Full text: Newspaper volume (1848)

Schrecknissen ein Ende machen! War es ein fürchterliches 
Mißverständniß, weshalb man gestern den Befehl zum 
Einhauen gab, würde da nicht ein Wort hingereicht 
haben, auch die feffellofeste Wuth in Milde und Ver. 
sohnung zu verkehren? Wenn finstere Mächte gestern 
ihr Spiel getrieben hätten, wenn man den Jnbel des 
Volkes als ganz etwas Anderes darstellte, als was er 
wirklich bedeutete — eS wäre gräßlich. — Was wird 
die Zukunft bringen? Wird das Volk politisch reif 
genug sei», um auch diese Feuerprobe seiner Liebe zur 
monarchischen Staatsreform glücklich zu überstehen? — 
Mittags 11 Uhr. So eben zieht sich das Militair 
zurück. Nur die wichtigsten Punkte: Schloß, Zeughaus 
bleiben besetzt. Der König beschwört das Volk durch 
Proclamation, die Barricade» niederzureißen. Wollte 
Gort, daß es nicht auch bei uns „ju spät" heißen wird. 
— Patent wegen beschleunigter Einberufung des 
Vereinigten Landtages. Wir Friedrich Wilhelm k. 
2üä wir am 14. d. M. unsere getreue» Stände 
zuin April beriefen, um vereint mit ihnen die- 
jfiitgen Maßregeln zu beschließen, ivelchc die, unsern 
deutschen Bundesgenossen vorzuschlagende Regeneration 
Deutschlands auch für Preußen nothwendig bedingen, 
konnten wir nicht ahne», daß in denselben Stunden 
große Ereignisse in Wien einerseits die Aussührnng 
un,erer Vorschläge wesentlich erleichtern, andererseits 
aber auch die Beschleunigung ihrer Ausführung uner- 
läßlich machen würden. 
Jetzt, nach jenem wichtigen Ereigniß, finden wir 
uns vor Allem bewogen, nicht allein vor Preußens, 
sondern vor Deutschlands — so es Gottes Wille ist — 
bald innigst vereintem Volke laut und unumwunden 
auszusprechen, welche die Vorschläge stud, die wir unsern 
deutschen Bundesgenossen zu machen beschlossen haben. 
Vor Allem verlangen wir, daß Deutschland aus 
einem Staakenbund in einen Bundesstaat verwandelt 
werde. Wir erkennen an,'daß dies eine Reorganisation 
der Bundesverfassung voraussetzt, welche nur im Verein 
der Fürsten mit dem Volke ausgeführt werden kann, 
daß demnach eine vorläufige Bundesrepräsenkativn aus 
den Ständen aller dentschen Länder gebildet und »nver. 
züglich berufen werden muß. — Wir erkennen an, daß 
eine solche Bundesrepräsentation eine constitutionelle 
Verfassung aller deutschen Länder nothwendig erheische, 
damit die Mitglieder jener Repräsentation ebenbürtig 
neben einander sitzen. 
Wir verlangen eine allgemeine deutsche Wehrverfassung 
und werden beantragen, solche im Wesentlichen derjenigen 
nachzubilden, unter welcher unsere — Preußens Heere 
— in den Freiheitskriegen unverwelkliche Lorbeeren 
sich errangen. ■— Wir verlangen, das das deutsche 
Bnndeshcer unter eine:» BundeSbanner vereinigt werde, 
und hoffen, einen Bundesfeldherrn an seiner Spitze zu 
tehen. Wir verlangen eine deutsche Bundesslagge und 
pope», daß in nicht zu langer Frist eine deutsche Flotte 
dem deutschen Namen auf nahen mib fernen Meeren 
Achtung verschaffen werde. 
Wir verlangen ein deutsches Bundesgericht zur 
Schlichtung aller Streitigkeiten staatsrechtlichen Ur. 
fprungs zwischen den Fürsten und Ständen, wie auch 
Zwischen den verschiedenen deutschen Regierungen. 
Wir verlangen ei» allgemeines deutsches HeimathS. 
rechr und volle Freizügigkeit in de», gesammten deutschen 
Vaterlande. 
