Full text: Newspaper volume (1811)

S^ßtM Herzenleid linê laute,- Freude ward. Wen» 
Ichs hundertmal hörte, so hört ich es immer gern, 
und da unserm lunqen Veike hast du es me m 
erdenklich vorgebeachr." 
^Dļe Kinder sahen auf und lewen die Löffck zur 
Ruhe hin. Das Mädchen näh rce sich, tmö bind 
am Eingang der Laude wie in Gàuken steh n. 
„Za, ichs wills erzählen," sagte de- Mann, "und 
ly,, meine Kni-er, lernt ©oft vertrauen, und in 
unverdienter Noth v.ll guter Hoffnung und muihigen 
Herzens seyn." 
„llnser a kes, g oßes Haus, das dort am dürren 
Nußbaum stand, war von meinem Paier h,-r veer 
schulder u,d zum linkerpfand verschrieben. K r-, 
meiner Frauen Mutier Bruder, ein alrer, unfreundr 
Ucher Fijz, hatte mir endlich bis aus den dachen 
Wenh darauf geliehen , weil d'e Saieren ^)' meine 
Weiden und meinen Acker m-r Schurr und Gestein 
Übersührk. Zch vermochic nicht wen, Land zu reini 
gen und es blieb mir nichts, als einige S tiefe Vieh 
und eine Schuld die ich drüben zu Lugano **) e-nzur 
şirdern haue. Muthig fügt’ ich m in«n Enuchluß 
und kiiß.'e euch, da ihr noch schlieft, im Berte, „ahm 
Abschied von der Mutier und zog nur meinem T üppr 
lein Waare dar Land h'.iiauf unB über tir Berge 
sioißig den Vogt,yen zu. Meine Sch -'d „n„„rein 
den, mein Vieh zu ve,kaufen und meine Wochen mit 
den- G-winnste wieder stet, und urbar wachen, 
war früh und spür mein einziger Gedanke. Dar 
norddüefiige Geld zur Hinreise harte ich von am 
allen Kurt gebvlgr und etwas dazu für euch, und 
*) Ein Waldwasser unweit Matten. 
**) I» der jcalienischeii Schweis, oder in 
J" oei iraiienischen Schweiz, oder m den ehemals 
sogeiiii.uiten lkaiiälilsche» Vogrepeii.
	        
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