Full text: Newspaper volume (1932, Bd. 1)

? - . : : . . V 
Kandidat Winter. 
Jetzt soll noch ein 5. Kandidat für di« Reichs-- 
Präsidentenwahl aufgestellt werden, und zwar 
hat sich der Vetriebsanwalt Winter aus Grotz- 
Jena bei Naumburg angemeldet. Er ist der Mann 
mit den rotgestempelten Tausendmarkscheinen und 
hat durch seine Fehden mit dem früheren Reichs 
bankpräsidenten Dr. Schacht von sich reden ge 
macht. Gegenwärtig befindet Winter sich in der 
Landesstrafanstci.lt Bautzen. 
Winter verbüßt, wie aus Dresden berichtet 
wird, zur Zeit eine Gefängnisstrafe. In einer 
überfüllten Versammlung seiner Anhänger 
wurde gestern abend bekanntgegeben, daß bis 
jetzt annähernd 30 000 Unterschriften für den 
„Wahlvorschlag Winter" abgegeben seien. 
Die Unterschriften sind hauptsächlich in Ham 
burg, München und Sachsen gesammelt wor 
den. Winter will die Rettung Deutschlands 
durch eine Banken- und Börsenreform bewir 
ken. 
àrrļhezsîchên aus Finnland. 
Bewaffnete Lappobewegung. — Die Negierung schützt die Hauptstadt. 
Zusammenstöße. 
Gelegentlich einer Schlägerei und eines Men 
schenauflaufes gab ein in Bedrängnis geratener 
hamburgischer Polizeibeamter auf den 24jährigen 
Nationalsozialisten Henry Kobert einen Schuß ab. 
K. starb bald nach seiner Einlieferung im Kranken 
haus. 
Nationalsozialistische Flugblattverteiler in Ham 
burg wurden in der Bürgerweide von Kommunisten 
angefallen. Einer der herbeigeeilten Polizeibeamten 
mußte in der Notwehr von seiner Schußwaffe Ge 
brauch machen. Verletzt ist vermutlich niemand. 
Auf einem Tanzvergnügen in Tesstn (Mecklen 
burg) stießen Kommunisten und Nationalsozialisten 
zusammen. 3 Nationalsozialisten wurden schwer 
verletzt. 
* ^ * 
Aus Finnland kommen z. T. noch undurch 
sichtige Meldungen über eine bewaffnete Lap 
pobewegung. Angeblich droht ein Marsch nach 
Helsingfors. Der Regierungskurs ist bei den 
Lappoleuten unbeliebt. Die finnische Negie 
rung hat eine scharfe Telegramm- und Tele 
phonzensur eingeführt. Die Wege nach der 
Hauptstadt werden von Truppen bewacht. 
Ueber Reval, die cstländische Hauptstadt, 
wird kurz vor Redaktionsschluß berichtet: 
Nach den am Dienstagfrüh in Reval vorlie 
genden Meldungen ist die Lage in Finnland 
noch immer ungeklärt. Die Regierung hat erst 
Montagabend, 3 Tage nach dem Beginn der 
Zusammenziehung der Lappoanhänger bei 
Mäntsälä, den verstärkten Schutzzustand ver 
hängt. In den späten Abendstunden liefen 
Nachrichten ein, wonach die Mobilisteruug der 
Lappotruppen nicht so glatt vor sich gehe, wie 
erwartet wurde. Auch sollen einzelne bewaff 
nete Lappotrupps den Heunweg angetreten ha 
ben, als bekannt wurde, daß die Regierung 
bewaffneten Widerstand plane. 
Starke Truppenmassen sind bei Helsingfors zu 
sammengezogen, um jeden Dormarsch auf die Haupt 
stadt unmöglich zu machen. Bor der Stadt findet 
eine scharfe Waffenkontrolle statt. Die Regierung 
will auf keinen Fall den Forderungen der Lappo- 
leute nachgeben, die letzten Endes auf den Rücktritt 
der Regierung hinauslaufen. Es besteht noch immer 
die Hoffnung, daß die Schwierigkeiten ohne Blut 
vergießen auf dem Wege von Verhandlungen gelöst 
werden. Auch der Führer der Lappoleute, General 
Wallenius, erklärte einem Revaler Pressevertreter, 
er hoffe, daß die Krise friedlich beigelegt werden 
könne. Das ganze Land sympathisiere mit der Be 
wegung zur Beseitigung des Marxismus. Ganz 
Finnland sei von dem dringenden Wunsche beseelt, 
an der Spitze des Staates eine wirklich vaterlän 
dische Regierung zu sehen. 