Wir verlangen, daß fortan keine Zollschranke mehr 
den Verkehr auf deutschem Boden hemme und den Ge. 
werbefleiß seiner Bewohner lahmes wir verlangen also 
einen allgemeinen deutschen Zollverein, in welchem gleiches 
Maaß und Gewicht, gleicher Münzfuß, ein gleiches 
deutsches Handelsrecht auch das Baud materieller Ver. 
einigung bald um so fester schließen möge. 
Wir schlagen vor Preßfreiheit mit gleichen Garan. 
tieen gegen den Mißbrauch gegen das gcsammte deutsche 
Vaterland. . 
Das sind unsere Vorschläge, unsere Wünsche, deren 
Verwirklichung wir mit allen unsere» Kräften zu er 
streben suchen werden. Mit stolzen, Vertrauen rechnen 
wir dabei aus die bereiteste Mitwirkung unserer deutschen 
Bundesgenossen und des gesammten deutschen Volkes 
welches wir mit Freuden durck Einverleibung unserer 
nicht zum Bunde gehörigen Provinzen in den Bund 
verstärken werden, wenn, wie wir voraussetzen, deren 
berufene Vertreter diese» Wunsch theilen und der Bund 
sie anzunehmen bereit ist. 
Wir geben der freudige» Hoffnung Raum, daß die 
Ausführung unserer Absichten, ja daß schon deren An 
bahnung die Spannung heben wird, die jetzt zu unserm 
großen Schmerz das deutsche Vaterland erfüllt, die Der- 
kehr und Gewerbe lähmt, es spaltet, die es zu zerreißen 
droht, — ja wir hoffen, daß jene Maaßregeln Deutsch 
land in sich stark, nach außen geachtet machen werden 
damit in seinen vereinigten Kräften Europa die sicherste 
Gewähr eines dauernden, gesegneten Friedens finden 
möge. 
Damit aber die Erfüllung unserer Absichten am 
wenigsten in unseren Staaten Zögerung und Hinderniß 
finden können, damit wir desto eher diejenigen Vor- 
schlage zu entwickeln im Stande find, welche wir für 
die Verfassung unserer Staaten nöthig erachten, haben 
wir beschlossen, die Berufung des Vereinigten Landtages 
zu beschleunige» und beauftragen das Staatsministerium, 
diese Einberufung auf Sonntag, den 2. April d. I.', 
zu bewirken. Gegeben Berlin, den 18. März 1848' 
Friedrich Wilhelm. Prinz von Preußen ». 
— Vom 19. März, Abends. Von gestern Nach 
mittag 2 Uhr bis heute Morgen ging es sehr scharf 
her. Die Kartätschenkugeln umsauste,, uns. alle Straßen 
voller Barricade», die Häuser abgedeckt. Die Königs, 
straße war die erste, welche mit Kartätschen beschossen 
wurde. Indeß hielten die Bürger Stand, und Post- 
twn ans Position mußte mit Gewalt genommen werden, 
ja, von einem Theile der Barricaden wurden die Sol 
daten sogar zurückgetrieben. Heute Morgen bol sich ein 
überaus trauriger Anblick dar; in allen Straßen war 
das Pflaster aufgerissen, überall zeigten sich Spuren 
der furchtbaren Verwüstung. Die Stimmung des Volks 
war noch immer sehr drohend, und wäre nicht endlich 
Nachmittag Alles bewilligt, so hätte leicht das Schlimmste 
geschehen können, da an ein Nachgeben von Seite» der 
Bürger nicht zu denken war. Wir haben jetzt Bürger- 
bewaffnung, und an der Stelle des Militairs halten 
Bürger das Schloß und alle Posten besetzt. Das Mi. 
