Full text: Newspaper volume (1931, Bd. 1)

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Grundsteuern, da die Grundbesitzer nur die 
Hypothekenverwalter für den Zinsmammon 
sind. Tie Teuerungszulagen für Beamte 
werden ersetzt durch einen entsprechenden Bil 
ligkeitsabzug, so lange das Korn billiger ist 
als vor dem Kriege. Alle produktiven Klas 
sen: Arbeiter, Landleute, Handwerker und 
Industrielle, werden in gleicher Weise vom 
Zinsmammonismns ausgesogen. Alle müssen 
daher zusammenstehen im Kampf gegen die 
Zinshörigkeit. Das Wohl des Volkes ver 
langt, daß die Aufhäufung des Reichtums in 
den Händen weniger Leute aufhört." 
Das klingt geharnischt und gibt Kopen 
hagen von neuem eine nordschleswigsche Nutz 
zu knacken. Venstrepolitiker suchen die Nöte 
speziell der sozialdemokratischen Regierung 
Stauning zuzuschreiben. In Rödding warf 
Madsen-Mygdal, ehemals dänischer Regie 
rungschef, dem Kabinett Stauning Untätig 
keit angesichts der Wirtschaftskrise vor, die 
allein für die dänische Landwirtschaft eine 
jährliche Mindereinnahme von 400 bis 800 
Millionen Kronen im Gefolge habe. Er for 
derte Anpassung der Löhne und Gehälter so 
wie des Preisniveaus Dänemarks an die 
Weltmarktpreise, außerdem Einschränkung 
aller öffentlichen Ausgaben. 
Zer Herr im ych. 
Neuer Zwischenfall im Folketrng. 
Del den dänischen Folketingverhandlungen kam 
es wieder zu Arbeitslofenkundgeb-ungen. Auf der 
gufchauertribüne erhob sich plötzlich ein in Pelz ge 
kleideter, vornehm aussehender Herr, und hielt eine 
Rede für die Arbeitslosen. Er wurde se^ceßlich 
«von Wachbeamten hinausgeführt. Währenddessen 
warfen zahlreiche Jugendliche von den Zuschauer 
tribünen rote Zettel in den Saal hinab, auf denen 
die Alxzeordneten aufgefordert wurden, ihre Pflicht 
für die Arbeitslosen zu tun. 
Mister §sx terigierte U. 
Letzten Sonntag wurde durch den dänischen 
Sender Kalundborg in einer englischen Unter 
richtsstunde die Behauptung aufgestellt, daß man 
in Deutschland den bekannten englischen Kampf 
flieger Kapitän Robinson, der in deutsche Gefan 
genschaft gekommen sei, absichtlich langsam habe 
verhungern lassen, so daß er auf der Heimfahrt 
nach England in Kopenhagen an Entkräftung ge 
storben sei. 
Die Untersuchung über diesen Zwischenfall, 
die man namentlich in deutsch-nordschleswigfchen 
Kreisen forderte, ist sofort eingeleitet worden. 
Dienstag brachte „Nationaltidende" einen langen 
Artikel zu der Sache, und Mittwoch veröffentlichte 
sie eins Erklärung des Adjunkten Boifen, der für 
die englische Sprachstun-de verantwortlich ist. Die 
ser teilt mit, das Manuskript, das ihm vorgelegen 
habe, sei einwandfrei gewesen. Der englische 
Sprecher, Mister Fox, aber habe zugegeben, das 
er das Manuskript nachträglich „korrigiert" und 
jene beleidigenden Aeußerungen über den Hun 
gertod Robinsons hineingebracht habe. Boisen 
fügt hinzu, daß dem Herrn Fox eröffnet sei, ihm 
werde das Radio nicht mehr zur Verfügung 
stehen. Man hat sich auf dänischer Seite also er 
freulicherweise beeilt, der Sache auf den Grund 
zu gehen. Ebenso erfreulich ist es, daß die däni 
sche Radiobehörde keine Schuld an dem bedauer 
lichen Zwischenfall hat. 
ZMêANks surerpmschL ZļellWg. 
Ostsee- und Nordseeinteressen. 
