Full text: Newspaper volume (1932, Bd. 1)

LeppelLnlustschjffe im Geotzkampf. 
TaLsachmbrnchle «sch dem Kriegstagebuch öes Sbermaşchimstenmaats ML klein. 
Von Hans Lehr. 
Mit Havarie im Gewitter 
über dem kemaz. 
Wir machen Aufklärungs- und Nachtfahrten und 
stellen Versuche mit Leuchtbomben an. Sie fallen 
befriedigend aus; auch wenn die Nacht stockfinster 
ist, können wir uns durch das Abwerfen von 
Leuchtbomben zurechtfinden und über den Standort 
unterrichten. Die Bomben bersten einige hundert 
Meter unter uns und erleuchten die Gegend hell. 
Im Kanal herrscht reges Leben. Die Engländer 
schaffen unaufhörlich Truppen nach Flandern und 
Frankreich. Wir werden eingesetzt, um aufzuklären 
und gegebenenfalls die Truppentransporte zu 
stören. 
Ueber dem Kanal geraten wir in ein heftiges 
Unwetter. Die Propeller plärren in rasend schnellen 
Umdrehungen, und der Schiffskörper stöhnt und 
ächzt unter dem Anprall des Sturmes wie ein leben 
diges Wesen. Wir werden hin und her, hinauf und 
hinab geschleudert als ein Spielball der Elemente. 
Ein Kunststück, eine Gewaltleistung ist es, das Schiff 
überhaupt in der Luft zu halten. 
Im Laufgang, in den Gondeln und sämtlichen 
Winkeln des Schiffes knistert und leuchtet es, als 
befänden sich unzählige Glühwürmchen im Schiff. 
Blitze zucken. Drohende dunkle, schwarze und 
schwefelgelbe Wolken ballen sich über uns. Unter 
uns kocht die See hochwirbelnden Gisch. Riesige 
Wassermasien prasseln auf das Schiff, machen es 
schwer und behindern die Manövrierung. Wir kön 
nen uns kaum auf den Beinen halten; die Wucht 
der Stöße wirft uns an die Wände, zu Boden und 
hoch. 
Böen schlagen in die Propeller und ihr Außen 
getriebe. Eine unbeichreiblich heftige Erschütterung 
jagt die andere. Die Böenschläge übertragen sich 
durch das Zahngetriebe von den Propellern auf die 
Kurbelwellen der Motoren. Jeden Augenblick kann 
ein Kurbelwellenbruch eintreten. 
Bei diesem Wetter Motorenschaden! Der Gedanke 
treibt uns die Haare zu Berge. Ich liege vor meinem 
Motor in einer Nervenspannung auf der Lauer, 
ich glaube, der Schädel muß mir springen. 
Hol's der Teufel! Man könnte glauben, unsere 
Befürchtungen hätten das Kommen des Unglücks 
beschleunigt; der Steuerbordmotor streikt! 
Sofort melden wir das Geschehnis an den Kom 
Mandanten. In wildem Tempo suchen wir nach der 
Ursache der Störung. Es geht ums Leben der 93fr 
fatzung! Es geht ums Schiff! 
Trotz des Sturms und trotz der tollen Sprünge 
des Kahns hinauf un-d hinab arbeitet der Komman 
dant sich nach der achteren Gondel durch. Im glet 
chen Augenblick, in den, die obere Gondelluke sich 
öffnet u^d er, vom Sturm fast fortgeweht, die 
Trepp« zur Gondel hinunterklcUert, setzt auch der 
Backbordmotor aus. Das Luftschiff fällt 800 Meter 
durch, daß uns Hören und Sehen vergehen und wir 
glauben, der Boden würde uns unter den Füßen 
weggezogen. Ein Glück, daß wir zufällig genügend 
Höhe hatten, sonst lägen wir schon im Meere. 
Wir arbeiten fieberhaft, mit letzter Anstrengung 
oller Energien. 
In gespannter, aber überlegener Rul)e schaut der 
Kommandant uns zu. Für alle Fälle läßt er „SOS 
L. 9!" mit Standortangabe funken. Ostende fängt 
auf und funkt zurück, daß ein Torpedoboot zur 
Hilfeleistung in See geht. 
