Full text: Newspaper volume (1932, Bd. 1)

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früget auch nicht reicher als heute, aber welch eine 
unerhörte Fähigkeit zur Freude war in unserem 
Volk. Heute laufen die Menschen herum, als 
hielte sie eine unsichtbare Faust im Genick und 
drücke sie zu Boden. Wir sind die Generation, Sie 
erlebt, wie eine Weltanschauung zusammenbricht 
und eine neue unter schwere» Wehen entsteht. Es 
zerbricht eine Weltanschauung, die IM Jahre in 
Deutschland und in der anderen Welt vorherr 
schend war, die Weltanschauung des Liberalismus, 
wie ihn die französische Revolution gebar. Eine 
Nation kann nur bestehen, wenn vorhanden ist die 
Liebe zum Volk, die Liebe zur Freiheit und bas 
Bekenntnis zur Nation! 
Wir sind Glieder eines Volkes, bereit, für die 
Nation zu kämpfen, und wenn es sein muß, zu 
sterben. Man glaubte die Menschen mit Loga 
rithmentafeln regieren zu können, und am Ende 
steht jetzt ein Volk dem Hungertoöe nahe. 
Eins muffen wir Nationalsozialisten uns im 
mer wieder vor Augen halten: im Erleben des 
Krieges sind wir Herr geworden über falsche Er 
ziehung und Begriffe, erkannten wir, daß ein Volk 
Besitz und Arbeitsplatz nur dann beschützen kann, 
wenn es geschlossen und einheitlich zur Nation zu 
lammensteht. Aus diesem Grunde sind wir Ratio 
nalsozialisten bereit, die Sünden unserer Groß 
väter, die der deutschen Arbeiterbewegung keine 
nationalen Führer gestellt haben und dem Juden 
Maröochai (Karl Marx) in die Arme trieben, an 
zuerkennen und zu sühnen. Wenn wir nichts weiter 
wollten, als eine nationalistische Bajonettdiktatur 
— mit diesem Schreckgespenst versucht man heute 
den deutschen Arbeiter von uns fernzuhalten 
dann waren wir in spätestens sechs Monaten wie 
der fertig. Aber weil wir die Probleme erkenne» 
und sie löse« werden, darum haßt man uns. Von 
der seelischen Not der deutschen Arbeiter haben die 
Führer der anderen Parteien nie etwas gehört 
und haben sie nie verstanden. 
Wir werden das soziale Problem lösen, nicht als 
ein materialistisches, sondern als ein nationales, 
verantwortungsbewußtes System, auf daß Deutsch 
lauft seinen Platz in der Welt wieder erhalte und 
gewinne. 
Es ist kein Zufall, sondern logische Entwicklung, 
daß wir in diesem Wahlkampf ganz allein gehen 
Nationalsozialismus ist Mannestum, Bekenntnis 
zum Leistungsprinzip, zur Volksgemeinschaft! Na 
tionalsoztalismus ist, kurz gesagt, das Gegenteil 
von dem, das heute ist! Wir sind die Verfechter 
des Neuen. Ich habe die Verschärfung des Wahl 
kampies. als wir allein gehen mußten, zunächst 
mit Sorge gesehen. Aber bereits wenige Stunden 
später sagte ich mir richtig: „Klare Scheidung der 
Fronten, darum geht es am nächsten Sonntag!" 
In unseren Reihen vereinigten sich der Arbeits 
lose und der Fabrikbesitzer, der Bürger und der 
Bauer, der Landarbeiter und der Gutsbesitzer. Wir 
sind die Partei, in der alle Berufe und Stände 
durcheinandergemischt sind. Trotzdem können wir 
feststellen, daß wir in unserer Bewegung noch nie 
Schwierigkeiten gehabt haben, wie sie aus den Be- 
lufsverschiedenheiten sich ergeben könnten. Wir 
sind nicht überragende Menschen, nein, wir sind nur 
das Neue, weil wir die neue Weltanschauung der 
Freiheit, der Ehre, weil wir den seelisch verhnnger- 
icn Menschen eine neue Lehre künden! 