Zu dem „Dänemarks europäische Stel 
lung" üücrschriebenen Aufsatz in Skr. 22 ist 
nachzutragen, daß die Kopenhagener „Natio- 
naltiöende" zu den bemerkenswerten Auslas 
sungen der Oslocr „Tidens Tegn" Stellung 
genommen hat. Sie findet die „norwegische 
Stimme über nordische Zusammenarbeit zur 
Verteidigung des Nordens seltsam" und be 
merkt u. a. kritisch, das Osloer Blatt — das 
militärpolitisch von Dänemark abrückt und die 
Interessenverbindung mit Schweden betont — 
vergesse unter seinen militärischen „Nabelbe 
trachtungen", daß Schweden und Dänemark 
Lstseestaaten seien, und daß Rußland zu den 
baltischen Mächten gehöre, womit Schweden 
und Dänemark in der Vergangenheit zu rech 
nen gehabt hätten und jetzt und künftig rech 
nen müßten. 
Dänemarks südliche Festlandsgrenze, für 
deren moralische Garantie man sich in Däne 
mark so gern auf ganz Skandinavien beruft 
findet in den Betrachtungen von „Tidens 
Tegn" nicht die dänischer Erwartung entspre 
chende Würdigung. Das kränkt „National 
tidende", und sie bemerkt, was diese Grenze 
für den skandinavischen Norden bedeute, dar 
über wolle sie mit „Tidens Tegn" nicht dis 
putieren. Aber eine nordische, oder bloß eine 
schwedisch - norwegische Verteidigungspolitik, 
welche Schwedens Ostseeinteressen ganz außer 
Betracht lasse und das Gewicht einer skandi 
navischen Neutralitätswchr auf Norwegens 
Nordseeküste lege — wer außerhalb Oslos 
würde das verstehen? # 
Am Grabe Eberts wurde anläßlich seines 
60. Geburtstages namens der Reichsregie 
rung ein Kranz niedergelegt. 
Brüning wird Ende Februar einer Ein 
ladung der österreichischen Regierung Folge 
leisten. — 
Die goldene Schlinge. 
Neuer französischer Vorschlag. 
Immer deutlicher werden die französischen 
Absichten, mit finanzieller Hilfe für Deutsch 
land schwerwiegende politische Bindungen zu 
verknüpfen. Erst wurde Kredit gegen Verzicht 
ans Reparationsrevision in Aussicht gestellt, 
und jetzt sucht man, zunächst allerdings inoffi 
ziell, durch einen journalistischen Mittels 
mann Wechselwirkungen zwischen Rcparati- 
ouserleichterung und Abrüstnngssrage herzu 
stellen, dergestalt, daß Frankreich wieder die 
Hauptvorteile winken, indem es an seiner 
übermächtigen Rüstung nichts von Bedeutung 
einbüßt und Amerika zwecks Schnlöenermaßi- 
gung mit dem moralischen Vorwand kommen 
kann: man rüste ab. 
Es ist der französische Graf d' Ormesson, 
der in der Zeitschrift Europa Nouvelle einen 
„Plan für die Schaffung einer deutsch-franzö 
sischen Finanzsolidarität ans breiter interna 
tionaler Grundlage im Interesse der allgemei 
nen Befriedung" veröffentlicht. Er schlägt vor, 
daß Frankreich Deutschland für die nächsten 
beiden Jahre 60 v. H. der bedingungslosen 
Zahlungen des Aounqplanes unter der Vor 
aussetzung erlassen soll, daß auch die Vereinig 
te» Staate» für die gleiche Zeit auf 60 v. H 
ihrer Forderungen an die Alliierten verzichten. 
Als „Ergänzung" dieser Verringerung der 
Youngverpflichtungen schlägt d'Ormesson vor, 
daß sich Deutschland verpflichten soll, seine jetzt 
ungefähr 700 Millionen Mark betragenden 
Ausgaben für Heer und Marine für die näch 
steil beiden Jahre um Vn zu kürzen. Frank 
reich solle eine entsprechende Kürzung seiner 
Heeresausgaben vornehmen. 