Kaum haben wir Kenntnis von der Antwort er 
halten, da geht auch der vordere Motor von 1500 
auf 800 Umdrehungen zurück. Wieder sacken wir 
durch. 
. _ Was ist denn nur los heute? Treibt der Satan 
iein Spiel mit uns? — Die Erregung reißt an un 
seren Nerven, der Zorn über das Pech brennt in 
unseren Augen und hämmebt in unseren Schläfen. 
Wir triefen von Benzin, Oel, Schweiß und Blut, 
denn jeder hat sich die Haut der Hände schon auf 
geriffen. 
„Ruhe! Nur Ruhe!" begütigt der Kommandant; 
feine Worte beruhigen uns. 
Hurra! Die beiden Maschinen rühren sich schon 
wieder! 
. Die Gemischpumpen treten in Tätigkeit, das Den 
zingemisch zerstäubt sich durch die Vergaser in die 
Motorenzylinder, die Zündung wivd angekurbelt 
und die Motoren donnern los. 
Wortlos drückt der Kommandant uns die 
schmutzigen Hände. 
Wie aus einem Munde brüllt die ganze Besatzung 
los: „Hurra! Hurra! Hurra!" 
^ Wir steigen. Ostende wird benachrichtigt, daß wir 
die Schäden aus eigener Kraft behoben haben. Be 
wegungen des Feindes waren nicht festzustellen. 
Nach nahezu zwanzigstündiger Fahrt treffen wir im 
Heimathafen ein. 
Ohne jede Ruhepause geht es sofort an die gründ 
liche Ueberholung des ganzen Luftschiffes. ' Gas. 
Benzin, Oel und Wasserballast werden nachgefüllt; 
das Ruderwerk und die Zellen werden nachgesehen 
und die Motoren und Propellergetriebe werden aufs 
fchärffte überprüft. 
tiefster Trauer erinnern. Unermüdlich ist er um den 
Ausbau einer Waffe und das Wohl jeiner Kom 
mandanten und Besatzungen besorgt gewesen, als 
ein Vorbild in Gerechtigkeit, Tapferkeit und edlem 
Menschentum. Er hat es sich nicht nehmen lassen, 
neben meiner arbeitsreichen und verantwortungs 
vollen Tätigkeit als Führer der Luftschiffe selbst 
Angriffe auf England und insbesondere London 
zu leiten. Bei dem letzten Angriff des Krieges auf 
London im August 1918 — ist er im brennend 
abstürzenden Führerlustschiff mit der Besatzung den 
Heldentod gestorben. 
Ein neuer Sonderbefehl führt L. 9 aus der Halle; 
Bomben und Proviant werden gemannt. 
Ueber der See steigen wir sofort auf 2500 Meter 
Höhe. um Gas abzublasen. In flotter Fahrt flie 
gen wir in etwas niedrigerer Höhe zunächst nördlich. 
Plötzlich wenden wir auf südwestlichen Kurs. Noch 
wissen wir nicht, wohin es geht. Wir schreien wie 
aus einem Munde unser „Hurra!", als der Kam- 
Mandant uns mitteilt, daß er beabsichtigt, London- 
Docks anzugreifen. 
Es geht nach der Hauptstadt Englands! 
Unser sehnlichster Wunsch scheint sich erfüllen zu 
wollen. ° 
.. Wir beabsichtigen, die Küste bei Kings Lynn zu 
überfliegen. Die Witterung ist zu warm; wir kön- 
nen nicht hoch genug gehen. Wir müßten eine grö 
ßere Prallhöhe aufsuchen, würden dadurch aber zu 
viel Gas verlieren. 
Eine Zeitlang kreuzen wir noch. Wir möchten doch 
gar zu gern nach der Hauptstadt. Es ist nichts zu 
machen; es i|t zu warm. Der Kommandant ent- 
ichließt sich zum Angriff <ruf Kingston upon Hull 
und Grimsby. 
Gegen 21 Uhr überfliegen wir die englische Küste 
bei Cromer. Eine Weile fliegen wir über dem Fest 
land, späterhin der Küste entlang bis Flambovouge 
Head und nehmen dann Kurs auf das Ziel. 
Zeitweise nehmen uns die Scheinwerfer englischer 
^orpostenboote und Panzerkreuzer in die Lichtbün 
del. Es gelingt uns aber, den sofort einsetzenden 
Beichießungen auszuweichen. Wir wollen unsere 
Bomben besser anbringen; wir haben es auf die 
Werften und Lagerhäuser von Grimsby und die 
Hochöfen und riesigen Industrieanlagen von Hull 
abgesehen. 