Wir müssen davon abkommen, daß wir den 
Menschen beurteilen nach Herkunft, Studium, Ver 
mögen und ähnlichen Dingen. Auch soll man uns 
die Sorge schon überlassen, ob wir die Köpfe ha 
ben, die regieren können. Nur wer, aus dem Volke 
stammend, die Liebe und Sehnsucht seines Volkes 
kennt, nur der kann gut regieren. 
Warum läßt man uns nicht einmal sür sechs 
Wochen an die Regierung? Warum probiert man 
es nicht einmal mit uns? Wenn man von unse 
rem Mißerfolg überzeugt wäre, wäre es doch die 
beste Lösung, das deutsche Volk von seinem Irr 
wahn, dem Hakenkreuz nachzulaufen, zu heilen. 
Deutschland tut not die Wiedererweckung der 
idealen Kraft des Vertrauens zu einer starken, 
saubere» Staatsführung, die nichts anderes will 
als nur einzig und allein bas Wohl des Volkes! 
Der Staat muß aufhören nur der Stenereintreibcr 
zu sein, der Notverordnungsdiktator, er muß wie 
der das Volk werden! Das Volk muß der Staat 
sein. Wir müssen ihn beherrschen und ihn zu dem 
machen, was er sein muß, Volks-, Schicksals- und 
Brotgemeinschaft! 
Die Wirtschaft ist nicht Selbstzweck und hat nur 
Existenzberechtigung, wenn sie Diener des Volkes 
ist. Sie darf nicht Selbstzweck von Spekulanten 
sein, sondern muß ihre Aufgabe darin sehen, die 
Staatsausgabe, die in der Bereitstellung der ma 
teriellen Lebensbedürfnisse besteht, zu unterstützen. 
Der Export is/ heute kein Preis-, sondern ein 
Raumvroblem geworden. Der alte Staat förderte 
die Industrie und vernachlässigte die Landwirtschaft. 
Wir müssen unsere Ernährung so gestalten, wie es 
der deutschen Landwirtschaft entspricht! Uns wer 
den bei einer Ausfuhrdroffelung die Proteste des 
Auslandes weniger aufregen als es die heutigen 
Staatsmänner tun. Wir werden dem Ausland sa 
gen, daß cs ein Ding der Unmöglichkeit ist, außer 
6 Milliarden Schuld- und Tribntverpflichtnngen 
»ach weitere 2 Milliarden aus der deutschen Volks 
wirtschaft herauszuquetschen für die Einfuhr über 
flüssiger Dinge. 
Den Schluß bildete ein Appell für die Wahl 
Hitlers am 13. März zum Reichspräsidenten. 
der A-berschrfft „Mzu scharf macht schartig" schreib: 
Hugenbergs „Berliner Lokànzsiger" in einer Pole, 
mrk gegen die Nationalsozialisten u. a., es müsse er 
laubt sein, gegen das schwarz-rote System zu kämp 
fen, ohne sich deswegen einer Diktatur Hitlers zu beu 
gen. 
Dis Rede, welche der Reichskanzler heute abend im 
Berliner Sportpalast halten wird, wird auch im 
Rundfunk verbreitet in dcr Zeit von 8.18 bis g Uhr. 
Aus dem gleichen Grunde wie bei den gestern mit 
geteilten Verboten ist im Rheinland eine weitere na 
tionalsozialistische Zeitung bis zum 16. März verboten 
worden. 
Das Landesamt .Nord,nark des Stahlhelms teilt 
mit: „Von der Presse der NSDAP, werden Nach 
richten verbreitet, nach denen Massenaustritte beim 
Stahlhelm und Ilcbertritte ganzer Ortsgruppen zur 
NSDAP, erfolgt sein fallen. Das Landesamt stellt dazu 
folgendes fest: Diese Nachrichten sind für den Landes 
verband Nordmark falsch. Zwar liegen hier und da 
einzelne Abmeldungen vor, die aber keine besondere 
Erscheinung sind, weil gelegentliche Austritte auch zu 
anderen Zeiten erfolgen. Demgegenüber stchen tägliche 
Neuanmeldungen. Wenn man einzelnen Aus- oder 
Uebertritten politische Bedeutung beimessen will. könnte 
der Stahlhelm dasselbe bezüglich der NSDAP, sagen: 
denn es liegen auch Fälle vor, wo Leute, die bisher 
zur NSDAP, gehörten, dem Stahlhelm beitraten." 