Mckgà des yKmensschildes 
hu „Emden' 
Der britische Botschafter in Berlin hat dem 
Reichskanzler die Absicht der australischen Regie 
rung mitgeteilt, das Namensschild des im Kriege 
untergegangenen Kreuzers „Emden" zurückzu 
gehen. Die australische Regierung hofft, daß die 
ses Andenken als Anerkennung der ritterlichen 
Haltung der „Emden"-Besatzung der deutschen Re 
gierung willkommen sein wird. Die Rückgabe soll 
ferner den Wunsch bekunden, den Frieden zwischen 
den Nationen zu fördern. Reichskanzler Dr. Brü 
ning hat dem britischen Botschafter für das An 
erbieten den Dank der deutschen Regierung aus 
gesprochen und ihn gebeten, den Dank der austra 
lischen Regierung zu übermitteln. 
Dis Kandidaten der RechàpMsiļisn. 
Adolf Hitler. 
Der Vapst sprich! von drei GruuMM 
der Gegenwar!. 
Gelegentlich der entscheidenden Sitzung in einem 
Seligsprechungs-Prozeß hielt, laut Nachricht aus 
Rom, der Papst eins Ansprache, in der er auch auf 
die große moralische und materielle Not der 
Gegenwart zu sprechen kam, die, wie er sagte, viel 
leicht in der Geschichte beispiellos dastehe und auf 
drei Grundübel, den Stolz, die Geldgier und die 
Fleischeslust, zurückzuführen sei. Er segne alle, die 
in dieser schweren Zeit darben. Er segne alle Völ 
ker und besonders jene beiden großen Völker im 
Fernen Osten, ans die heute besorgt die Augen der 
ganzen Welt blicken. Er gedenke mit seinem Segen 
jener, die in Rußland, Mexiko und Spanien aus 
besonderen Gründen in geistiger Not seien. Auch 
schließe er ein in seinem päpstlichen Segen jene, in 
deren Händen die Geschicke der Völker liegen, da 
mit die göttliche Gnade überall neues christliches 
Leben und den tätigen Willen zu Frieden und 
gegenseitiger Zusammenarbeit erwecke. 
* * * 
Neil sie noch einmal erschienen war. 
Tll. Kassel, 29. Febr. Die nationalsozialistische 
„Hessische Volkswacht", die am 15. Februar für 
drei Wochen verboten worden war, erschien am 
nächsten Tage noch einmal. Diese Ausgabe wurde 
polizeilich beschlagnahmt und gegen sieben an der 
Herausgabe der Zeitung beteiligte Personen ein 
Strafverfahren eingeleitet. Der Schnellrichter sah 
in der Verhandlung am Montag in dem verbots 
widrigen Erscheinen den Tatbestand nach dem 
8 5 der Notverordnung des Reichspräsidenten vom 
10. Dezember 1931 für gegeben und verurteilte 
den Hauptschriftleiter, den Ilmbruchredakteur und 
Drucker als Hauptbeteiligts zu je drei Monaten 
Gefängnis unter Zubilligung einer dreijährige,, 
Bewährungsfrist. Die übrigen vier Angeklagten 
wurden freigesprochen. 
Sie Abbröckelung in hu DM 
Der Umbildungsprozeß in der Deutschen Volks. 
Partei, der bezeichnend ist für das politische Schick 
sal bürgerlicher Mittelparteien überhaupt und die 
Verlagerungen nach rechts bezw. links, ist noch nicht 
am Ende angelangt. Gestern hat der Vorsitzende des 
Wahlkreisverbandes Berlin, Stadtverordneter Dr. 
