Full text: (8. Band = 1834, No 9-No 16)

1, „Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 69 
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andern Fällen‘ hülfreich erwiesen. . Bei der Section fanden sich 
in dem tödtlich abgelaufenen‘ Falle am Peritonäum starke _Eut- 
zündungsspuren. Ks war mit einem Exsudate. von. eigelbähnli- 
cher Farbe bedeckt. Der Uterus war an der inneren Fläche mit 
einem. dunkelfarbigen Blutgerinsel überzogen. .—. Von den 14 
nervösen Fieberanfällen hatte die Hälfte einen unglücklichen Aus- 
gang. ‘ Bei einer 33jährigen Frau ging Alles auf das KErwünsch- 
teste, als sie sich einer Erkältung aussetzte und einen Diätfeh- 
ler beging, worauf sich den 4.. Tag schon, mit Erneuerung der 
schon früher dagewesenen Brusizufälle, trotz aller. Mittel, der 
Tod einstellte. Bei der Section liessen sich , ausser .oberflächli- 
cher Entzündungsröthe der Lungen mit unbedeutenden Adhäsio- 
nen, gar keine Abnormitäten entdecken. — Eine 32jährige, schr 
geschwächte Fran ward von einem Fieber mit Abendexacerbatio- 
nen befallen. Sie hatte einen sehr beschleunigten, kleinen, härt- 
lichen Puls, stark geröthete, zitternde Zunge, Congestionen nach 
dem Kopfe und nächtliches Delirium. Schon am 2. Tage wurde 
die Nabelgegend schmerzhaft, ı der Stuhlganz häufiger und wäs- 
serig, die Zunge mit schwarzem, zähem Schleime überzogen, die 
Congestionen nahmen ihre Richtung nach der Brust. Die ange- 
wandten Mittel blieben erfolglos, die Kranke starb am 14. Tage 
ihrer Aufnahme, nachdem Tags vorher ein reichlicher warmer 
Schweiss bald in einen kalten, kleberigen übergegangen war. . Aus- 
ser Adhäsionen der Lungen boten die andern 2 Höhlen durch- 
aus nichts Abnormes dar. — Ein 18jähriger, kräftiger Jüngling 
litt an einem gastrischen ‚Fieber, das aber schon am 2. Tage 
nach seiner Aufnahme in ein nervöses überging. . Kr war ver- 
Stopft, hatte aufgetriebenen Leib und,‘ beim Drucke, Schmerz 
in der Nabelgegend. Die Verstopfung ward gehoben, doch: in 
der nächsten Nacht trat Deliriren ein, und. am folgenden. Tage 
Brustzufälle, mit -welehen sich auch der sensorielle Zustand ver- 
Schlimmerte. . Am 13. Tage, seit Beginn des Fiebers, starb der 
Kranke. ‚Bei. der Section fanden sich die Gefässe . der harten 
und weichen Hirnhaut sehr mit Blut angefüllt. Die Lungen. wa- 
ren im ganzen Umfange angewachsen und. voll erbsengrosser. Tu- 
berkein, : Sonst nirgends etwas Abnormes, ausser dass. das Jeju- 
num und Hleum Spuren ‚von dagewesener Entzündung zu, zeigen 
schienen. — Bei einem 2G6jährigen Mädchen, welches an einem inter- 
mittirenden Quotidianfieber, das zuletzt in eine remittens. mit 
bedeutender Affection des Nervensystems übergegangen war, ge- 
litten hatte, fand sich ein kleiner, etwas gespannter Puls ,. grosse 
Hitze und Durst, trockene Zunge, Spannung des Unterleibes und 
Schmerz in der Nabelgegend, Betäubung des Kopfes... Am {ol- 
genden Tage, nach einer unruhigen Nacht, Delirium blandum, bei 
sSchwächerem Pulse. Einer gestern gereichten Kalisaturation wurde 
die Aqua. oxymurictica. gubstituirt; 20 Blutegel auf. die Nabelge- 
‚gend. Gegen ‚Abend trockener Husten, ‚häufige, sehr übelrie- 
chende Stuhlgänge mit weissen Flocken. Zwei, Gaben (& 5fi)
	        
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