Nachts einhalb ein Uhr stehen wir über Hull. Die 
ersten Bomben schmettern hinab, explodieren mit 
ichauerlicher Heftigkeit und lassen Brände aufzucken. 
Weitere Bomben folgen. Zwischenhinein lassen wir 
Brandbomben fallen. Serienweise vermehren sich 
die Brandherde. Qualm und blutrote Schleier stei- 
gen auf. 
^ Die Gewalt der Lufterschütterungen spottet jeder 
Beschreibung. Dutzende von Gewittern scheinen die 
Luft zu durchbrausen und zahllose Blitze durch das 
Himmelsgewölbe zu jagen. 
Diß Scheinwerfer der Abwehr fassen uns. Das 
Artilleriefeuer rast; wohin wir auch blicken, überall 
bersten Schrapnelle mit rötlich zuckenden Blitzen. 
Ein Geichütz, das mit einem mächtig leuchtenden 
Scheinwerfer zusommengekuppell ist, beschießt uns 
mit besonderer Heftigkeit. Die Kanoniere dort un- 
ten when uns, das Rohr ist mit dem Scheinwerfer 
genau auf uns gerichtet; wenn sie zufällig die rich- 
tige Entfernung herausbekommen, können sic uns 
mit Leichtigkeit herunterknallen. 
Wir raien im Zickzack über die Stadt hin, gehen 
lenkrecht über das gefährliche Geschütz und jagen 
ihm eine Sprengbombe und mehrere Brandbom- 
ben hinab. Sofort verstummt das Geschütz und er 
lischt der Scheinwerfer. Das waren Volltreffer, wie 
man sie mit Geichützen nicht besser hätte erzielen 
können. Unser „Kanonier", der Wachoffizier Ober 
leutnant zur See Friemel, ist ein Meister im Bom 
benwerfen; er trifft seine Ziele bei Würfen aus 
mehreren tausend Metern Höhe, aus dem mit äußer 
ster Kraft voraus in Zickzack jagenden Luftschiff. 
Hull leuchtet wie eine ungeheuer große Brand- 
fackel im roten Feuer. 
Wir steigen, wenden uns nach Süden und er 
reichen ohne Zwischenfall Grimsby. Das schaurige 
und überwältigende Schauspiel des Explodierens 
der Sprengbomben, des Wütens der Brandbomben, 
der von zahlreichen Scheinwerferbündeln taghell 
erleuchteten Nacht, des verzweifelten Tobens der 
Abwehr und des Zuiammebrechens und Brennens 
von Kawrnen, Werften und Lagerhäusern wieder 
holt sich. 
Zwanzig Sprengbomben zu je 50 Kilogramm 
und 60 der furchtbaren Brandbomben haben Ena, 
land die Schrecken des Krieges gelehrt. 
— Forffetzung folgt. — 
JkMZssisches AsgMg 
ins Neer geftiirzl. 
T.-U. Paris, 29. Febr. Auf der Luftver 
kehrslinie Frankreich—Südamerika ist ein 
Flugzeug der Gesellschaft Nero Postale ins 
Meer abgestürzt, wobei vier Personen de« Tod 
gefunden haben. Die Maschine stieg am Sonn 
abend früh in Buenos Aires auf, um nach 
Rio de Janeiro zu fliegen. Zwischen Monte 
video und Pelotas geriet sie in einen schweren 
Sturm und stürzte ab. Einige Postsäcke, die 
sich an Bord befanden, sind bei Rio Grande 
ans Ufer gespült worden. 
* * * 
Wasserflugzeug bei der Reinigung verbrannt. 
Rom, 29. Febr. In Ostia bei Rom geriet 
gestern ein Wasserflugzeug des Typs Dornier- 
Wal auf bisher noch ungeklärte Weise beirq 
Reinigen in Brand. Die Flammen griffen 
mit einer derartigen Geschwindigkeit um sich, 
daß sich von den fünf in der Kabine befind, 
lichen Arbeiter» nur zwei rechtzeitig i« Sicher, 
heit bringen konnten. Zwei erlitten schwere 
Brandwunden, während ein dritter, erst 27 
Jahre alter ArbeVer aus Sardinien, später 
völlig verbrannt aus den Trümmern hervor 
gezogen wurde. 