»isteriuili ist entlassen, der Landtag zum 2. April ein. 
berufen. Preßfreiheit bewilligt. Ganz Berlin illumi. 
nirt; Alles icheiitt wieder ruhig und zufrieden. Bis 
Freitag war es der Pöbel, dev Unfug machte, gestern 
aber sprach der Bürger, und man hat nun doch be. 
griffen, daß auch der ruhige Berliner, wenn er will, 
mit Erfolg zu handeln versteht. An einigen Puncten 
ist mit einer Bravour gefochten worden, die nicht zu 
beschreiben ist, und selbst der Pöbel hat sich ausnahms 
weise anständig ehrenhaft benommen. 2« Schritte von 
mir wohnt ein pensionirter Major, welcher beim An 
dringen des Militairs dasselbe in sein Hans führte und 
von dort aus ans das Volk schießen ließ. Man hat 
dafür heute seine Wohnung demolirt und Alles, was 
man darin fand. Packele, Kassenanweisunge», Silber 
geschirr „. s. w. durch die Fenster auf die Straße ge 
worfen und vor seinen Augen verbrannt. Einige schlechte 
Subjecte, die für sich Etwas zu gewinnen suchten, be 
kamen tüchtige Hiebe und mußten'Alles wieder heraus, 
geben. 
Von, 20. März. Am Sonntag gegen Abend sind 
sämmtliche Truppe» aus der Residenz ciitfernr 
und »ach den uniliegenden Dörfern befördert worden 
Dort weiden sie wahrscheinlich bis nach näheren, ans 
deni^ Landtage vereinbarien Bestimniunge», verbleiben. 
Viele Offictere des Garde-Corps, welchen dies nichi 
zusagt, haben ihren Abschied eingegeben. Am Sonn. 
tag nahm auch die Volksbewaffnung ihren Anfang. Sie 
ging rasch vorwärts, die Bürger bezogen bereiis Abends 
die Wache» und sämmtliche Posten, die Stadrvoigtei 
und die k. Kassen nicht ausgenommen. Abends war 
die Stadt freiwillig erleuchkek, die Bürger, welche nach 
1« Uhr auch patroiUirten, hatten nicht nöthig die 
Ruhe aufrechtzuerhalten, denn das Volk benahm' sich ' 
trofc des mächtigen Wogens ans den Straßen, muster.' 
haft: kein Erceß, keine Ruhestörung wurde verübt, nicht 
obgleich, so»ver» weil de» Bürgern allein, keinem 
Gendarmen, keinem Polizeibeamten und keinem Soldaten 
die Wahrung der Ruhe und Sicherheit anvertraut war 
Die Freudenschüffe hielten den ganzen Abend und ein.» 
Theil der Nacht an. Noch am Abend des 19. wurde 
die Bewaffnung der Studenten mit Säbeln und 
Büchsen beschlossen. Gegen 10 Uhr wurde de», wackern 
Polizeipräsidenten v. Minutoli ein Fackelzug gebracht 
Der Gefeierte dankte für den Beweis des Zutrauens' 
welches er zu verdienen wissen werde. In freudiger 
Aufregung verlief die Nacht, und man begann mit der 
allmäligen Fortschaffung der Barricaden. Die aufge- 
rissenen Pflaster, und Granijsteine der Hauptstraßen 
gaben aber Zeugniß vo» dem mannhaften Widerstände 
des Volkes. — Heute, am 20., „ahm die Bürgerbe, 
waffniing raschen Fortgang, und es wurden die'Vor. ' 
rathe auf dem Zenghause, so weit sie reichten, de» ^ 
Bezirksvorsteher» übergebe». Auch sah man berei-S 
die Stadtverordneten mit ihrem Amtszeichen »nd Degen 
an der Seite die Eintheilung nach Bezirke» machen. 
Die Bürgerschützkn bleiben fortwährend, wie bisher, 
im Dienste. Nach 11 Uhr ging mit einem Male eine 
freudige Aufregung durch die Straßen, es wurde be. 
kannt, daß der König eine allgemeine Amnestie für- 
alle wegen politischer und Preßvergehcn Beruriheilte» 
und Verfolgten erlaffe» habe. Von Mund zu Mund 
ging die frohe Nachricht und verbreitete sich demgemäß 
wie ein Lauffeuer. An vielen Stellen wurde die königl. 
