Full text: (8. Band = 1834, No 9-No 16)

; ML Chirurgie’ und Ophthalmologie. 
dete Exsudat wird für Fette gefährlich, da es nicht gut ausfliesst. 
[Med. Zeit. v. Vereine f. Heilk, in Preussen, 1884, Nr. 1.) (Fr.) 
63. Künstliche Trennung fracturirt geweseneNn 
schief geheilter Knochen und Zusammenheilung der- 
selben in.normaler Richtung vom Geh. R. v, GREFE: 
Beschrieben von. Zr. H. S. Michaeuis zu Berlin. — Ein kräftiger 
Mann von. 25 Jahren hatte bei einem Sturze mit dem Pferde beide 
Röhrenknochen des: rechten Unterschenkels gebrochen. : Nach 4 
Wochen fand man die Tibia und Fibula nach vorn in einem stum- 
pfen Winkel zusammengeheilt , wodurch der kranke Schenkel um 
3 Zoll kürzer geworden. . Versuchte Ausdehnung des kranken Glie- 
des und die Anlegung hölzerner Schienen hatten nach abermaligen 
% Wochen die schief geheilten Knochen. noch nicht gestreckt. 
Gare , in dessen Behandlung Patient sich begab, setzte ihn‘; um 
entzündlichen Reactionen vorzubeugen‘, einige: Tage auf ’antiphlo- 
gistische Diät, gab leichte Abführmittel und liess laue Bäder neh- 
men... Nach diesen wurden durch eine kraftvolle Ausdehnung des: 
schiefen Unterschenkels mittelst eines Flaschenzuges die nach vorn 
getretenen ;.:* stumpfwinklig ‚zusammengeheilten. Knochen: «wieder 
getrennt. Die Traction vermittelst des Flaschenzugs geschah un” 
unterbrochen mit langsam steigender Kraft,‘ bis der Knochenwinkel 
unter deutlichem Geräusche plötzlich verschwand. Diese Opers- 
tion dauert& einige Minuten und die Fraetur war vollkommen. ::Man 
legte LerrLER’sche- Schienen an, ‘brachte ‚den: Fuss in das: Port’- 
sche Fussbett; bekam so stets eine sehr leichte Extension und Con- 
traextension, und hatte nach ’achtwöchentlicher unablässiger‘ Sorg- 
falt die.Frende, ‘den Bruch geheilt und. das Bein gerade zu sehen. 
Auch, jetzt-durfte-der:Schenkel täglich nur'eine Stunde ohne Schie- 
nen und ‚ohne Extension frei in dem. Porr’schen Gestelle liegen. 
Diese Zeit wutde immer mehr verlängert, als die: Richtung‘ und 
Länge der Kxtremität.kich genügend erhielt, endlich wurde: die 
Maschine ganz entfernt, und nach 12 Wochen: war das, Uebel gänz- 
lich geheilt, und Pat; ‘konnte: nach Teplitz-reisen, um bei seiner 
Geneigtheit zr Rheumatismen; daselbst: zu baden. [v. Gräfe’s ui 
z. Walther’s Journatete., Bd 21; Affe 3.) 0.0 (Vu) 
‚634 Fall einer Amputationz vom -Physicas Dr, WENzEU 
zu. Monheim: Am 14, Oct. 1832 ‚wurde Wi zu einent‘ 11jähri“ 
gen im Zehrfieber  begriffenen Bauerknaben;; der bereits schr ma 
ger und: an. Kräften :herabgekommen war), gerufen: 9 Tage frü- 
her: war derselbe von: einem‘ Pferde zu Boden geworfen (und. auf 
jämmerliche Weise zertreten worden: :Ein‘ Chirurg‘ hatte‘ bald 
nachher den rechten gebrochenen Oberschenkel eingerichtet und 
an den schrecklich zerfleischten linken Oberschenkel einen‘ Ver“ 
band ‚angelegt ,- seit. dem: 8. Oct.:aber hatte ein- Dorfbarbier-+5B 
dem linken Oberschenkel mit Pflastern und Salben aller Art ge 
quacksalbert und die. ohnehin fürchterlich: «gequetschte und: zer“ 
rissene Wunde: auf den: höchsten. Grad von‘ Verderbnies gebracht 
Als W: den Knaben‘ zuerst sah, fand er:ihn.von schr heftigen 
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