Full text: Newspaper volume (1934, Bd. 1)

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127. Jahrgang. 
127. Jahrgang. 
Renösburger Tageblatt 
Bezugspreis: Ausgabe A Reichsmark 1,75 monatlich; Ausgabe 8 einfchl. Illustriert« Wochenbeilage 
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Nichterscheinen der Zeitung wegen höherer Gewalt. 
sein sollten, daß den Juden in Deutschland 
persönlich absolut nichts passiert sei, daß viel 
mehr in der Hauptsache diejenigen aus dem 
Osten, die sich ihre Taschen in Deutschland ge 
füllt hatten, jetzt überall stänkerten, wurde von 
einem gewissen Teil des Auditoriums mit 
Gejohle zur Kenntnis genommen. Ich muß 
aber sagen, daß nach den glänzenden Wahlen 
am 12. November, wo ganz Deutschland sich 
zum Nationalsozialismus bekannt hat, auch 
in England in dieser Beziehung ein grund 
sätzlicher Wandel eingetreten ist. Man kann 
sagen, daß nach diesem Zeitpunkt das Juden 
tum in seiner Hetze in England gegen Deutsch 
land keinen großen Einfluß mehr hat. 
Sic betonten, Herr W., zu Beginn Ihrer 
Ausführungen so besonders 
Ein Auslandsdeutscher erzählt. 
Unterredung eines Mitarbeiters der „Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung" mit einem Landsmann, der im Ausland lebt. 
St. Peter, 18. Januar 1934. 
Ein Mitarbeiter von uns hatte Gelegenheit, 
ditcm Ausländsdeutschen, vor kurzem in Lon 
don und jetzt vorübergehend bei seinem Bru 
der in St. Peter, über seine Erlebnisse und 
Eindrücke gegenüber dem neuen Deutschland 
zu befragen. 
Die Unterredung geben wir nachstehend 
wieder: 
Ich bitte Sic, Herr W., daß Sie als 
Auslandsdeutscher mir zunächst einmal sa 
gen, welchen Eindruck und welche Ueber 
zeugung Sie gewannen, als Sie zum 
ersten Male von England kommend, das 
nationalsozialistische Deutschland betraten? 
Sie müssen verstehen, daß ich, da ich schon 
einmal Gelegenheit hatte, anläßlich einer der 
früheren Wahlen bei einem kurzen Aufent 
halt in Deutschland meine Stimme dem Na 
tionalsozialismus zu geben, gerade dieses 
Mal mit dem Gefühl einer leidenschaftlichen 
Begeisterung und einer inneren Spannung 
nach der Heimat gefahren bitt. Wenn Sie aber 
erfahren wollen, was man innerlich, ganz dem 
Gefühl nach, schon in kurzer Zeit der Berüh 
rung mit Menschen der deutschen Heimat emp 
findet, dann ist es eine sichtbare Hoffnungs 
freudigkeit mit einem festen Vertrauen in die 
Zukunft. Dabei ist deutlich die versöhnliche 
Stimmung aller Volkskreise sDeutschland hat 
ja nur noch eine Volksgemeinschaft) zu erken 
nen, und was wesentlich ist, die Familie tritt 
wieder als Grundlage jeder gesunden Ent 
wicklung stark in den Vordergrund. Auffallend 
und wahrlich nur in Deutschland, einzigartig 
dastehend ist das Vertrauen aller Volkskreise 
zur nationalsozialistischen Führung. 
Und was man äußerlich sogleich wahrnimmt, 
ist die Zucht und Ordnung, und, was in kei 
nem andere« Lande möglich sein wird, die 
völlig freiwillige Diszipliniertheit des ganzen 
Volkes. Nebenbei gesagt, ist das Reibungs 
lose des öffentlichen Verkehrs und die Zuvor 
kommenheit der gesamten Bevölkerung auf 
fallend und kann wohl nur hergeleitet werden 
aus der großen gemeinsamen Arbeit, Deutsch 
land wieder aufzubauen, wo eben nichts ge 
geneinander, sondern alles mit und für ein 
ander arbeiten muß. Bei meiner Rückfahrt 
nach Deutschland hatte ich Gelegenheit, mich 
mit einem Schweden über die wunderbare 
Entwicklung in Deutschland zu unterhalten. 
Er war der gleichen Meinung wie ich, daß 
das, was sich heute in Deutschland bereits voll 
zogen hat, in mehr oder weniger kurzer Zeit 
sich auch in anderen Ländern durchsetzen wird. 
