Full text: Newspaper volume (1817)

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und empfiüdungslos ward Herr Conway in'einem 
Palankin gesetzt und ins Lager zurück getragen. 
Der hiedurch verursachte Aufenthalt gab den wilden 
Elephanten Zeit, UN ere furchtbare Linie zu betrachten 
und sich von ihrem Staunen zu erholen. Birne der 
selben liefen ins Gebirge. Der Nabob theilte hier 
aus unsere Linie von zwölfhundert Elephanten in vier 
Abtheilungen und befahl, die wilden zu verfolgen, 
und diejenigen, weiche man erreichen wurde, entweder 
zu fangen oder zu todten. Ich blieb bei der Abthei 
lung, wo sich der Nabob befand. Wir griffen einen 
großen Elephanten an, und erlegten ihn nach einem 
langen Kampfe auf die oben beschriebene Weise; 
nachher todteren wir noch vier kleinere, und alle vier 
Abtheilungen zusammen genommen, hatten das Glück, 
einundzwanzig Elephanten lebendig einzufangen, welche 
in großem Triumph ins Lager geführt wurden. Ich 
habe bis jetzt bloß die Resultate dieser großen Jagd 
erzählt; allein über alle Beschreibung war der Ein 
druck des ungeheuren Larmcns, Schießens, Schreiens 
und des Gebrülls von zwölfhundert zahmen Elephan 
ten, welche gegen hundert und siedenzig wilde kämpften. 
Der Tumult und die Verwirrung, welche hieraus 
entstand, verursachte ein so furchtbares Getümmel, 
wovon sich selbst die lebhafteste Einbildungskraft kei- r 
neu Begriff machen kann. Mehr als zehntausend 
Schüsse wurden in Allem abgefeuert, und mich wun 
dert, daß die Scene an unserer Seite nicht blutiger 
war, denn nur zwanzig Mann wurden getödtet oder 
verwundet und etwa ein halbes Dutzend Pferde blieb 
auf dem Platze. Ich hatte zwei Büchsen, zwei 
Doppeifiinten und einen Knaben zum Laden; allein 
dennoch konnte ich nicht schnell genug feuern, obgleich 
ich vierhundert Kugeln verschoß. Viele von unsern 
zahmen Elephanten, welche ln der Brunstzeit waren 
und zum Angriff der wilden gebraucht wurden, stürz 
ten mit Wunden bedeckt zur Erde. Der grüßte
	        
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