Fultz, seinen Austritt aus der Deutschen Volkspartei 
und seinen Anschluß an die Deutschnationalen be- 
kanntgegeben, mit ihm der Generalsekretär des 
der Führer der NSDAP., erblickte am 20. April 
1889 in Braunau am Inn (Oberösterreich) das 
Licht der Welt. Der Beruf des Vaters, der öster 
reichischer Zollbeamter war, brachte es mit sich, daß 
die Eltern Hitlers schon nach wenigen Jahren nach 
Linz übersiedelten, in welcher Stadt Hitler denn 
auch seine Schulbildung erhielt. Dem 13jährigen 
wird hier der Vater entrissen, und drei Jahre spä 
ter wird auch die Mutter abberufen. So auf sich 
selbst gestellt, wandte er sich nach Wien, um hier, 
nachdem sein Gesuch um Aufnahme in die Kunst 
akademie abgeschlagen war, „weil er nicht einmal 
die Matura hatte", als Bauhandwerker sein Geld 
zu verdienen. 
Sein Blut treibt ihn nach dem großen Deutsch 
land, und bas Jahr 1912 brachte ihm die Erfüllung 
seiner Wünsche. Aböls Hitler betrat München, 
die Stadt, die in seinem Leben noch einmal eine 
große Rolle spielen sollte. Hier erreichte ihn die 
Kunde von dem Ausbruch des Krieges, und sein 
Gesuch an den bayerischen König, in der deutschen 
Armee dienen zu dürfen, wurde genehmigt. 
Hitler wurde kriegsfreiwilliger deutscher 
Soldat und nahm als solcher am Weltkrieg teil. 
Daß er kein schlechter Soldat gewesen ist, beweisen 
die Eisernen Kreuze beider Klaffen, die er sich aid 
Gefreiter erwarb. Den Ausbruch der Revolution 
erlebte Hitler in einem Heimatlazarett, in welchem 
er wegen einer schweren Gasvergiftung Aufnahme 
gefunden hatte. Der Kunst der Aerzte gelang cs, 
die Erblindung Hitlers zu verhüten, so daß nach 
seiner Wiederherstellung er zunächst als Soldat 
weiterdiente, bis er den Entschluß faßte, sich der 
Politik zu widmen. 
Damals trat er dem aus nur sechs Männern be 
stehenden Verein „Deutsche Arbeiterpartei" als 
siebentes Mitglied bet, und seiner Initiative, seiner 
Rede gelang es, ans dem Grüppchen die große na 
tionalsozialistische Bewegung zu schaffen. 
Theodor Düsterberg 
wurde am 19. Oktober 1878 in D arm stad t als 
Sohn eines Oberstabsarztes geboren. Nach dem 
Besuch des Gymnasiums in Darmstadt und in 
Hannover kam er im Jahre 1889 in bas Kadetten 
haus in Potsdam und wurde 1894 Leutnant im 
Infanterie-Regiment Nr. 75. 
Er meldete sich 1900 zum China-Feldzug, nahm 
an der Einnahme der Peitangsorts und dem Sturm 
auf Kukuan an der chinesischen Mauer teil und 
wurde dabei verwundet. Nach Rückkehr aus China 
wurde er zur Kriegsakademie in Berlin komman 
diert und 1908 zum Großen Generalstab. 
Nachdem er von 1908 ab Kompagniechef im Infan 
terie-Regiment 131 in Mörchingen gewesen, wurde 
er im Winter 1918/14 zum preußischen Kriegsmi 
nisterium kommandiert. 
Den Weltkrieg machte 
lonskommandeur, zuerst im Grenadier-Regiment 
89, mit dem er an dem Sturm airs Ipern teil- 
Hungermärsche mch HsmbKrg. 
Itzehoe, 1. März. Die Kommunisten des 
Kreises Steinburg planen für Dienstag, den 
1. März, ein Treffen in Itzehoe, um beim 
Landrat vorstellig zu werden. Die Demonstra 
tion soll dann angeblich als „Hungermarsch" 
nach Hamburg ihre Fortsetzung finden. Ob die 
Aktion sich auf den Kreis Steinburg beschränkt 
oder die ganze Provinz umfaßt, ist noch nicht 
festgestellt. 
3m wenigen Zeilen. 
Bei einem neuen Zusammenstoß in Buenos 
Aires wurden acht Personen getötet und dreißig 
verwundet. 
