Daily 
Telegraph" sagt, das Kabinett habe am Mon 
tag die Vorschlüge Simons gebilligt, die dar 
auf abzielten, Deutschlands Rückkehr in den 
Völkerbund und eine Rüstungsvercinbarung 
zu sichern — „Times" schreiben, der allgemeine 
Zweck des Besuches liege darin, zu verhindern, 
daß die jetzige günstige europäische Lage un 
genutzt vorübergehe. 
Aêîglaubliches Verhallen HeimduŞs. 
. Der Chef der saarländischen Polizei, Major 
H e n n c s s y, hat Montagabend bei der 
Durchführung einer Aktion unter der Polizei- 
bereitschaft in der lllanenkaserne in Saar 
brücken die Haupträdelsführer einer erwiese- 
nen Meuterei, die Emigrantenkommissare 
Gauleiter Lohse sprach auf der Kieler 
Saarkundgebuna. 
Befriedigung in Amerika. 
Tie gewaltige Mehrheit für Deutschland bei 
"cr Saarabstimmung überraschte in Washing 
ton allgemein. Unterstaatssekretär Philipp 
"rückte die Ansicht sowohl der Regierung ,vie 
Mch des amerikanischen Volkes aus, als er am 
Dienstag erklärte: „Wir haben mit großer Be- 
'rredigung von dem Ergebnis Kenntnis ge- 
nommen,- es entspricht ganz der Auffassung, die 
'0>r von der Lage hatten. 
Kiel, 16. Jan. Wie im ganzen Reiche, so 
nub cm cs) in Kiel am Dienstagabend an l n şi 1 ich 
des überwältigenden Sieges im Saargebiet 
eine große Saarkundgebiing auf dem Adolf- 
Hitler-Platz statt. Zchutausende hatten sich 
eingcfnnden. Tie Nebenstraßen zum Adolf- 
Hitler-Platz waren mit dichten Menschcn- 
lnassen gefüllt. Große Scheinwerfer beleuchte 
ten den Platz. Mit Musik und Fahnen rückten 
die einzelnen Formationen, die SA., SS., die 
PO., der Arbeitsdienst, die Teutsche Arbeits 
front sowie die Turnvereine an. Fackelträger 
markierten die einzelnen Reihen der Rotten. 
Unter ungeheurem Jubel zog dann die 
Kapelle der Reichsmarine auf. Kommandos 
ertönten über den weiten Platz, und der 
Führer des Große» Zapfenstreiches erstattete 
dem Stationschef, Vizeadmiral Albrecht, Mel 
dung. SS.-Formationen hatten durch Ab 
sperrketten für mustergültige Ordnung ge- 
sorgt. 
Nachdem der Badeniveilcr Marsch über den 
weiten Platz verklungen war, eröffnete zu 
nächst der Kreislciter der NSDAP, und 
Oberbürgermeister Behrens die Kundgebung. 
Er begrüßte mit besonderer Freude die heute 
aus dem Saarland zurückgekehrten Kieler 
Abstimmungsberechtigten, die vom Rathaus 
aus der Kundgebung beiwohnten. Tie heutige 
Kundgcbikng. so betonte er, sei ein Bekenntnis 
unverbrüchlicher Treue zu unseren saar- 
deutschen Brüdern und Schwestern sowie zu 
unserem Führer Adolf Hitler. 
Sodann ergriff Obcrpräsidcnt und Gau 
leiter Lohse das Wort. Er führte u. a. ans: 
Heute endlich hat die ganze Welt erfahren, 
daß die Saar und ihre Bevölkerung deutsch 
war, deutsch ist uird auch für alle Zukunft 
bleiben wird. Bitt tiefer und innerer Be 
wegung haben wir heute früh durch den Gau 
leiter Bürckel und durch den Führer selbst 
gehört, was an der Saar vorgegangen ist. Und 
nun haben wir das Große erleben können und 
die Bestätign!' die Nichtigkeit der natio- 
nalsozialistisc lltanschauung erhalten, 
daß Rasse nie;, Kasse kann und daß Blut 
nicht von Blut ....... Niemals ist der Marxis 
mus vernichtender geschlagen worden, als hier 
an der Saar. Damit hat er nun auch end- 
giiltig im Tritten Reich ausgespielt. 
Gauleiter Lohse ergriff darauf noch einmal 
das Wort zu einem Treuebekenntnis für den 
Führer. Zehntausende von Händen erhoben 
sich zum Gruß und mächtig klang das Sieg- 
Heil gleich einem Trcueschivur zum Himmel 
auf. Anschließend sang die Menge daS Deutsch 
land- und das Horst-Wessel-Lied. 
Mit dem Großen Zapfenstreich, gespielt von 
der Kapelle der Reichsmarine, fand die er 
hebende Feier ihren Abschluß. 
