Full text: (7. Band = 1834, No 1-No 8)

JI. .Materia medica und Toxikologie, 475 
Extremitäten werden, Quecksilberpräparate zu reichen. - Der Verf. 
sah hierauf die Hautfarbe unnatürlich blass werden, eine ausser- 
Ordentliche Reizbarkeit und zuletzt organische Veränderungen. in 
Leber und. Mesenterialdrüsen ‚sich, entwickeln; vorzüglich ‘scheint 
hach Swan der grosse eympathische Nerv,zu leiden,: was bis 
zu Convulsionen sich steigern kann; und häufig auch. entzündli- 
che Affection des Mastdarms die Folge zu: seyn; ferner ‚will der 
Verf. häufig nach Mereurialgebrauch Augenblinzeln beobachtet 
haben, was er durch Reizung des Unterleibsnervensystems jer- 
klärt. Zum Schluss macht er darauf aufmerksam , dass auch bei 
mehr Erwachsenen in Hautausschlägen und allgemeinen Krank- 
heitszuständen, durch örtliche Verletzungen bedingt, das Queck- 
silber nicht selten «nachtheilige Einwirkungen - durch Reizungen 
des schon afficirten sympathischen Nervensystems veranlasse, [Lond, 
med. Gaz., XIL)] si. (Br) - 
‚ 296, Ueber den Gebrauch des weissen Arseniks 
in eingewurzelten Wechselfiebern, durch einzelne 
Beobachtungen belegt; vom. Physicus Dr. HeseneR in Lüt- 
Jenburg., Gegen die 1832 vorkommenden Wechselfieber, yon de- 
nen viele ihre Entstehung früheren Jahren verdankten, ‚war China- 
rinde und: Chinin in vielen Fällen ganz unwirksam, und in mar- 
chen, wo Leiden der Verdauungsorgane; der Leber, Milz. und 
des Magens sich :vorfanden, ganz -contraindicirt. , Hier ‚wurden 
häufig Wechselfieber, die der Chinz trotzten, .nder mit die An- 
wendung derselben. untersagenden Umständen verbunden. waren, 
durch Antim.: crud, mit Rad, Caryopk. und Rad. Zingib;. oder 
Pip. nigr. oder durch ‚Adethiops antimon. allein, oder ‚mit (cuta, 
völlig beseitigt und bildeten keine Rückfälle, wohl. allein daher, 
weil durch diese: Mittel die Ursachen: der Hartnäckigkeit, dieser 
Fieber: die Organisationsfehler der Unterleibseingeweide, geho- 
ben wurden. — Von den Chinaarien wendete übrigens der Verf. 
China regia an, mit der das Chininum. sulphuricum Erfolglosig- 
keit und Contraindicationen in einzelnen Fällen gemein hat, ja 
letzteres hat sich ihm in. den hartnäckigsten und complicirtesten 
Fällen des Wechselfiebers noch wirkungsloser, als China in Sub- 
stanz bewiesen. Verlassen von den gewöhnlichen Mitteln, nahm 
H. zum Arsenik seine Zuflucht. Dass er ihn mit der gröss- 
ten Vorsicht und Ueberlegung.und nur gegen rebellische 
Wechselfieber zu Hülfe zog, versteht sich ‚von selbst: das Re- 
sultat war aber dann ein günstiges. Von diesen Fiebern, die 1 
bis 2 Jahre gequält und jedem Mittel, in verschiedener Form 
und mannichfaltiger Verbindung angewendet, Hohn gesprochen 
hatten, wichen die meisten einer kurzen, sehr schwachen Ein- 
wirkung des Arseniks auf für den, Kranken selbst nicht. selten 
überraschend schnelle Weise und ohne auch nur in einem Falle 
nachtheilige und gefährliche Nachwirkungen zu haben.. Der Ar- 
senik heilte ferner sicher und schnitt jedes Recidiv ab. Wo er 
Wirkte, geschalı aber, wie erwähnt, die Wirkung ‚schnell und
	        
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