In Meldungen aus dem Reich nach Berlin wird 
darauf hingewiesen, daß die Zahl der Wähler, die 
sich durch Einsichtnahme in die Stimmlisten über ihr 
Wahlrecht vergewissert hätten, noch nie so groß ge 
wesen sei wie diesmal. Man schließt daraus auf eine 
starke Wahlbeteiligung. 
Hamburger GZMelZ-Me mit 
hmHernUen. 
ginn öer Veranstaltung bis auf den letzten Platz 
besetzt. Es mußten daher zwei weitere Säle hin 
zugenommen werden, wohin Lautsprechet-Ueüer- 
tragung erfolgte. Auch diese beiden Säle waren 
bald gefüllt, so daß die Gesamtzahl der Teilnehmer 
auf etwa 12 000 geschätzt werben konnte. 
Der Beginn der Kundgebung verzögerte sich 
iedllch um eine Stunde. Um 9 Uhr teilte Vürger- 
schaftsmitglied Henningsen mit, daß Goebbels erst 
gegen Mitternacht in Hamburg eintreffen könne 
und daher die Versammlungsteilnehmer fragen 
lasse, ob sie solange warten und dann seine Rede 
hören wollten. Die Versammlung stimmte dem 
stürmisch zn (s. 3. Hauptblattseite). Henningsen 
teilte weiter mit, daß die Behinderung Goebbels' 
mit dem Hochvdrratsverfahren in Berlin und der 
Haussuchung in der dortigen Gaugeschäftsstelle zu 
sammenhänge. Dadurch sei es Goebbels unmöglich 
gewesen, den fahrplanmäßigen Zug nach Hamburg 
rechtzeitig zu erreichen. Die Hamburger Gaulei- 
tung habe ihm daraufhin ein Flugzeug nach Ber 
lin geschickt, aber die Luftpolizei in Tempelhof 
habe den Start des Flugzeuges verweigert. (Stür- 
mische Pfuirufe.) Als Grund für die Maßnahme 
sei angegeben worden, daß der Flughafen Ham 
burg nicht vorschriftsmäßig besetzt sei. Man habe 
jedoch vom Hamburger Flughafen auf Anfrage die 
Auskunft erhalten, daß dort ab 6 <A Uhr alles in 
Ordnung gewesen sei. (Erneute stürmi/che Pfui 
rufe.) Goebbels werde daher mit dem letzten von 
Berlin abgehenden Zuge nach Hamburg fahren 
und dort um %12 Uhr nachts eintreffen. Henning- 
sen schloß mit den Worten: „Wir wollen hoffen, 
daß der Zeitpunkt bald da ist, wo solche Schikane 
ein Ende hat!" 
* 
Vielleicht aber wird die Wahlbeteiligung größer efü 
75 Prvz., die 32,6 Millionen Wahlbeteiligten eni» 
sprechen wurden, und vielleicht kommt es ganz anders, 
als man sich das vorher ausgedacht hat. Auch irach 
der vorstehenden Schätzung wäre ein zweiter Wahlganz 
zu erwarten. 
Immerhin entbehrt das Zahlenspiel am Vorabend 
der Wahl nicht eines relativen Reizes. Jedenfalls 
heißt es für alle Wahlberechtigten, sich zu entscheiden 
und zur Wahl zu gehen, damit nicht diejenigen, die 
zu Hause bleiben, den Ausschlag geben! 
TU. Hamburg, 10. März. Die N. S. D. A. P. 