Verkündigung vorgelesen. Dies war gleichsam das 
Vorspiel zu einem andern bedeutenden Ereignisse: das 
Palais deS Prinzen von Preußen war z» einem 
..Eigenthum der Nation" erklärt worden und diese 
Bestimmung von dem Ballon herab verkündet. In 
dieser Weise war es auch nur vor der zugedachten De. 
molirung zu schützen. Ein Maler stieg auf eine Leiter 
und schrieb an die Wand und Thüren des Hauses- 
.Eigenthum der ganzen Nation." Der Prinz und dessen 
Familie haben die Stadt verlassen. 
Um 12 Uhr erschien der Cultusminister, Gras von 
Schwerin, auf der Universität, von weicher gleichfalls, 
wie bereits von allen Staatsgebäude», die deutsche Fahne 
herabwehte; er verkündete, daß der König unlängst 
Kamphausen zum Finanz, und Borneman» zum 
Justiz. Minister ernannt habe. Diese Nachricht 
wurde mit großem Jubel aufgenommen. — Schon Vor- 
mittslflä sah man an den Straßenecken und stark besetzten 
Plätze» unter dem Schutze der Bürgerwache» große 
Schüsseln zu Geldsamniluiigen für die Wittwen und 
Waisen der im Volkskainpfe gebliebenen Männer aiifge. 
stellt, und einen Zeichen Ertrag gewähre». Die Freude 
des Tages wuchs bei der Nachricht, daß, Hach Ver. 
fiignng des Königs, das k. Leihamt alle bis zu 5 
Thalern versetzten Pfänder uneiitgeidlich zurückgebe. 
Aber der schönste Schmuck der Freude blieb die Voll- 
führung der Amnestie. Gegen 1 Uhr verfügte sich der 
Staatsanwalt des Kammergerichts nach dem Staats. 
gefängniß, um den dort verhafteten Pole» (91 an 
ber Zahl) in einer ergreifenden Anrede ihre Freiheit 
und Restiiuirung anzukündigen. Bald darauf bestiegen 
acht, worunter Mieroslawski und Liebelt, unter 
dem Jubel der Versammelten, einen bereit stehenden 
Wage», welchen man ausspannte und durch das neue 
Thor zog. Die Gattinnen und Verwaiidtiniien der 
Amnestirten folgte» in besonderen Wagen. Mieroslawski 
und Liebelt waren bekränzt, sie trugen die deutsche und 
polnische Fahne. Der ganze Zug begab sich nach dem 
Schloßplätze, »ni dem Könige zu danken. Der Monarch 
erichien «ns dem Ballone, grüßte sichtlich erfreut, 
wiederholt und nahm seine Feldmütze dreimal vom 
Haupte, worauf ihm endloser Jubel entgegenschallte. 
Nachdem noch mehre Reden gehalten waren, sprach sich 
der Dank der Polen in folgenden Worten aus: „Wir 
danken Euch, daß Ihr uns nach zweijähriger Haft habt 
befreien helfen. Unser Dank mag sich darin beweisen, 
daß künftig Preußen und Polen et» Volk sei sich 
fchutzend gegen den Nachbar Rußland." 
_ Nach ^ einer so eben eingetroffenen telegraphischen 
Depesche herrscht jetzt in Köln die größte Freude. 
Gegen 500 Studenten haben sich bereits zum Schutz 
der Bewohner bewaffnen lassen. 
. —' Vom 21. März, Mittags. Um 10' Uhr er. 
schien der König auf dem Schloßhvfe in Begleitung 
der anwesenden Prinzen und Minister, Alle mit den 
deutschen Farben geschmücki, und hielt von da aus 
folgende Anrede an die versammelten Mcnschenmassen: 
şas chrhier sehr, was ihr hier seht, ist keine Usur 
pation, ich will keinen Fürsten vom Throne stürzen 
Alles lichtet sich nur auf die Wiederherstellung der 
Einigkeit Deutschlands, diese Einigkeit ist a» einzelnen 
Orien gefährdet, man spricht i„ Breslau namentlich 
»on Verrath, „nd Verrath und Deutsch, das geht nicht 
zusammen, ich will Einigkeit und Ordnung." Der 
Jvoiiiij trat hierauf mir der Menschenmenge, eine drei. 
farbige deutsche Fahne voran, den Zug an, welcherlei 
der Blucher-Statue vorbei über den Opernplatz und 
b.e Linde» nach dem Schlosse zurückging, von fort. 
wahrendem Jubelrnse begleitet. 