Schweres Explostonsuuglück 
auf einem Schlepper. 
Die Berliner Wachtparade ziebt wieder durch das Brandenburger Tor 
Tis Wachtparade vor dem Brandenburger Tor 
ein Bild, das die Reichshauptstadt feit den Noveinbertagen 1918 nicht mehr sah. Von 
M-! ab wird das Berliner Wach-Regiment^an allen Sonntagen durch das Branden 
burger Tor ziehen, um so die alte Tradition zu bewahren. 
T.-U. London, 1. März. (Erg. Funkmeld.s 
Bei einer schweren Explosion an Bord eines 
Schleppers im Hafen von Liverpool wurden 
drei Manu lebensgefährlich verletzt, ein vier 
ter wird vermißt. Das Fahrzeug wurde voll- 
ständig zertrümmert. Der Kessel flog 109 Me 
ter weit durch die Luft. Ein großes Oelfaß 
wurde über ein Lagerhaus auf das Heck eines 
Dampfers geschleudert. 
17 Bewohner eines Armetthanses verbrannt. 
Stockholm, 29. Febr. Durch ein Riesenfeuer 
wurde heute morgen das Armenhaus von 
Sverdsjoe eingeäschert. Zwölf Männer und 
fünf Frauen, alle im Alter zwischen 70 und 80 
Jahren, erlitten den Flammentod. Eine wei 
tere Anzahl der Insassen des Armenhauses 
konnte nur durch heldenmütige, aufopfernde 
Arbeit der zur Hilfeleistung herbeigeeilten 
Bewohner von Sverösjoe gerettet werden. 
Die Lauuê einer Amerikanerin. 
Ein Vermögen aus dem Fenster geworfen. 
Paris, 29. Febr. Während eines Masken 
balles, der gestern abend in Nizza stattfand, 
begann plötzlich eine Amerikanerin namens 
Anne Smeöley Fowler Bündel von 1000- 
Franken-Scheine» aus dem Fenster anf hZe 
Straße zu werfen, wo das Geld von der rasch 
herbeigeeilten Menge aufgehoben wurde. Die 
Amerikanerin erklärte, zum ersten Male ge 
spielt und sogleich 70 000 Franken gewonnen 
zu haben. Ihr Gewissen erlaube ihr jedoch 
nicht, das Geld zu behalten, weshalb sie es 
zum Fenster hinauswerfe. 
Ihm* VsK. 
Der „todkranke" Max Sklarek 
geht spazieren. 
Eine überraschende Haussuchung in der Luxuswohnung Max Sklareks. 
Angriff auf Kingston upon Hull und Grimsby. 
L, 9. Führer und Besatzung gelten als eine der 
erfahrensten und schneidigsten Einheiten; wir dür 
fen des öfteren Belobigungen durch den Führer 
der Luftschiffe, Fregattenkapitän Straffer, erttqe- 
gennehmen. 