Zn diesem verdächtigen Vorschlag nehmen 
einige heutige Berliner Blätter 
Stellung. Tie „Germania" findet es bedenk 
lich, den französischen und den deutschen 
Hceresetat nach dem gleichen Schema behan 
deln zu wollen. Die „D.A.Z." bezeichnet den 
Vorschlag als völlig undiskutabcl. Der Vor 
schlag d' Ormessons gehe darauf hinaus, eine 
Revision des Loungplanes mit einer nochma 
ligen Unterschrift unter das Versailler Dik 
tat zu verknüpfen und die militärische Ueber- 
macht Frankreichs noch einmal freiwillig an 
zuerkennen. Ter „Lokalanzeiger" betont, daß 
das entwaffnete Deutschland, das von waf- 
fenstarrenden Ländern umgeben sei, ein sol 
ches Harakiri selbst um den Preis von 850 
Millionen nicht bejahen könne. Tie „Vossi- 
sche" meint, so viel gegen den politischen Kom- 
promißvorschlag, der die Ungleichheit auf dem 
Gebiet der militärischen Sicherheit wenn 
nicht verewigen, so doch wenigstens für die 
Dauer mehrerer Jahre in einer internatio 
nalen Vereinbarug erneut verankern wolle, 
von deutscher Seite einzuwenden sei, als Gan 
zes genommen verdiene der Plan eine Prü 
fung und Würdigung. 
Das „Hamburger Fremdenblatt" 
kleidet seine Bedenken in folgende Bemerkung: 
Man hat bisher nicht gehört, daß in Amerika 
Mißtrauen auch über deutsche Rüstungen herrsche. 
Eine Beschränkung der deutschen Rüstungsaus 
gaben könnte nur den Sinn haben, die französische 
Rüstunigseinschränkung psychologisch und parla 
mentarisch zu erleichtern. Diese Hilfe zu bieten, 
ist aber Deutschland nicht in der Lage. Es hat 
schon auf das geringmöglichste Maß abgerüstet, 
auf ein Maß, das nicht einmal ausreicht, bei 
Konflikten dis Sicherheit der Neutralität zu ga 
rantieren. Es ist ja gerade die deutsche Forde 
rung, daß die Abrüstung, wie im Versailler Ver 
trag versprochen, allgemein werde. Ein Ent 
gegenkommen der hauptsächlichsten Landmächte auf 
diese Forderung würde in den Bereinigten Staa 
ten sicher ebenso günstig wirken wie der Ab- 
rüstungsvorschlag des Grafen d'Ormesson. 
Siegerwald im Reichstag über 
Lohnabbau und Preissenkung 
Kurz nach Beginn der Neichstagslihung am 
Mittwoch nachmittag kam ein kommunistischer An 
trag auf Aufhebung der Notverordnung über das 
Schlichtungswesen zur Beratung, und zwar in 
Verbindung mit einer Reihe von Interpellationen 
der Kommunisten und Sozialdemokraten über die 
Lohnscnkungsaktion der Negierung. 
Der kommunistische Äbg. Schröter erklärt, daß 
der Lohnabbau beispielsweise in der Textilindu 
strie die Höhe von 40 v. H. erreicht habe. 45 v. H. 
der deutschen Arbeiter hätten heute einen Wochen 
lohn unter 30 Mark. 
Der sozialdemokratische Llbg. Limbertz bemerkt, 
daß der von der Regierung angekündigte Preis 
abbau nicht erfolgt sei. Die ganze Preisabbau- 
Aktion müsse als gescheitert angesehen werden. 
Eine der Hauptursachen der deutschen Wirtschafts 
krise sei die überragende Machtstellung der Kar 
telle. Der Weg der Lohnsenkung werbe nicht zur 
Beseitigung der Krisenzustände führen. Die sozi 
aldemokratische Fraktion beantrage Ueberweisung 
des kommunistischen Aufhebungsantrag an den 
Ausschuß. 
Reichsarbeitsminister Stegerwald wird wäh 
rend seiner Rede durch Zwischenrufe der Natio 
nalsozialisten unterbrochen, der Abg. Göbbels, der 
vorher schon einen Ordnungsruf erhalten, erhält 
einen zweiten. Stegerwald ivendet sich den Natio 
nalsozialisten zu und ruft: „Sic wollen nicht die 
gesetzliche Ordnung, sondern Sie wollen erst das 
Chaos, um dann einen andern Zustand herbeizu 
führen." In seinen weiteren Ausführungen sagte 
der Minister, daß man zur Erleichterung der 
Wirtschaftslage auch an Lohnsenkungen nicht vor 
übergehen könne. Es sei aber, so fuhr er sort, ein 
großer Irrtum, wenn manche Wirtschaftskreise 
glauben, daß alle Erleichterungen 
nur von der Lohnseite her 
kommen könnten. Es sei auch ein Trugschluß, an 
zunehmen, daß an den sozialen Lasten noch Milli 
arden gespart werden könnten. 