Das ist keine Einzelstimme, man hört solche 
auch an vielen Stellen Englands. Hier nennen 
sich die Anhänger „Faschistische Partei von 
England". Es wird für Sie bemerkenswert 
sein, daß ich Plakate in England eben dieser 
Partei gesehen habe, des Inhalts, „Gegen das 
Judentum, denn sie wollen «ns in interna 
tionale Kriege verwickeln". 
Herr W., Sie werden sicher auf Grund 
ihrer eigenen Erlebnisse zu der Feststel 
lung gelangt sein, daß jeder wirtschaft 
liche Aufbau in Deutschland nur eine fol 
gerichtige Entwicklung des geistigen Um 
bruches sein kann und daher alle getroffe 
nen Maßnahmen stets dem Volke in der 
Gesamtheit zu dienen haben. 
Dafür kann ich Ihnen sogar ein sehr tref 
fendes Beispiel geben. In Irland wurde die 
Neugründung von drei Zuckerfabriken verge 
ben. Diese erforderte einen Gesamtbetrag von 
1 Million Pfund. Neben den drei deutschen 
Fabriken, Sangershausen, Siemens und Wolf 
in Magdeburg hatten verschiedene andere aus 
ländische Fabriken für die Neugründung An 
gebote abgegeben. Die deutsche Regierung ver 
ständigte sich mit allen drei deutschen Fabri 
ken, und ohne jede Konkurrenz wurde ein 
daß das 
deutsche Volk sich ganz freiwillig und be 
geistert der Volksgemeinschaft einordnet. 
Halten Sie es für möglich, daß eine solche 
Einordnung sich auch in anderen Ländern 
vollziehen kann? 
Ich bin der festen Ueberzeugung, daß das, 
was sich heute in Deutschland so glänzend voll 
zogen hat, auch eines Tages in irgend einer 
Form in anderen Ländern sich durchsetzen 
wird. Aber ich bitte zu unterscheiden, es gibt 
nur ein Deutschland und einen Nationalsozia 
lismus. Wenn auch in anderen Ländern sich 
mit der Zeit nationalsozialistische Prinzipien 
durchsetzen, dann werden es insbesondere die 
sein, daß man auch hier sich frei machen wird 
von dem Wahn des Internationalismus und 
den damit verbundenen liberalen Einflüssen, 
die auf die Dauer jedes Volk zum Verfall 
bringen müssen. . 
Als Auslandsdeutscher lassen Sie mich zum 
Schluß noch eins sagen: Die Revolution 
Ihres Führers Hitler ist zunächst eine 
deutsche Revolution gewesen. Die Geistes 
kräfte dieses Werkes sind aber so stark, daß sie 
den Beginn einer Weltrevolution darstellen 
und die Menschen anderer Völker zur Besin 
nung und zur Umkehr zwingen werden. 
Es gibt viele Deutsche im Ausland, die nach 
langen Jahren ihres Dortseins um die fremde 
Staatszugehörigkeit nachgesucht haben. Ich bin 
glücklich, Deutschland die Treue gehalten zu 
haben, denn es macht Freude, in Teutschlau 
zu sein. 
Wer aber fern der Heimat ist, wird stets die 
größte Sehnsucht spüren, und darum, liebt 
Euer Land, so wir Ihr Euren Führer liebt. 
englische Volk sich zu Deutschland stellt und 
wie cs insbesondere die Forderungen 
Deutschlands nach einem dauernden Frie 
den auf der Grundlage des Rechtes und 
der Ehre gegenüber steht. 
Sie berühren hier eine Frage, die noch vor 
einigen Monaten auch in England äußerst 
aktuell war, und das ist die Propaganda ge 
gen Deutschland. Ich bitte aber grundsätzlich 
zu unterscheiden zwischen dem englischen Volk 
einerseits und dem auch hier vorhandenen 
Judentum. So bricht sich in den überlegenden 
Engländern die Erkenntnis Bahn, daß es auf 
die Dauer niemals möglich sein wird, Deutsch 
land in den Fesseln des Versailler Vertrages 
zu halten, ja, man geht hier sorveit, Deutsch 
land sogar wieder das Recht auf Kolonien zu 
zuerkennen. Es ist leider bis vor wenigen 
Monaten so gewesen, daß die von den Juden 
und allen möglichen Nichtengländern in Szene 
Kein Anschluß Oesterreichs an Deutschland
	        
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