Full text: (7. Band = 1834, No 1-No 8)

190 I. Chirurgie und Ophthalmologie. 
ganz. nach rechts gedrängt und die Schlandöffnung bedeutend ver- 
engt. war. Hinter dem letzten Backzahne an der Seite der Kinn- 
lade und mehr unter der Mandel ragte eine zahnartige, weies® 
Erhöhung etwas hervor, die ein. überzähliger, dislocirter Zahn 
zu seyn schien, Als B. jedoch dieselbe mittelst Sonde umging: 
fand. er, dass sich nicht nur diese Erhöhung, sondern mit ihr ZU“ 
sammenhängend auch eine ganze Masse, in der Geschwulst be 
wegen liess, Bald gelang.es ihm, dieselbe beweglich zu machen 
und mit der Pincette auszuziehen, wodurch er ein weiter unten 
zu beschreibendes Concrement erhielt. Nach Entfernung dessel 
ben stürzte noch eine Menge übelriechender KEiter. nach, die 
Höhle reinigte sich jedoch in einigen. Tagen und verheilte ‚ seh” 
bald, alle Geschwulst verlor sich, und der Kranke war wie neV 
geboren. Nachträglich erzählte derselbe,-dass er vor 15 Jahre 
eine heftige Entzündung der linken Halsseite gehabt habe, w 
bei innerlich ein kleiner Abscess entstanden wäre. Seitdem se) 
einige Empfindlichkeit und Härte zurückgeblieben, die nach Er“ 
kältung leicht in bösen Hals übergegangen, und allmählich ; b 
zur gegenwärtigen Höhe gestiegen wären,‘ „— Das 1% Zoll lang® 
4 Zoll breite, vertrocknet 24. Quentchen wiegende Concreme* 
hat eine gewundene Form, ist auf dem grössten Theile de! 
Oberfläche. sehr rauh. und besteht‘ anscheinend aus, mehrere? 
Concrementen. Frisch war es überall gleich hart und ‚gab ‚mit 
Metall einen Klang. Es ähnelt den Speichelsteinen. Sein Ent 
stehen ist räthselhaft. :; Wahrscheinlich wurde ‚es in der Subm# 
xillardrüse gebildet, trat, nachdem, der. Ausführungsgang gebo' 
sten, in’s nahe Zellgewebe, . wohin auch bei. nun entstandene 
Speichelfistel Speichel trat,, dessen Residuen- sich um den Ker? 
krystallisirten. Vergrössert wurde e8 durch. Kraft des Zeilge 
webes nach oben getrieben, wo sich endlich die Spitze dessel“ 
ben durch allmähliche Aufsaugung einen Ausweg bahnte, Ode! 
war es durch Abscheidung in der Tonsille, unter der es so. nab® 
lag, dass wenigstens ein Theil davon noch in dieser steckte, en!‘ 
standen? — In einer Nachschrift erklärt sich JoHAannes MüLLPS 
dahin, dass die Localität der ersten Entstehung dieses Coner® 
ments sich freilich nicht .mit Gewissheit bestimmen. lasse, def 
Meiste aber doch für ursprüngliche. Entstehung. in der‘ Tonsill® 
spreche, .Von Coneretionen der Tonsillen sey ihm übrigens nu’ 
ein von JoHw aufgeführter Fall bekannt, wozu derselbe. ei® 
Beobachtung von Fourcroy von Concretionen der Speicheldrüsel 
deren Gängen und der Mandeln citirt habe. ‚Die im Museum 
Berlin sich vorfindenden 3 Speichelsteine wären nicht wie d#® 
hier besprochene Concrement höckerig und zackig, sondern vo? 
zwar raüher, aber nicht sehr ungleicher Oberfläche. [Casper® 
Wochenschr, f. d, ges. Heilk., 1834, Nr. 5] .(K—e.) 
-; 309, Telangiektasieen;. von Prof. Dr. Decruann 9 
Kiel. . Im Sommer 1832 wurden dem Verf. 2 mit diesem Veh 
behaftete Mädchen anvertraut. Das eine war 25 Wochen, d#®
	        
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