Full text: (8. Band = 1834, No 9-No 16)

1Y. Chirurgie und Ophthalnrologie, 245 
Ojähriger, sonst gesunder ‘Knabe durch einen Stura von einem 
mehr als 30. Fuss hohen Banme, ‚wobei: er mit dem Kopfe auf 
einen, senkrecht eingerammelten Pflock auf- und von da in’s Was- 
ser fiel, mehrere Schädelknochenbrüche „zu. : Durch eine über 
4. Zoll .Jange und 24. Zoll breite Trennung‘ der Kopfschwarte 
konnte man folgende Verletzungen erkennen:: der hintere Rand 
des: Stirnbeins und der vordere Rand des rechten Seitenwand- 
beins ‚waren in der Nähe der Kranznaht tief eingedrückt und vom 
Mittelpunkte der Eindrückung liefen :in beide genanute Schädel 
knochen strahlenförmig % Fracturen auseinander, im Durchschnitte 
je.eine von der Länge eines und eines ‚halben Zolles. :Nächst- 
dem ging quer über die Stirn von einer Schläfegegend: zur alt» 
dern ‚eine bis aufs Epicranium gedrungene‘ Hautwunde, doch 
ohne. dass der Knochen verletzt: war. Dieser bedeutenden Be- 
schädigungen ungeachtet wurde: das‘ Bewusstseyn nicht gestört 
amd weder Wund= "noch Eiterungsfieber: wurden heftig, so dass 
Dee. Alıhaeae mit. Nitr. depur. und Syr. Rub. Idaei, neben et 
nem Getränke aus Wasser mit Acet, .Rub. id.‘ als innerliche Mit- 
tel allein hinreichten.. Die Eiterung wurde bedeutend und wäh- 
"rend derselben lösten ‚sich mehr als 30 grössere: und kleinere, 
Meist platte Knochenstücke ab. Mitte Februars d. J. war nach 
IG6wöchentlicher - wundärztlicher: Behandlung - der Knabe‘ wieder 
80 weit hergestellt, dass er die Schule besuchen konnte. [ Med, 
Correspondenzbl, d.württ. ärztl. Vereins, 1834, Nr; 16.] (K—e.) 
:96; Operation des Krampfaderbruüches; von Dr 
Wurzer, Die Radicalheilung :des- genännten: Uebels ist bloss 
durch: die Operation, zu ermöglichen. Die Römer scheinen, nach 
Crusus, darin glücklich. gewesen zu seyn3 die Chirurgen unserer 
Zeit haben diese Operation gescheut, ‘vielleicht weil sie sich 
durch die Untersuchungen über die Venenentzündung zu sehr 
zur Vorsicht gemahnt fühlten. - Der Operateur greift die kran® 
ken Venen entweder: unmittelbar an,’ oder er wirkt indirect auf 
sie ein durch Unterbindung der‘ Samenarterie, Allein letztere 
Methode ist‘in vielen Fällen gänzlich unausführbar und in allen 
übrigen wenigstens ungenügend und unsicher. “© Denn 1) umsehlin- 
gen die‘ erweiterten Venen die ‘Arterie‘ und das Vas’ deferens 
ausserhalb des Bauchringes in so vielfachen‘ Gewinden- und sind 
dürch: festen Zellstoff dermaassen unter“ sich verbunden‘; dass 
sie, ohne eine Vene zu ‘verletzen; nicht entwirrt werden Kkön- 
nen, um die Arterie zu ‚entdecken. '‘ Nämlich die kranken Venen 
sind nicht bloss” erweitert, sondern auch” dünnhäutig ‘und ein 
Müssiger Druck ‚mit dem Scalpeilhefte‘ und” ein schwaches Zer- 
ren bringt sie zum bersten, 2) Durch Unterbindung einer‘ ein- 
zigen Arterie kann dem Hoden der‘ Zufluss des arteriellen Blu- 
tes. nicht abgeschnitten werden, ‚Die Samenarterien sind auf bei- 
den Seiten nicht ‚selten doppelt, und: der‘ Hoden: bekommt über- 
dies von der ‚Art; epigastrica noch‘ einen‘ Zweig; endlich fängt 
auch die Art. spermatica: ausserhalb: des -Buuchringes oft bald
	        
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