Auf erneute Zwischenrufe der Nationalsozi 
alisten erklärt Stegerwald: „Der Krieg hat in un 
serer Wirtschaft derartige Werte vernichtet, baß 
auch ohne den Uoungplan unsere Wirtschaft eine 
schwere Krise durchmachen müßte. Wir müssen zu 
nächst abwarten", fährt der Minister fort, „wie 
das Problem der Arbeitslosigkeit gelöst werden 
kann. Wenn man nicht will, daß Betriebe stillge 
legt werden, mutz der Staat diese Betriebe über 
nehmen und ihnen Subventionen zahlen. Das ist 
zur Zeit völlig unmöglich. Aber in dieser Situ 
ation muß die Negierung regelnd eingreifen, um 
noch Schlimmeres zu verhüten. In einer Zeit, wo 
es in Deutschland fast fünf Millionen Arbeits 
lose gibt, ist es nicht mehr möglich das sreie Spiel 
der Kräfte aufrecht zu erhalten. Deshalb kann die 
Staatsmacht unmöglich in verschiedenen notleiden 
den Industrien die Löhne aus ihrer bisherigen 
Höhe halten. Das würde nur zu furchtbaren sozia 
len und politischen Erschütterungen f’"'-—!. Eine 
Aufrechterhaltung der Löhne würde die Lage der 
Arbeiterschaft in vielen Gegenden nur noch mehr 
verschlechtern, denn verschiedene Industrien müß 
ten dann 
einsach ihre Werke feiern 
lassen. Das gilt besonders für Oberschlesien, das 
im schwersten Konkurrenzkampf gegen Polen und 
die Tschechoslowakei steht." Stegerwald wendet sich 
zum Schluß gegen die Behauptung, daß von einer 
Preissenkung nichts zu spüren sei. Es seien in 
den verschiedensten Industriezweigen erhebliche 
Abstriche gemacht worden. Mit der Beratung der 
vorliegenden Anträge über das Schlichtungswesen 
im Ausschuß sei die Negierung einverstanden. 
Sowohl der deutschnationale Redner Dr. Agena 
wie der Nationalsozialist Stürtz stimmen dem kom 
munistischen Antrag ans Aufhebung der Schlich- 
tungsvcrorönung zu. Der nationalsozialistische 
Redner erklärt zur Begründung, daß das staat 
liche Schlichtungswesen besonders in Westdeutsch 
land immer zugunsten der Unternehmer und zum 
Schaden der Arbeiter wirke. Die Arbeitnehmer 
ivüröen die Nationalsozialisten im sozialen Kamps 
stets aus ihrer Seite finden. Die Beweisführung 
des dcutschnationalen Redners war umgekehrt: 
die Notverordnung hebe die bisherige Verantwor 
tung der Gewerkschaften auf und belaste einseitig 
die Arbeitgeber damit. Deshalb müsie sie ver 
schwinde». 
Bei der Festsetzung der Tagesordnung der 
heutigen, um 3 Uhr beginnenden Sitzung gab es 
eine kurze Geschäftsordnungsdebatte. Die Natio 
nalsozialisten wollten den Antrag verhandelt wis 
sen, der die Aufhebung der Zeitungsverbote for 
dert. Die Mehrheit lehnte ab. Es bleibt bei der 
Etatsdebatte, mit der verbunden wird die Bera 
tung des nationalsozialistischen Antrages auf 
Auslösung des Reichstages. — Der Kanzler wird 
seine angekündigte Rede halten. 
te Weil im NsröMSzeß Mrich. 
TU. Berlin, 4. Februar. Das Schwurge 
richt verurteilte den Kutscher Richard Stolpe 
wegen gemeinschaftlichen Mordes zum 
Tode und dauernden Verlustes der bürger 
lichen Ehrenrechte und wegen Unterschlagung 
zu sechs Monaten Gefängnis, die Angeklagte 
Luise Neumann wegen gemeinschaftichen Mor 
des und wegen Unterschlagung zu acht Jah 
ren zwei Monaten Gefängnis, den Angeklag 
ten Arbeiter Kurt Benziger wegen gemein 
schaftlichen Totschlages zu sechs Jahren Zucht 
haus und fünf Jahren Ehrverlust und we 
gen Unterschlagung zu drei Monaten Zucht 
haus. 
