Full text: (7. Band = 1834, No 1-No 8)

194 ‘Il... Chirurgie‘ und Ophthalmologie, 
höhle bestand aus fest zusammengewundenen , aufgetriebenen duß- 
kelblauen Gefässen mit Knorpelmassen und kleinen Fettklumpe? 
durchwebt und war in dicker, weisser, fibröser Haut eingeschlo®“ 
sen, wodurch Härte und Höckeriges der äusserlich anzufühler“ 
den Geschwulst entstand. Der Theil in der Bauchhöhle w# 
weich wie , Gehirnsubstanz, ‘ zusammenhängend, graulich ‚wei&% 
mit vielen hellrothen Gefässchen durchwebt und in feiner wei® 
ser Membran eingeschlossen. ' Hier war wohl der Fungus m® 
dullaris nicht zu verkennen. Ob: das Uebel inner - oder aussel“ 
halb der Beckenhöhle begonnen, möchte schwer .zu bestimme® 
seyn. Wahrscheinlich hat die eigentlich fungöse Masse in de 
Beckenhöhle sich ‚erst später gebildet, da der Kranke nie übt 
allgemeines Uebelbefinden klagte und sich lediglich nur die 
bedeutenden Beschwerden auf die- äusserlich wahrzunehmen“® 
Geschwulest beschränkten, die im ganzen Verlaufe nie eine Spur 
von Fungus medullaris zeigte. Die Wunde oberhalb des Le 
stenbandes wurde trocken geheftet und heilte bald, Die ziem' 
lich grosse Wunde unterhalb des Leistenbandes- wurde mit C® 
rat verbunden, der Kranke ins Bett gelegt und ihm leichte Diät 
verordnet. Ausser einem unbedeutenden, am Abende des dritte? 
Tages sich einstellenden.. Wundfieber befand sich der. Krank® 
ziemlich wohl ‚- ass, schlief und ‚leerte gehörig aus, und die 
Wunde ’sah gut und eiterte wenig. Nach einigen Tagen ging de! 
Kranke wieder im Zimmer herum und in der 5. Woche ging & 
aus.’ Die Wunde war kleiner und sonderte nur wenig und g 
ten Eiter ab. In der 8. Woche’ entstand eines Nachmittags ohnt 
Veranlassung plötzlich eine starke, den Kranken erschöpfend® 
auf kalte Umschläge :aber bald stehende Blutung, deren Quelle 
nicht zu entdecken war und die später in geringerer Menge oß 
zurückkehrte, wo sie sich immer durch‘ kaltes: Wasser leicht 
stillen liess. Nach einigen Wochen erhielt der Kranke ein k# 
chektisches Aussehen, wurde muthlos, verlor die Esslust und 
verfiel in Fieber, Die schmuzig gewordene Wunde sonderte ! 
grosser Menge wasserhelle Flüssigkeit alt, und aus ihrem Grund® 
quoll wieder der Hirnsubstanz ähnliche Masse. Nach Chinad“ 
coct mit Schwefelsäure und Fomentationen von Eichenrindend® 
coct mit Alaun, neben leichter, nahrhafter Diät erholte sich de 
Kranke etwas, die Esslust kehrte wieder, das Fieber schwand 
die Wunde sah besser, die krankhafte Masse sonderte sich ® 
grossen Stücken ab und die Absonderung der Flüssigkeit wurd® 
geringer, So befand sich der Kranke einige Wochen leidiich 
auch schien die Wunde kleiner zu werden; und er hatte nur ZU 
weilen Anfälle von Febr. interm. tert., die, in seinem Wohl‘ 
orte endemisch, immer dem schwefelsauren Chinin wichen. M7 
nate lang blieb jetzt dieser leidliche Zustand. Die Kräfte hobe? 
sich, die Wunde wurde kleiner und sonderte weniger ab, daß 
kachektische Ansehen aber wollte sich nicht verlieren, wenn gich 
auch der Kranke munterer fühlte. Bald aber wurde die nocP
	        
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