Hann over, vom 20. März. Der König har sich 
zu vollständiger Nachgiebigkeit eiitschloffen. Die Be- 
willigungen sind: 1) die gegenwärtigen Minister gehe» 
ab, das neue Ministerium ist verantwortlich; 2) rie 
Kasse» werde» wieder vereinigt; 3) die Polizei wird 
den Städten zurückgegeben; 4) wird der König mit Zu. 
Ziehung der Stände alle noch übrigen Bitten erfüllen. 
Dänemark und die Her^ogthUmer. 
O 
Der L8te Marz in Wendsdurg« 
Dieser Tag wird Epoche mache», nicht allein in der 
Geschichte unserer Stadl, sonderii in der Geschichte 
unseres deutschen Vaterlandes. Schon am Abend zuvor 
trafen mehrere Landtagsdeputirte, -sowie etiie ziemliche 
Zahl von sonstige» Fremden hier ein und bald waren 
die Gasthöte so überfüllt, daß die Ankommenden sich 
nach Privatlogis umsehen mußten, deren aus eine er. 
lasse,ie Ansprache an die hiesigen Bürger „nd Einwoh. 
»er mit gewohnter Gastfreiheit eine sehr große Zahl der 
beir. Conimittee nnentgeldlich zur Disposition gestellt war 
I» de» Gasthöfen und sonstige» öffentlichen Localen, dem 
allgemeinen Bürgervereine, der sich an dem Tage con. 
stituirl hatte, war ei» sehr reges Leben. Die großen 
Fragen des Tage« wurden lebhaft riscntirt und ein 
Gedanke beseelte Alle — sich dem deutschen Vaterlande 
zetzl enger und enger anzuschließeiinnd Schritt zuhalten 
mit den Bestrebungen nach nationaler Freiheit „,,v 
Unabhängigkeit von jedem fremden Einflüsse, j^er 
Fremdherrschaft, vo» jedem ungebührlichen Polizeizwange. 
An demselben Tage Nachmittags hatte eine allge.' 
meine Bnrgerversanimlung im hiesigen Schaiispielhause 
stattgefunden, um über eine im Entwurf derselben vor 
zulegende Adresse an die versammelien Landtagsabqcord- 
»eten Schleswig.Holsteins zu discutiren. Nach einer 
mehrstündigen Berathung wurde man sich über die nach. 
stehende Adresse einig, dieselbe an, folgenden Mor. 
gen im Locale deS allgemeinen BürgerverciiiS zur U,i. 
terfchrift für Einheimische und Fremde auszulegen. 
„Hochgeehrte Abgeordnete! 
Die Wichtigkeit deS Augenblicks hat sie zusammen, 
geführt und führt unS vor Ihre Versammlung. Sie 
wissen was den, Volke noth thut, was daä Volk 
wnnscffl, was es will. Wir wünschen und wolle» 
Alles, was das ganze Deutschland fordert, zum Theil 
schon errungen hat, zugleich Alles, was unsere eigen, 
thüttilichen Verhältnisse gebieterisch verlangen. 
Wir wollen eine unseren Herzog,hüniern gemein, 
schaftliche, wahrhaft constitniionellc Versaffung ans 
Grundlage allgemeinen Wahlrechts und allgemeiner 
Wählbarkeit;— Eintritt Schleswigs in den deutschen 
Bund; — ein deutsches Parlament; — eine unbe- 
tingt freie Presse; — unbeschränktes Recht der Ver. 
sammlung und Vereinigung; — Schwurgerichte; — 
allgemeine Volksbewaffnung, namentlich sofortige Er 
richtung von Bürgergarde»;— die Erhebung Rends, 
burgs zu einer deutschen Bundesfestung; — die un 
gesäumte Zurückberufniig der gegen ausdrückliches 
Landesrecht im Civil- und Militairdienste der Her« 
zogthümer angestellten Dänen. 
Wir erkläre», daß unsere Landesregierung das Ver. 
trauen des Volks nicht eher wieder gewinnen wird.
	        
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