Grumbach, Gerickc und Christ entlassen und 
verhaftet. Unter Mißbrauch seiner politischen 
Machtbefugnisse hat der französische Direktor 
des Innern, Heimburger, die Betreffenden 
nicht nur aus der Haft entlassen, sondern sie 
darüber hinaus wieder in ihre Posten einge 
setzt. Dieses unglaubliche Verhalten Heimbur- 
gcrs muß gerade am Siegestagc der deutschen 
Sache an der Saar ganz besonders befremdend 
berühren, lähmt cs doch nicht nur alle Maß 
nahmen der zum korrekten und durchgreifen 
den Einschreiten entschlossenen internationalen 
Polizeioffiziere, sondern zeigt darüber hinaus, 
wie wenig Heimburger gewillt ist, ails unab 
änderlichen Tatsachen die erforderlichen Fol 
gerungen zu ziehen. 
Polizei gegen Heimbucger. 
DNB. Saarbrücken, 15. Jan. Die Tatsache, 
daß Herr Heimbnrger es fertig bekommen hat, 
einen Polizeibcamten wegen des Deutschen 
Grußes vom Amt zu suspendieren, hat in der 
saarländischen Polizei eine ungeheure Er 
regung hervorgerufen. Seit Dicnstagvormit- 
tag grüßt die ganze saarländische Polizei de 
monstrativ mit dem deutschen Gruß. Die Be 
völkerung hat ihr dafür bereits herzliche Ova 
tionen bereitet. Es erhebt sich nun eine Frage: 
Wann tritt Herr Heimburger zurück? 
Der Führer am 5iegestage. 
DNB. München, 18. Jan. Der „Völkische Be 
obachter" meldet aus Berchtesgaden: Ter Füh 
rer fuhr morgens gegen 8 Uhr in Begleitung 
seines persönlichen Adjutanten Obergruppen 
führer Brückner, der Vrigaücführer 
Schau b und Schreck und des Ncichspresse- 
chefs Dr. Dietrich vom Haus Wachenfcls 
nach Berchtesgaden, wo er in einem gesonder 
ten Raum des Reichspostamtes die Meldung 
dcS Saarbevollmächtigten Gauleiter Bürckel 
aus Neustadt a. d. Haardt entgegennahm und 
dann selbst zum deutschen Volk an der Saar 
sprach. 
Um 13 Uhr traf in Obcrsalzbcrg, wohin der 
Führer inzwischen wieder zurückgekehrt war, 
Ministerpräsident Göring ein, um seine 
Glückwünsche zum Abstimmungssieg zu über 
bringen. Gesandter v v n P a p e n übermittelte 
seine Glückwünsche telephonisch aus Saar 
brücken. Im Laufe des Istachmittags ging 
außerdem noch eine wahre Flut fernmündlicher 
und telegraphischer Glückwünsche aus allen 
Gauen des Reiches und von allen Schichten 
des deutschen Voltes ein. 
Dem Saarbevollmächtigten Gauleiter Bür 
ckel hat der Führer und Reichskanzler tele 
phonisch seinen besonderen Dank im Namen 
des deutschen Volkes für die glänzende und 
aufopferungsvolle Arbeit ausgesprochen, die im 
^aargebict geleistet wurde. 
Großer Empfang der schleswig.holsteinischen 
Saarfahrer in Altona. 
Altona, 15. Jan. Das überwältigende Er 
gebnis der Abstimmung im Saargcbiet hat 
auch in Schleswig-Holstein helle Begeisterung 
ausgelöst. 
Auch Altona stand im Zeichen des Sieges 
und der Freude. Galt cs doch, auch die schlcs- 
wig-holsteinischen Saarfahrer zu empfangen. 
Ganz Altona sah man am frühen Morgen auf 
den Beinen. Vor dem Hanptbahnhof hatten 
sich die Volksgenossen Kopf an Kopf gedrängt, 
um die Saardeutschen zu begrüßen. In der 
Bahnhofshalle sowie auf dem Bahnsteig selbst 
stand eine unübersehbare Menschenmauer. 
Auch die Spitzen der Behörden und der Be- 
weguttg hatten sich zum Empfang cingefunden. 
Im großen Saal des „Kaiserhof" waren die 
Tische für etwa 850 Saardeutsche gedeckt, wo 
sie sich nach der langen und angestrengten 
Fahrt zunächst stärken sollten Der Musikzug 
der 4. SS.-Stanbarte begrüßte die Volks 
genossen beim Einzug in den Saal mit dem 
Saar-Lied. Im Namen des Gauleiters be 
grüßte Kreisleiter Piwitt die Saardeutschen. 
kein Molorengeräusch mehr 
bei Flugzeugen. 
DNB. Tokio, 16. Jan. sEig. Funkmeldung). 