Hamburg veranstaltete eine große Wahlkund 
gebung bei Sagebiel, bei welcher der Berliner 
Gauleiter Reichötagsabgeordneter Dr. Goebbels 
sprechen sollte. Goebbels wollte schon im Februar 
in Altona und Hamburg sprechen, doch waren da 
mals in beiden Fällen Redeverbote gegen ihn er 
lassen worden. Bei der jetzigen Kundgebung wa 
ren die beiden großen Säle bereits lange vor Be- 
Als Dr. Goebbels um Mitternacht im Saale er 
schien, begrüßte ihn tosender Beifall. Er gab Er 
klärungen über die Gründe seines späten Kom 
mens, woraus zu schließen ist, daß die Hemmun 
gen nicht bei der Hamburger, sondern bei der Ber 
liner Polizei lagen, die allzu besorgt um sein 
Leben gewesen sei. (Heiterkeit.) Goebbels sprach 
1!« Stunde lang und kündigte dem herrschenden 
System den Sturz an. Stürmischer Beifall und 
die Strophen eines Kampfliedes beendeten die 
Versammlung. 
Die spanische Staatsstreich-Parlamentskommisflon 
fordert u. a. für Exkönig Alfons 20 Jahre 
Deportation und dauernden Verlust.der bürgerlichen 
Rechte. 
Zuļļermarkl. 
Altona, den 11. März 1892 
beim Erünen JSaer 18 
Es wuroe gezahlt für 50 kg Lebendgewicht: 
a) Belle Fetischweine 41 ®.r. 
b) Mittelschwere Ware 40—40 
c) Mittclwate 39 zg " 
d) Gute leichte Ware 36—38 " 
e) Geringere Ware 27—33 " 
k) Sauen-.«.. 30 37 
Auftrieb: 3626 (Ohne Gewähr) 
Handel: Mittelmäßig 
* * * 
Die große Frage: 
Wie wird die Reichsprasidentenwahl am 13. Marz 1932 ausfaLen? 
Rückblick und Schätzung. 
Hinsichtlich der bevorstehenden Reichspräsidenten 
wähl am Sonntag, dem 13. März 1982, ist es von 
historischem Interesse, sich der Ergebnisse der Reiche 
Präsidentenwahl im Jahre 1925, und zwar des eitf- 
scheidenden Mahlgangs vom 26. 4. zn erinnern, und 
von einem gewissen Werk, sich die Ergebnisse der 
Reichstagswahl voin 14. September 1930 unter Um 
rechnung auf di« jetzigen Präsidentschaftskandidaten 
soweit das möglich scheint, vor Augen zu führen. Die 
Umschichtung der. Hindenburgfrmrt seit 1925 (Ab 
schwenkung der Rechtsopposition in die Kandidaten- 
lager von Hitler und Duesterberg, die Umstellung der 
damaligen Dr. Marx-Anhänger ans Hindeirburg usw.) 
sowie die seit 1925 eingetretene große Aenderung im 
politischen Leben Deutschlands bezw. im Besitzend der 
Parteien lassen für einen, allerdings nur bedingten, 
Vergleich das eineinhalb Jahr zurückliegende Reichs, 
tagswahlergebnis in gewissen Grenzen in den Vorder, 
gründ treten. 
Dabei muh man aber, worauf unterdessen stattgefun- 
dene Wahlen in einigen deutschen Ländern schließen 
lassen, mit der Gewißheit einer weiteren Kräftevertei 
lung insgesamt rechnen. Dazu komnrt, daß die Zahl 
der deutschen Wahlberechtigten von knapp 43 Millionen 
am 14. 9. 30 auf rd. 44 Millionen gestiegen ist. In 
dieser Zahl befindet sich der in der Einzelanswirkung 
unberechenbare, jedoch wichtige Faktor von gut 8 Mil 
lionen neuer junger Wähler, 
Dei der Präsidentenwahl 1925 betrug die Wahl: 
beteiligung 77,6 Proz. (von 39,5 Millionen Berechtig 
ten stimmten rd. 30,4 Millionen ab), bor der letzten 
Reichstagswahl 82 Prozent (von rd. 43 Millionen 
stimmten gut 35 Millionen ab). 
Der der Präsidentenwahl 1925 
erhielten Stimmen 
Hindenburg 14 655 641 (45,3 Proz.) 
Marx 13 751 605 (45,3 Proz.) 
Thälmann 1931151 (6,4 Proz.) 