Bei den BürgermeisterwaUen im Piräus er 
litt die Benezilos-Partei eine Niederlage durch die 
Monarchisten. Der Piräus galt bisher als Hochburg 
der Benezilisten. 
Aus Polen wird eine Streikabsicht der Kommu 
nalbeamten im Hinblick auf einige von der Regie 
rung geplante Spargesetze gemeldet. 
Bei Unruhen in Kalkutta wurden vier De- 
nionstranten getötet und eine größere Zahl verletzt. 
Die Polizei hat drei Verwundete. 
* 
In Frankreichs Kammer ist ein Gesetz ange 
nommen worden, auf Grund dessen der 
pflichtgemäße Schwimmunter 
richt in allen Volks- und Mittelschulen ein 
geführt wird. 
Bern«, den 1. Mär, ,982 
Men© zm Miner WMvielmrlt 
lFrübnotiz) (Ohne Ecwäbr, 
Mitgeteilt von der Pommerkchen Viebverwertunss- 
EekeMchakt Berlin-Zentralviebbok 
Es wurde gezahlt für 50 kg Lebendgewicht: 
. Preile: Aukkrkeb: Verlauf: 
2!.à 1117 glatt 
Iàr 18-45 3010 mittel 
Şàke 23-40 3357 ziemlich glatt 
Sck'aşe direkt zugeführt 289 
Schweine 14015 ziemlich glatt 
Schweine zum Schlachthof direkt 3004 
Auslandsschweine — 
Klasse A 
.. B 
Klasse E 34- 
„ F - 
Klasse C 40-43 
„ I) 38-40 
Sauen 38—41 
Altona, den 1. März 1932 
beim Grünen Jäger 18 
-38 
nahm, wobei er verwundet wurde, danach im Re- 
serve-Jnfanterie-Regiment 15 und beim Stabe der 
13. Infanterie-Division. Später wurde er sür Son 
derausgaben tm Aufträge des Kriegsministers ver 
wendet, der ihn u. a. im Frühjahr 1918 zu den 
Friedcnsverhandlungcn nach Bukarest ent 
sandte. Im Herbst des gleichen Jahres erfolgte 
seine Kommandierung zur Maffenstillstandskom- 
misston. Gegen das Waffenstillstanösangebot legte 
er Protest ein und stand während aller Verhand 
lungen, die nun folgten, im Gegensatz zu Erzber 
ger. Am Tage der Friedcnsunterzeichnnng erbat 
er als Oberstleutnant seinen Abschied. 
Nach seinem Abschied schloß er sich tätig der 
D c u t s ch n a t i o n a I e n B o l k s p a r t e i an 
und war von 1019 bis 1924 Geschäftsführer des 
Landesverbandes Halle-Merseburg. Seine Be 
kanntschaft mit Seldtc, dem Gründer des Bun 
des der Frontsoldaten, des Stahlhelms, führte ihn 
sodann zu diesem, in dessen Dienst er seit 1924 seine 
Kraft gestellt hat und dessen zweiter Bundesfiihrer 
er ist. 
mit als Batail- ZlsjWMNMMmM derLandwirüchaktskammer 
-uadļeE-mIķn. > VUJlUUUWmUUUCUliJl derProv.Scklesw.-Solstein 
<5s wurde gezablt für 50 kg Lebendgewicht: 
ul Delle s^ettichweine ^ 
I b> Mittelschwere Ware 40 
c) Mittelware 
j d) Gute leichte Ware 36—38 
e) Geringere Ware 27—32 
k) Sauen 36 
Auftrieb: 6490 ' (Ohne Gewähr, 
Handel: Mittel 
WcrimiMiM 
der Landmirtschaktskammer 
der Prov. Schleswig-Holstein 
Gs wurde gezahlt kür 50 kg Lebendgewicht: 
a, Dovsllender bester Mall — XJt 
h) Belle Mallkälber 40—44 
c) Mittlere Mallkälber 34—38 
d) Geringe Mallkälber 25—28 
e) Geringste Mallkälber 15—13 ,. 
k) Fresser 12—18 
Auftrieb: 1325 (Ohne Gewähr! 