Dem ĢslgM eŞhen. 
Zu der Hinrichtung der Derwische und ihrer 
Anhänger, die in den frühen Morgenstunden des 
Dienstags in Menemen stattfand, wird noch ge 
meldet, daß es einer von den 28 Todeskandidaten 
fertig brachte, fast unter dem Galgen noch zu ent 
fliehen. Er hielt, wie wenn auch er gefesselt sei. 
die Hände auf dem Rücken verschränkt, durchbrach 
plötzlich die Absperrnngskette der Soldaten und 
verschwand im Dunkel. So blieb ein Galgen leer. 
«senere schwere ^ronvtze zwangen 5** 
Räumung von Rapier. Da die Straßen teil 
weise zerstört sind, gestaltet sich die Räumung 
recht schwierig. Ter kommende Sonntag soll 
für Neuseeland als Trauertag gelten. 
VMrderW. 
Wettervoraussage für den 0. Februar 1834: 
Für das mittlere Norddeutschland. anhalten 
der Frost, zeitweise aufklarend, keine oder nur 
unbedeutende Schneefälle. Für das übrige 
Deutschland: im Nordosten strenger, im übri 
gen Deutschland mäßiger Frost, nur strichweise 
etwas Schnee. 
f mtlifö Mernötlermen 
der Landwirtschaftskammer f. d. Provinz Schleswig-Holstein 
Butterauktionen der Meiereiverbände 
für Schleswig-Holstein G. m. b. H. 
Unkosten */3% *flr ständige Einsender. ‘J 3 /c für nichtständige Einsender 
Auktionen im Namen u. für Rechnung der Meiereien als der Auftraggeber. 
1% Kavelingrgeld, v. den Käsern ,u entrichten. 
tOhne Gewähr) Hamburg, den 4. Februar 1931 
1. Klaffe. 
26 Faß zu 148.8n Ji 1 Faß zu 148.10 Jt 
19 » „ —.70 „ 149 . „ 148.— _ 
28 „ „ -.60 „ 25 „ , 147.50 „ 
28 „ „ -.50 „ 1 , „ -.10 . 
9 . „ —'4 „ 7 „ „ 147.- „ 
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23 „ „ -.20 „ 2 „ „ 146.- „ 
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8 
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2 
145.10 „ 
145.- „ 
144.50 . 
144.- „ 
143.- „ 
M2— „ 
140— 
139— 
137.50 
13?.- 
136— 
1. Klaffe 416 Drittel zu l4/.2o Ji t Dich. 
2. Klasse 9 Drittel zu 133.33 ji 1 Dsch. 
DI« odlgķi, Prev« vcrstchcn sich aus'djliefļli* Verpackung ab Mriereistati»' 
Durchschnitt der Markenbutter 148.04 .<* 
Durchschnitt der Nichtmarkenbutter 143.16 
* • * 
Ncndsburger Ferkelmarkt vom 5. Februar 1931. 
Zufuhr: 582 Stück. Handel anfangs gut. spä 
ter flau. Markt nicht geräumt. Preise: schwere 
Ware 42—44, mittelschwere Ware 45—47, leichte 
Ware 48—50 für das Pfund Lebendgewicht. Für 
allerbeste Ware wurde auch über Notiz, für ab 
fallende Ware auch unter Notiz bezahlt. 
« * * 
th. Hnsum, 5. Febr. Wocheuinarkt. Butter 
1,65 bis 1,70 Ji, Hühnereier 11 
th. Hnsum 5. Februar. Dem Ferkelmarkt wa 
ren 649 Ferkel zugeführt. Der Handck war rege. 
Beste schwere Ware kostete 14—17 M, mittlere 
Ware 10—14 M, geringere Ware 5—10 M, leichte 
Ware nach Gewicht 40—45 «Z, schwere Ware nach 
Geivicht 85—40 «z. Ausnahmetiere über Notiz. 
MMeriA 
der 'stvidmirtschasts-Kammer für Sckstesiv!q-Holstein. 
(Ohne Gewähr.) (Preise ver 1 Psd. Led-mdgewich!.) 