Es erhielten Stimmen 
, Von sonstigen NŞlinhgebuiMN 
ieien erwähnt ein Ausruf, des bayerischen Minister 
präsidenten Dr. Held an die Bayern, für Hindenburg 
linzutrcten. und ein Aufruf von 74 deutschen Histori- 
îern für Hindenburg. In einer Versammlung der 
k>eutschen Volkspartei setzte sich Konteradmiral a. D. 
klärn "Mus für HîànLurgs Wiederwahl à Unter 
bei der Reichstagswahl 1939 
Sozia-lde mokvaten 8 575 343 
Nationalsozialisten 
Kommunisten 
Zentrum 
Deutschnationale 
Deutsche Volkspartei 
Wirtschaftspart-ei 
Staatspartei 
Landvolk 
Bayer. Volkspartei 
Christl.-Soz. Volksdienst 
Es erlangten danrals, in Prozenten ausgedrückt, die 
I. Sozialdemokraten 24,5 Proz. der Gesamtstimmen, die 
Nationalsozialisten 18,3, die Kommunisten 13,1, da- 
Zentrum 11,8. 
Aufgrund dcr letzten Reichstagswahlergcvnisse 
glaubt man den jetzigen Reichsprasidentschaftskandida- 
ten gewisse Stimmenzahlen zusprechen zu dürfen. Da 
bei zählt man zum Hindeuburgblock Zentrum, SPD., 
Staatspartei, D.V.P., Wirtschaftspartei, D. Landvolk, 
Bayer. Volkspartei, Deutsch-Hannoveraner, Koni 
6 406 397 
4 590179 
4 126 983 
2 457 680 
1 658 937 
1 361 761 
1322 039 
1108145 
1 058 637 
869 613 
Volkspartei, Christl.-Soz. Dolksdtenst, Christl.-Soz. 
Volksgem. und Deutsche Bauernpartei. 
Hinter der Hitlerkandidatur steht die Nationalsozia 
listische Deutsche Arbeiter-Partei. 
Der Duesterbergkandidatur rechnet man vorläufig 
nur die Deutschnationale Volkspartei zu. Bekanntlich 
steht hinter ihr auch der Stahlhelm. 
Thälmann ist der Kandidat der Kommunisten und 
SPD.-Absplrtterungen. 
Winter, der fünfte, mehr als Kuriosum betrachtete 
Kandidat, ist außer Betracht gelassen. Aufgrund 
des Reichstagswahlergebimsses also, das, wie wieder 
holt fetz aus erwähnten Ursachen für die bevorstehende 
Präsidentenwahl durchaus nicht maßgebend ist — man 
denke an die weitere stürmische Aufwärtsbewegung der 
Nationalsozialisten, den unbestimmten Faktor der 
Kommunisten, die neuen, großenteils radikalen Jung 
wähler, von sonstigen auf Umschichtungen bezw. Ab 
weichung vom Parteischema beruhenden Ueber- 
raschungsmöglichkeiten nicht zu roden —, schreibt man 
den auf dem Wahlzettel alphabetisch rubrizierten Kan 
didaten in runden Summen folgende Stimmenzahlen 
zu: Duesterberg 2,5 Millionen, Hindenburg 
21,1, Hitler 6,4, Thälmann 4,6 Millionen. 
Das wären, auf 35 Millionen damalige Wahlbetei- 
ligts umgerechnet, 7 Prozent der Stimmen bezw. 61, 
bezw. 18 bezw. 13. 
Aufgrund 
Berlin. den 11. März 1932 
Me« m MM WlnNMîmrlļ 
(Frühnotiz! (Ohne Gewähr) 
Mitgeteilt von der Pommerlchen Viedverwertuygs- 
GelelliKaşt Bexlin-Zentralviebbot 
Es wurde gezahlt tiir 50 kg Lebendgewicht: 
Breite: Au"ei>»h- Verlaut: 
Minder 13-36 2383 ziem«» glatt 
Kälber 20-50 1800 glatt 
^àte 22-42 3703 glatt 
^A.-sfe direkt zugeführt 405 
"chm eine 9544 reg« 
Schweine »um Schlacksibot direkt 1220 
m««r^„>,tzsäiweine•••■* — 
Klasse A — Klaffe C 43-45 Klaffe N 37-42 
„ L 44-45 „ I) 41-43 „ F — 
Sauen 40—42 
LkW Mllmiagen MIN MjW-Mrķrļ 
Hambura, de« 11. März 1832 
Getreide (Preise tn RM. per 50 Kg.) 
mràen franko Hamburg.......... 