Handel: Mäüin reae 
Svitzentiere über Notiz. 
LG!§ ŞMtorup ddîîî DîMW-Mrâi 
Hamburg, den 1. März lg32 
Getreide (Preise kn NM. per 30 Kg.) 
Wahlkreisverbandes und weitere sieben Mitglieder 
des Reichsausschusses bezw. Zentralvorstandes so 
wie der Schriftleiter der volksparteilichen Zeitschrift 
„Berliner Stimmen", Werner Pfeiffer. Faltz wirft 
der DPP. öffentlich innere Zwiespältigkeit vor und 
sogt. niemand lei mehr in der Lage, den Zerfall der 
Partei zu verhindern. 
Die Ortsgruppe Deà-Gefundbrunnen gibt be 
kannt. daß sie den Beitritt zur Deutschnationalen 
Dolkspartei beschlossen habe. Der frühere Reichs- 
toasabgeordnete Reichsminister a. D von Raumer 
hat sich seit längerer Zeit von der Parteiarbeit zu 
rückgezogen und nunmehr seine Streichung in den 
Mitgliederlisten der Partei veranlaßt, ohne sich zu. 
nächst einer anderen Partei anzuschließen. 
Der Pressedienst der Deutschen Volkspartei 
teilt mit, Faltz Hobe die Sitzung des Reichsausschus- 
es unter dem Unwillen aller Teilnehmer verlassen 
Nüssen, weil er die Hindenburg-Parole ablehnte. 
Hie von ihm angegebenen Gründe seien nur Vor- 
vände. Die Wahlkreisorganisation der DVP, er- 
eidc durch seinen Schritt keinen Verlust. Es sei 
Kreits ein provisorischer Vorstand unter dem Vor- 
itz des Ministerialrats Hildebrandt gebildet. Eine 
Mrhlkreis-Vertretertagung werde sofort einberufen 
mü eine endgültige Führung wählen. > 
Stahlhelm Nordmark. 
Am Sonntag hielt der Landesverband Nord 
mark des Stahlhelms eine Führertagung in 
Itzehoe ab, die von über 200 Kameraden be 
sucht war. Ter Landesführer Tüllmann eröff 
nete die Tagung mit einer Ansprache, in wel 
cher er zur Kampfbereitschaft aufrief. Nach 
Erläuterung der politischen Vorgänge betonte 
er, daß der Stahlhelm bis zur Selbstverleug 
nung sich um eine Einheitskanöidatur der 
Harzburger Front bemüht habe. Es sei ver 
geblich gewesen, die NSDAP, habe auf Hitlers 
Kandidatur bestanden. Freiherr von Lamezan 
hielt über „Soldatentum oder Parlamentaris 
mus" einen Vortrag. Die Rechte verdanke 
ihre Macht größtenteils dem Stahlhelm. Die 
Linke und die Mitte wären immer gegen ihn 
Sturm gelaufen: um so bedauerlicher sei es, 
wenn heute die NSDAP, dasselbe tue. Der 
Stahlhelm beschränke sich auf die reine Ab 
wehr. um den Angriff auf das System in Fluß 
halten zu können. Der Stahlhelm sei sozial 
nationalistisch: denn den Begriff „national" 
nehme auch der Sahmausschuß in Anspruch. 
Die alten Farben Schwarz-Weiß-Not seien 
in der Stahlhelmfayne Selbstverständlichkeit. 
Das Ideal des Dritten Reiches müsse die kin 
derreiche Ehe sein. Im wahrhaft völkischen 
Staate müßten Blut und Boden die Grund 
lage des Staates bilden. Wenn der Raum für 
unser Volk nicht reiche, müsse neuer Raum 
gewonnen werden. 
Eine zweite kleinere Tagung beschäftigte sich 
Sr»Isch»àale und NMualsoziaWen. 
Deutschnationale Landtagskandidate» 
in Schleswig-Holstein. 
Der Landesverband Schleswig-Holstein der 
Deutschnationalen Volkspartei hielt eine Vor- 
standssitzung ab und beschloß, für die Nenrvahl 
des preußischen Landtages folgenden Wahl 
vorschlag aufzustellen: 
1. 
