Full text: (7. Band = 1834, No 1-No 8)

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_ Jl...-Materia medica und Toxikologie. 
Wasseransammlung gezeigt haben, Das hektische Fieber hält zwar 
noch an; doch ist wenigstens von Ascites und Oedema pedum die 
Kranke befreit: —. II. Eine 32jährige Frau, an Dilatatio cord® 
und deren Folgeübeln leidend , bedarf seit 1 Jahre fast ununterbr®: 
chen ärztliche Hülfe, besonders zur Zeit der Katamenien, oder 
gleich danach. R. gab ihr jedes Mal Digitalis mit Nitrum , hänfig 
auch noch mit’Seilla. Vor einigen Wochen gesellte sich zu ihre? 
Uebeln noch Bauchwassersucht und Oedem der Füsse. Da ihr 
durch langen Gebrauch alle inneren Mittel . verleidet waren und 
gie dergleicher nicht mehr nehmen wollte, schlug ihr: der Verf 
die endermatische Methode vor, der. sie sich mit neuer Hoffnunß 
unterzog und die so, wie im ersten Falle, ausgeführt wurd® 
Auch hier war der Erfolg glänzend, gleich am. andern 'Tag® 
nachdem 9 Gran verbraucht worden waren, trat eine solche Div 
rese ein; dass. der Bauch kleiner wurde und das Oedem de 
Füsse schwand, doch schien es gerathen;, ‚die übrigen 21 Gr 
noch: verbrauchen‘ zu lassen, was auch trotz der Schmerzen, die 
mit der Anwendung verbunden waren, die Kranke gern that. +— 
Beide Fälle‘ zeigen sonach deutlich, dass manche Mittel, auf die 
Haut angewendet, weit stärker wirken, als wenn ®ie innerlich 
gegeben werden. In beiden Fällen wurde früher dasselbe. Mittel 
fast ohne allen Erfolg gegeben, während es, auf die endermati 
sche Methode benutzt, den günstigsten Erfolg hatte. [Med. Cor“ 
respondenzbl. d. württemb. ärztl. Vereins, 1834, Nr.6.] (K-—e.) 
802. Crotonöl, als Hautreiz, ‚wird von Hosson ange 
rathen, der es seit längerer Zeit in die Brust bei Brustkranker 
im‘ concentrirten Zustande. und mit Nutzen eingerieben haben 
will: H. Kisst es in die Sternalgegend, oder auf die Stellen, wo 
der Kranke Schmerz oder Unbehagen fühlt, zu 2—3 Tropfer 
früh und Abends einreiben, so dass immer ein blasiger Ausschlag 
eine längere Zeit unterhalten werde.‘ Der, welcher das Einrei- 
ben besorgt, muss sich dabei hüten, die Augen dem verfliegen‘ 
dem Oele auszusetzen, indem davon: die Augenlider bedeutend 
schweilen. [Lond. med. Gaz., XII] “(Br.) 
303. Aeussere Anwendung des Oleum. ecrotoni8s; 
vom: Prof: Dr. Worrr in Berlin, W. hat nach Anpraı,. ELLIOT- 
son und Hertenmnson: das Oleum crotonis äusserlich bei verschie“ 
denen Krankheiten angewendet. und davon Folgendes gesehen; 
rein zu 8—4 Tropfen’irgendwo eingerieben, bringt es nach der 
ersten oder zweiten Anwendung , welche letztere der ersten nach 
12—24 Stunden: folgen kann, erysipelatöse sich sehr‘schnell mit 
grosser Anzahl sehr kleiner Bläschen deckende Entzündung her“ 
vor. ‘ ‘Die Entzündung beschränkt sich ‚nicht bloss auf die Stelle 
der ‘Einreibung, sondern: geht mehr. oder weniger über. dies® 
hinaus und’ charakterisirt: sich durch hellere Röthe und sehr Jeb- 
haftes, selbst schmerzhaftes Jucken, Die auf der entzündeteP 
Stelle ausbrechenden Bläschen sind zahlreich, dicht an einander 
stehend, klein, entwickeln sich aber ‚nicht alle, sondern trock-
	        
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