Wohl olle Zeppelinlustschiffer werden sich des 
Fregattenkapitäns Pieter Straffer. Ritt des 
Ordens vour le merfte, mit größter B-rehr.rng und 
Tll. Berlin, 29. Febr. In der heutigen Ver 
handlung im Sklarekptozeß nahm Rechtsanwalt 
Julius Meyer 1 zur Haussuchung in der Woh 
nung von Max Sklarek Stellung. Er behauptete, 
daß am Sonnabend 16 Mann, zwei Staatsanwälte 
und ein Arzt mit äußerster Rücksichtslosigkeit bei 
Max Sklarek eingedrungen seien. Max Sklarek 
habe nur zufällig am Tisch gesessen (!), da man 
gerade^ sein Bett, habe herrichten wollen. Mar 
Sklarek sei ein Sterbender, dessen Tage gezählt 
seien. Er beantragte außer den bisherigen Aerzten, 
die Max Sklarek untersucht hätten, auch Professor 
Band T bi' zur ärztlichen Untersuchung heran 
zuziehen. Professor Ringleb, der Max Sklarek un 
tersucht hat, solle gesagt haben, daß Max Sklarek 
sprechen könne. Das entspräche aber nicht den Tat 
sachen. da r. 'icht einmal mehr lallen könne. Ober 
staatsanwalt Freiherr von Steinaecker erklärte, 
daß das Gericht die Haussuchung auf Veranlass 
sung der Staatsanwaltschaft angeordnet habe, nach 
längeren vertraulichen Ermittlungen, in denen 
festgestellt worden sei, daß Max Sklarek sich nicht 
in einem so kranken Zustand befinde, in dem er 
sich angeblich befinden solle. Die Oeffentlichkeit sei 
empört darüber, daß ein Mann, wie Max Skla 
rek. sich in einer luxuriösen Wohnung befindet, 
über ein hohes Einkommen verfüge und nicht so 
krank sei. wie er zur Schau trage. Die Haussuchung 
sei mft aller Umsicht ohne jode Roheit und Rück 
sichtslosigkeit vor sich gegangen. Ueber das Er 
gebnis sei noch nichts Endgültiges zu sagen. Jetzt 
schon aber könne mitgeteilt werden, daß Prof 
Ringleb Max Sklarek nicht so krank gefunden 
habe, wie er bisher gewesen sein solle. Max Skla 
rek könne sprechen. Es habe geheißen, er könne 
nicht gehen. Er könne aber doch gehen. Ja er sei 
sogar auf der Straße gesehen worden. 
infolge der zahlreichen Verhaftungen von 
chinugglern, die im deutsch-holländischen 
Grenzverkehr gestellt wurden, ist das Amts 
gerichtsgefängnis in Leer überfüllt. Die nun 
sistierten Personen werden ins Untersuchungs 
gefängnis in Emden gebracht. 
Me Beisetzung des verstorbenen Bruders 
des Reichspräsidenten fand Montagnachmittag 
unter großer Beteiligung in Lübeck statt. Der 
Reichspräsident konnte infolge dienstlicher In 
anspruchnahme nicht teilnehmen. 
Ein heftiger Erdstoß wurde im oberschlesi- 
chen Kohlenrevier verspürt, der zu den wil 
desten Gerüchten über ein neues Unglück auf 
der Carsten Zentrum-Grube Anlaß gab. 
Mr Oftasien-Flieger Bertram ist nach einer 
Zwischenlandung in Köln zum Weiterflug ge 
kartet. 
Zum Tode verurteilt wurden der Wächter 
Rohrrach und der Arbeiter Wittstock. Sie haben 
in der Nähe von Buch b. Berlin den Kraft 
wagenführer Pohl während der Fahrt ermor 
det, um ihn zu berauben. 
In Berlin wurde ein Ehepaar in der Woh. 
nung von zwei jungen Burschen überfallen, 
die um ein Mittagessen gebeten hatten. Nach 
dem die Frau ihnen Kaffee gegeben hatte, ver 
langten sie unter Bedrohung mit dem Revol 
ver Geld. Der Ehemann ließ sich nicht ein 
schüchtern und schlug mit einem Ochsenziemer 
auf die beiden Burschen ein. Ein Schuß ging 
fehl, worauf die Räuber die Flucht ergriffen. 
Einer konnte verhaftet werden. 
Bei einem Wohnungsbrand in Berlin-Frieö- 
richsyagen sind zwei Personen aus dem Fen 
ster des ersten Stocks gesprungen da die 
Treppe nicht mehr passierbar war. Sie erlitten 
schwere Verletzungen. Zwei Kinder wurden 
mit schweren Rauchvergiftungen geborgen. 
Von den bei der großen Explosion in West- 
Virginia verunglückten Bergleuten sind 22 
tot geborgen worden. Darüber hinaus rechnet 
man noch mit 16 Todesopfern. 
In Goch wurden vier Schmuggler festge 
nommen, die vor einigen Tagen auf zwei Zoll 
beamte geschossen hatten. 
Nicht weniger als 13 Menschen haben im 
Staate Washington durch Lawinen, Erdrutsche 
und Ueberschwemmlingen, die durch warme 
Regengüsse und plötzlich einsetzende Schnee 
schmelze verursacht worden waren, den Tod 
gefunden. 
In einem Konfektionsgeschäft in Oppeln hat 
ein maskierter Mann die Ladenkasse geraubt 
und die allein im Laden befindliche Inhaberin 
durch einen Schuß schwer verwundet.
	        
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