Weizen franko Hamburg 
Weiten ab inland. Station 
Nonnen franko Hamburg 
Normen ab inland. Station 
Minteraerlle ab Meckl./Hollt./Hann.--- 
Sommernerlle ab Meckl.'Holll./Hcmn.-- 
Donauaerlle kwakr. Hbg. unverz. loko 
Haler kranko Hamdura 
Haker ab inland. Station 
Futtermittel (VreNe in RP7 per 50 Ka orvt) 
12.65—12-70 
Î2.35—12 40 
10.40—10.50 
10.20—10 30 
8.00— 8.20 
8.40— 8.50 
4.95— 5.00 
8.00— 8.40 
7.60— 8.00 
3. 
Landwirt Heinrich G e r n s - Löhndorf 
bei Wankendorf, Kreis Plön: 
Landtagsabgeordncter Paul R ü f f e r - 
Berlin, Vorsitzender des Reichsarbeiter- 
ausschusses der D. N. V. P.; 
Frau Landtagsabgeordnete Theodora 
Sophie M e h l i s - Ahrensburg: 
4. Kaufmann Rudolf Delius, Stadtver 
ordneter in Flensburg. 
Dr. Oberfohren wandte sich scharf gegen die 
von nationalsozialistischer Seite aufgestellte 
Behauptung, daß die Harzvurger Front erle 
digt sei. Er betonte, daß das nationale 
Deutschland an dieser Front festhalte und daß 
die tragenden Gedanken derselben von dem 
ichwarz-Weiß-Noten Kampfblock in ihrem 
ganzen Umfange aufrecht erhalten würden. 
Demjenigen, der diese Front breche, müsse die 
volle Verantwortung für die politischen und 
wirtschaftlichen Folgen einer solchen Haltung 
zugeschoben werden. 
Die Aussührungen des Redners fanden, wie 
von der Partei mitgeteilt wird, bei dem gescmr- 
Wei-enkleie inland. 
w ewnff. int mar 
^cmnenkleîe inland 
"Naiskl. akrik. „er, 
93akmk. şmrb.IWilbb 
Kokoskuchen 
Navsku^-u . „ 
4.60 
4.50 
5.65 
5.65 
3.75 
Grdnukck. ^nrd./W. 
GrdMlbk.-Wadk. dxg 
şieîn'. Hardşiilbb. 
Oeinkulk-enm^?^ 
^ona-Sļş>rot 
9?e!sķ.-Webk »4 
93aumw.-S.-M 50% 
6.35 
6.30 
6.20 
6 60 
5 70 
4 35 
5.70 
Mehl (Preise in NM per 1 nn Kg ) 
Nusiunmebl bieüger Mühlen 
^älkermebl „ „ 
Monnen°einmeļ>l„ 
Roaaenarobm. „ 
Tendenz: Genelbe ruhig. Tn"ennît'e' llrtlg. Mehl ruhig 
* * * 
44 25 
38.75 
29.25- 31 25 
23.00—24 50 
Berliner GetreibefrühmarLt 
vom 1. Mar, 1932. 
Tendenz' Nubia. 
Wehen ....244 00-24500 tza er 149.06- 156.1.0 
Nogqen.... 193.00-195.00 W.izenkl.I«. 102.50-105 00 
Winlergerste 167.00-172.00 ! Rocmeickleie.9850-102.50 
9!r<n<* ffir 1009 Irr. 
mit der Präsidentenwahl. Das Eintreten für , ten Landesvorstand stärkste Zustimmung. 
Düsterbergs Wahl sei. 
Ehrensache. 
so wurde festgelegt, 
«erlag 11. Druck: Heinrich Müller S 0 y 1, e. JiencsDutg. 
Dhetredaktwn u. «erlagsleNung: S e t Ö. Müller. 
Berantwortlich für Leitartikel: Feed. Möller, für 
Politik: Adolf D r e g o r i. kür de» allgemeinen 
Teil und Feuilleton: Herbert Puhlmann, für de» 
wirrkchaktlichen Teil: Dr. I 0 h. Dolch, für den provln- 
ziellen und örtlichen Tell; Karl Müller, alle ü» 
Sieursduig,
	        
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