ķ ,....... Altona, den 5. Februar 1931 
A. Ochsen und 3Wcn. 
1, BöM. cmsoem. stächst. Schiächtwertes. . . 0.51 -0,54 
2, sankt, vollflesschige 0.45—0.49 
3, fleischige 0,35 0,44 
1. gering genährte 0,30—0,35 
B. Dullen. 
1. Fling, oollşl. böchst. Sch'achtwerte? 0,47—0,50 
2. sonst, vollflesschige oder ausgemäst. fleischige. 0,42— 0,46 
3. flei'chige . . 0,35—0,40 
4 gering genährte 0.30—0,33 
C. Kühe. 
1. Illng. vollst, höchst. Schlachîwerļes .... 0,38—0,40 
2. sonst, vollfleischige oder ausgcmästeļe. . . . 0,30—0,35 
3. fleilchige 0,24 -0,23 
4. genug genährte 0,15—0,20 
D. Schafe. iWetdemast) 
1. Beste Masilänmier miD sting. Mastgauimel. 0,48—0,50 
2. M Niere Maftlänuner uiiö gm genuhrie Schafe 0,40—0,44 
3. Niäß>g genahrie 0,30—0,35 
4. Geringe Schuse 0,10—0.24 
D. Schafe. (Swllmast) 
1. Beste Mastlämwer auö ,ung>re u.>ia,i.,ainme! 0,48—0,51 
2. iümiltre u/io|'t.äminer unb gut genähne Sega,« 0,4u—0,i5 
3. Müßig gcna,ue 0,30-u,35 
4. Geringe Oü)ü|e 0,20-0,25 
Zufuhr deutsche Rinder, 1674, dänische 203, Insgesamt 
1877, darunter 543 Ochsen, 169 Bnllen, 388 Färsen, 574 
Kühe, 806 Schafe. Marktocrtauf für Rinder ruhig, für 
schase langsam. 
* * 
* 
We MimnD! ss a 3>imer5îa;Mûtdi 
Hamourg, Den 5. Fevruar l»3l 
(Set ret De < Preise :n per two Kg.) 
Weizen franko tzamvurg 7576 Kg.neue 273.00—275.00 
Beizen ab rniänv. Station 264.00—206.00 
Roggen franko Hamburg 70-71 kg neat !6ö.u0—163. 0 
Roggen ab inland. Station neue Ernte >56.00—158.00 
Mnter erste ab inland. Station meuc 184.00—1&6.00 
Sommergerste ab inland. Station-.-. ļ06.00—2^6.e0 
Donauaerste.wgfvSamburg.loko unoer^ 72 00— 74.00 
Hafer franko Hainburg -24.o0-Io0.oo 
Hafer ad inland. Station ,44.oo—150.Ö0 
<3u tier mt t tel (Preise in R^t pe! oo Kg. prpt. 
Meizenkleie.inld. * 
Meizeiikl.. ini. mgr. 
Rogaenkleie. ini. ■* 
Bras.-o.LaBIatakl * 
Bra!-o «aPf.PoN * 
lllbile-Kleie •** 
Thile-Pollards * 
5.15 
5.45 
4.45 
5.75 
5.00 
'Palms. Harb.-Wiltib 
Kokoskuck. .. 
Ravskuch. .. 
Erdnukkuch... 
'einkuchen 
Reisfu.-Mekl 24-28°-. 
'oya-Schrot 
5.20 
6 50 
4 75 
6.05 
8.2) 
3 60 
7 30 
Mehl (Preise ln R.4t oer 106 Ka l 
Äuszugmehl hie!.Mühlen............. 4800 
Bäckermehl bies. Mühlen 42.50 
69°» Roggemnebl biei. Mühlen 31.75 
Roggengrodmebl hie!. Mühlen 22.75 
Tend»"» ,r >'rfh- bc!'0”D'et. fest, Meh> fest. 
*) verzollt. **j transits. 
* 
Berliner Geireidsfrühmarlrt 
vor» 3. Feb.uar 1931 
Tendenz: Ruhig. 
Weizen....-66.00—267.00 
Roggen... .155.00— 157 00 
Berste It0.00—2C4.00 
Ha er 13\ou—145.00 
Weizenkleie.ll0.00-N2 50 
Rogaenkleie.95.00—100.00 
Sür 1CQ0 kn
	        
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