Weizen ab inland. Station 
«Roggen franko Hamburg - 
Roaaen ab inland. Station 
"Wintergerste ab Meckl.'Holit./Hann.--- 
Sommergerste ab Meckl.'Holst./Hann.-- 
Donauoerlte kwatr. Hbg. unverz. loko 
^ater franko Hamburg->< 
Hater ab inland. Station 
Futtermittel (Preise in NM per 50 Kg 
12.es—12.70 
12.35— ! 2.40 
10.45—W.50 
10.25-10 30 
8.50— 8.60 
8.70— 8.80 
5.35— 5.40 
8.50— 8.90 
8.10— 8.50 
rrrt) 
Weizenkleie inländ 
^eizenkl. ini. mar 
Ronoenkleieinland. 
Maiskl. atrik. „erz. 
Balmk. Harşi.IWilhb 
Kokoskuchen „ 
Rapskuchen .. 
5.15 
5.55 
4.95 
6.00 
6.60 
4.40 
ErNnlibk. Harb./W- 
l5rdni>k-k.-W«8f, 5 eff 
Leint. HarVlWUbb. 
"einku>6enm.373i>.. 
^ona-S-5rot 
Reist.-Mebl 24Ş5 
Vanmw.-S.°M 50% 
7.00 
6.75 
6.40 
6'85 
6 30 
4 50 
6.10 
rreusr Schatzungen 
jedoch haben Wahlstrategen für die Reichspräsidenten 
wahl im voraus an Stimmen errechnet: 
bei 75 Proz. Wahlbeteiligung 
1,8 Millionen — 5 Prozent 
13,3 Millionen — 40 Prozent 
11,5 Millionen — 35 Prozent 
6,0 Millionen — 18 Prozent 
Duesterberg 
Hindenburg 
Hitler 
Thälmann 
Mehl (Preise in RM. per 100 Kg.) 
44 25 
38.75 
29.00-31.00 
22.75—24.25 
Auszumnebl hiesiger Mühlen.--.-.-- 
Väckermebl „ „ 
Roggenteinmehl„ „ 
Roogengrobm. .. 
Tendenz: Getreide bebarip'rt. Fn'lermitiel fest, Mehl ruhig 
Berliner Getrewefrühmarkt 
vom 11. Mär., 1832. 
Tendenz: Rubig. 
Weizen ... .245 50—247 50 I Hafer 150.06-166.10 
Roggen.... 193.OO-195.00 j 8G3«i*enbI«t«. 106.00— 10900 
Wintergerste 180.00-185.00 j Roggeàie 102.00.-105.00 
Breis für 1000 kg 
«erlag n. Druck: HelurlchMöllerLöhar. Rendsburg. 
Lhelredaktion u. «erlagsletrung: Reift. Müller. 
Verantwortlich für Leitartikel: Ferft. Möller, für 
Politik: Adolf Gregorì» kür de» allgemeinen 
Teil und Feuilleton: Herbert Pu hl mann. für de» 
wirtlchaktlichen Tell: Dr. J o h. Gasch, für den provin 
ziellen und örtlichen TeU: Karl Müller, alle to 
Rendsburg. 
Dahinein stammen Sie Stimmzettel. 
Tie Stimmzettelkästen werden ans dem Verwahrsam geholt und zuge 
schraubt. um an die einzelnen Abstimmmrgslolale »erteilt zu werden. 
Kopcithagen IO. 8. 32 100 Klg. 185 Kr. (3. 3. 82 
205 Kr.). Malmö 10. 3. 32 100 Klg. 177 Kr. (3, 3. 
32 190 Kr.). 
* * *
	        
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