Full text: Newspaper volume (1825)

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jii nehmen, bis er dem Banquier seinen Vorschl^ 
gemacht habe. Mau willigte in das Gesuch. . 
Der Britte eilte nach Wien, und legte st»' , 
Theilungsplan dem Banquier.vor. Was hat' 
Sie meine Leser gethan? - Wir hatten getheilt. 
Der Banquier hörte den Vorschlag ruhig a ' 
bedauerte den Engländer, daß er sich so weit »» 
modirt hakte, äußerte, daß dem Gange der Lotte» 
sich in den Weg zu stellen, so viel heiße, als d z, 
Glücke vorzugreifen, stellte eine gerichtliche Cr» 
rung aus, daß er auf der regelmäßigen Fortsetzt 
der Ziehung beharre, und schickte damit den 
Under nach Hause. ^ ' a j 
Die Lotterie wurde also gezogen, das große re 
fiel auf den Banquier. Der Engländer hatte n>» 
allein 50,000 Pfund verloren und die Reiset ei» 
eingebüßt, er mußte auch den Banquier die V 
zugszinsen vom Tage der eigentlichen Ziehung <» 
vergütrgen. ,, 
Wem ich auch diese Geschichte erzählte, je°h 
wünschte das große Loos dem Engländer, und do" 
legte das Schicksal diese bedeutende Summe Glûşş 
gut in die Hände des Gewinn,uchrigen, des Mş 
nes, der dem andern nichts gönnte, der die BiŞ 
k.it vergaß und auf dem Rechte beharrle, die 2"'' 
zugszinsen dem armen Britte» abzupressen. 
Wahrhaftig, es wird dem schwachen Sterbliche 
zuweilen recht schwer, das Schicksal gerecht i 
nennen. ? .*♦ 
Nacht und Tag des Lebens. 
Von C. F. Pockcls. 
Das Schicksal herrscht — die unsichtbare Mach'/ 
das Leben schreitet zwischen Tag und Nacht» 
Was heute war, ist morgen hingeschwunden. 
Wohin es schwand — du wirst es nicht erkunden-
	        
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