Die japanische Presse berichtet von einer Er 
findung, durch die das Motorengeräusch bei 
den Flugzeugen fast gänzlich ansgeschaltet 
werden soll. Den Blättern zufolge soll beab 
sichtigt sein, die Erfindung in der nächsten Zeit 
durch Armecflicger erproben z« lassen. 
Französischer Ģrohbetriiger. 
DNB. Paris, 16. Jan. sEig. Funkmeldung). 
Der Direktor der französischen Handelsbank, 
Huyert, die ihren Sitz in Paris hat, und vor 
einiger Zeit ihre Schalter schließen mußte, ist 
am Dienstag verhaftet worden. Er steht unter 
der Anklage des Betruges und der Urkunden 
fälschung. Seine Betrügereien sollen sich auf 
etwa 1 Million Francs belaufen. 
Versuchsslüge 
eines französischen Großflugbootes. 
DNB. Paris, 16. Jan. sEig. Funkmeldung.) 
Das größte französische Flugboot „Leutnant 
Paris" hat am Dienstag seine ersten Versuchs 
flüge durchgeführt. Der Apparat wiegt 37 To. 
und hat eine Flügelspanne von 50 Metern. Er 
ist mit 6 Motoren von je 850 PS. ausgerüstet 
und kann 76 Personen befördern. Das Flug 
boot soll später in den Südamerikadienst ge 
stellt werden. Vorher soll es seine Seetüchtig 
keit während einiger Monate auf der Strecke 
Marseille—Algier beweisen. 
Verantwortlicher Hauptschriftleiter und Herausgeber: Fer» 
dtnand Möller. 
Stellvertreter des Haupifchrlstlei'eis: Herben Puhlmaan. 
Verantwortlich für Politik: Herbert Puhlmann: für den all 
gemeinen Teil: Adov Dregori: für den wirtschaftlichen 
Teilt Dr. Tl Bielfeldt; für den provinziellen und 
örtlichen Teil: Karl Müll.» alle ln R-ndeburg. 
Verantwortlicher Anzr,geniest er: Karl Jacobsen. Rendsburg, 
Verlag und Druck: Heinrich Möller Söhne. Rendsburg 
D-A- Schleswig.Ho!fteinifck)c Landeszeitung (Rendsburg» 
Tageblatt - Hohenwestedtcr Zeitung — Süderbraruper 
Tageblatt) XII. 3» 13 401. 
Eine Welkeeise für alle Leser der SchlesW-hoisteinisihen Landerzeiililig. Rendsburg 
Aeber 275000 Mitreisende haben sich schon angemeldet! 
Was reg! den Geist von neuem an, bringt Frohsinn und Schaffen». 
sreude wieder ? Reiselust und Reisen! Wir wollen erfahren wie 
die Welt in Wirklichkeit mit all dem Reichtum ihrer Naturschönheiten aus- 
sieht und wie die Menschen darauf leben. Aber nur wenige können eine 
Weltrrise wachen — sollen nun die andern auf eine Weltreise verzichten? 
Nein! — Wir wollen dem lerneifrigen Sinn das ganze herrliche Erden» 
rund schenken, indem wir es durch Kenner in Wort und Bild entrollen 
lasten. Länder, Völker, Naturbetrachtungen sollen die Leser festeln und 
erfreuen. Sie werden mit uns von Land zu Land, von Ort zu Ort reisen. 
Wir versprechen den Lesern genußreiche Stunden und wollen ihnen ein 
freundlicher, aufmerksamer Führer sein. Trete jeder mit uns getrost die 
Weltreise an und lerne die Pracht der Natur, die Sitten und Gebräuche 
der verschiedenen Menschenrassen ohne Reisebeschwerden, teure Aus- 
Nur 30 Pfennig pro Woche! 
rustungen und Reif-gelder kennen. Er kann alles im gemütlichen heim 
für nur 30 Pf. wöchentlich durch unsere Zeitschrift .Durch all- Welt" 
genießen. Jede Woche erscheint ein Heft im Umfange von 3« Seiten und 
enthalt die Berichte, Erlebnisse, Iagdabenteuec bekannter Weltreilender 
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durch über Ü0 herrliche Abbildungen in sarbigem ķkupfertîefdrnck belebt.— 
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eia und di« für «inen jeden erlebnisreiche Reise wird sofort ongetretep. 
Anmeldeschein für dl« Leser der Schl.hol». Kerd«b,r» 
An peler }. 0csl«rgaord Verlag, verlla-SchSaeberg. 
Ich bestelle „Durch alle Welt" jede Woche ein Heft für SV Pf. auf «tat 
Vierteljahr; kündige Ich nicht fünf Wochen vor «ezugsquarlalfchluß, 
wünsche ich die Zeitschrift weiterzubeziehen. Erfüllungsort Veriin.Schönederg. 
«egen Erstattung der Dersandspesen erhalt, Ich iņ Lieferungen de» 
großen Handatlas. 
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