Full text: Newspaper volume (1808)

mittheilen darf —einige indeß trage ich auf 
und wünsche guten Apperit:,., - 
àķ/şļute schleuderte man Freunde und Bekannte, 
wie g.uhende Kohlen aus der Hand." 
„Den heutigen Schmaus kann man eine wahre 
seyrsitzung nennen, denn wir saßen so fenerlich 
und »reis, als hielten wir die Schüßeln vor uns 
für verwickelte Prozeße." ^ ' 
„Zwei erklärte Feinde machten heute Frieden. 
So wie die Punschdünste in die Zirbeldrüse steigen, 
wird die Seele ein wahres Herzensbrüderchen." 
Äan .og heute von einem Bekannten erstaun? 
lich viel — Gutes. Da fiel mir Lavarers Trost- 
spruch ein: Man lugt so viel Gutes von uns, 
daß wir o uns wol gefallen lassen können, wenn 
man manchmal etwas Böses von uns lügt" 
der heutigen Keftllschaft gieng ich miß? 
ve.gnug.. Ü we tin gerechter Wizling da. 
Und so ein Menjch sieht Alles mit demjenigen 
Mitleiden an, das er selber verdient. Er glaubt 
ein Muster vorzustellen und in der That ist er oft 
ein Wurm, der andre Würmer heckr." 
„Sind unsre Gesellschaften entiveder ans Kircken 
5^ŗ?r^?'"l)shàusern entstanden, weil entweder 
.... ^Der heutige Gastgeber hatte grausam gehan? 
delt, diesen fremden Windbeutel unter uns zu 
^6 Kchlgenie überschrie uns alle: sein 
queer,ilberner Anstand goß unsre Glieder mit Blei 
D'e erste Kunst ^ eines gastfreien 
Mannes ist die- Leute zusammen zu laden, 
d-e zu einander passen.".. , . ' 
■' - (Der B;Wuß künsrlch). .. ' 
I »telligenz? Anzeigen. 
Bekanntmach li ng.
	        
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