Full text: (8. Band = 1834, No 9-No 16)

270 1L- Pathologie, Therapie und medicinische Klinik. 
leerungen. nachlassen‘ und aufhören und wieder ; zunehmen, wie 
der entzündliche Zustand stärker oder schwächer ist und ‚wird 
Nach Sprengel sprechen für diese Entzündung: heftige Schmer- 
zen in der Magengegend und besonders im Rücken, beständige 
Engbrüstigkeit und heftiges Keuchen, .unaufhörliches Erbrechen 
von gallichter Materie, oder wässerichten, unschmackhaften Feuch- 
tigkeiten, öftere Anfälle von Unterleibskrämpfen, Aufblähunge® 
des Unterleibs, Aengstlichkeit, Neigung .zu : Verstopfungen und 
Mangel. der Ernährung, : wirkliches Zehrfieber mit Wasserge“ 
schwülsten der Gliedmaassen,. öftere Ohnmachten, Ausleerung €! 
nes Harns mit röthlich-sandigem Bodensatze, wässerige Durch: 
fälle. und gänzliche Entkräftung. - Nach Harıess endlich beginnt 
die, Krankheit mit anfangs wenig beschwerlichem, in der Folge 
aber immer .Jästiger werdendem Drücken in .der Magengegend, 
mehr rechts. und mehr nach dem Rücken zu, das ‚nicht eigentlich 
schmerzhaft, nur dolor ‚obtiusus , gravalivus ist, immer am närß- 
lichen Orte anhält und ‚von den verschiedenen Zuständen des Ma: 
gens keine bedeutende Veränderung erleidet, ausser dass es bel 
ganz angefülltem Magen etwas empfindlicher und beunruhigender 
und beim Husten und Niesen stärker empfunden wird. :. Zu die* 
sem Gefühle des Druckes findet sich: auch bald :das einer. unge“ 
wöhnlichen und- unangenehmen Wärme in derselben‘ Gegend, das 
wohl selten: zu dem :eigentlicher Hitze steigt, aber ebenfalls im- 
mer dieselbe Stelle behauptet. und nach dem Essen, so wie über- 
haupt. . Nachmittags ‚und, Abends. etwas zunimmt. ‘ Mit ihm. tritt 
Unruhe und Beängstigung in den Präcordien, Mangel an Esslust, 
der allmählich zu gänzlicher Abneigung gegen Essen, besonders 
gegen solide Speisen wird,. Trockenheit .im Schlunde. und selbst 
öfters im Munde und mässiges Fieber mit. etwas gereiztem;, be- 
schleunigtem Pulse und ziemlich merklichen: abendlichen Exacer- 
bationen ein. Der Kranke empfindet jetzt auch Uebelkeiten und 
Neigung .zum Erbrechen, erbricht unter lästigen Empfindungen 
im Magen vor wie. ‚nach .dem Essen, ja noch: häufiger ‘bei Jeerem 
Magen, oder nach warmen Getränken, wässericht-schleimichte; oder 
auch ‚mit, diesen vermischte gallichte Flüssigkeiten, olıne dass 
durch Erbrechen Druck’ und sonstige: Beschwerden in. der Ma- 
gengegend. geringer werden... Meist ;:stellen::sich durchfallartige 
Unordnungen, des: Stuhlgangs. ein’, - die nicht‘; sowohl‘ als. wahre 
stercoröse Durchfälle, sondern vielmehr als dünn-wässerichte, oder 
auch als wässricht-schleimichte, zähe, schaumichte Ausleerungen er- 
scheinen. Der Unterleib wird meist etwas. gespannt und aufge- 
trieben, wohl auch bei starkem Betasten etwas schmerzhaft. . Die 
Lage ist die auf dem Rücken, oder ‘auf' der. rechten Seite. Aeus- 
serlich und durch Betasten der Magen- und. Lebergegend ist bis 
jetzt von Geschwulst oder Härte nichts zu entdecken und auch 
meist :in der Folge nicht... Nur 'beim.Vorwärtsbeugen ‚mit dem 
ganzen Körper, spürt der Kranke etwas, was gleichsam wie drü- 
ckende oder beschwerende Last auf den Magen fällt, oder ihn
	        
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